Was für ein beschissenes Wetter die letzten Tage! Komme kaum noch raus vor die Tür. Heute reichte es gegen Abend wenigstens noch für eine kurze Versorgungsfahrt in die Stadt. Da es gerade dämmerte, nahm ich Kamera und Stativchen mit, um meinen großen, jedoch auch von den lokalen Medien komplett verschwiegenen „Erfolg“ (der daher auch kein wirklicher ist) zur blauen Stunde abzulichten. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich diese eigentlich unbedeutende Nebenstraße, die allerdings auch den perfekten Namensgeber für einen ewigen Rebellen wie mich hat, mal zur blauen Stunde ablichten würde. Nebenbei wollte ich auch mal austesten, wie es sich dort so fährt, wenn die Anwohner nach Feierabend wirklich alles komplett zugeparkt haben und es bereits dunkel ist. „Der Schillerplatz zur blauen Stunde“ weiterlesen
Kurz durchkommentiert (18)
Es ist tragisch; wie zuverlässig das uralte Konzept des Divide et impera funktioniert. Inzwischen fällt es mir sehr schwer, einige Lesezeichen, die ich mir über die Jahre in Sachen Corona angelegt hatte, noch regelmäßig anzuklicken. Bei manchen stehe ich kurz davor, sie zu löschen. Nicht, weil ich keine anderen „Meinungen“ aushielte. Nein, weil ich darin keine Meinungen erkenne; ich erkenne fast nur noch hypnotisierte und fanatisierte Menschen, die es genießen, als von der Gesellschaft Ausgestoßene nach drei Jahren endlich wieder Teil der großen Dauerhasssendung sein zu dürfen. Aber nein, der Zweck heiligt niemals die Mittel; kein noch so großes Unrecht legitimiert die Begehung noch größeren Unrechts. „Kurz durchkommentiert (18)“ weiterlesen
Schillerstraße: „Neue Verkehrssituation“
Es gibt Menschen, die denken, handeln und leben „zielorientiert“. Es ist ihnen relativ gleichgültig, auf welche Weise sie etwas erreichen. Einem seit jeher als „Negativisten“ verschrienen Menschen wie mir hingegen reicht das nicht. Selbst wenn ich nun, nach fünf Jahren und einem dreistelligen, im Gerichtscasino verzockten Betrag, die ersten Male legal durch die Schillerstraße radeln und dadurch viel Zeit und Nerven sparen kann, ist gerade der Weg dorthin eben nicht egal; jener steht symptomatisch für das, was Verwaltungen während „Corona“ bis zum Exzess getrieben oder auch unterlassen haben. Selbst anhand des finalen Akts der Anbringung der Verkehrszeichen lässt sich die völlige Beliebig- und Widersprüchlichkeit der Verwaltung ganz konkret belegen. „Schillerstraße: „Neue Verkehrssituation““ weiterlesen
Coronoia: Gunnar Kaiser
Ich wusste, dass diese Meldung eines baldigen Tages kommen würde. Dass Gunnar Kaiser den Kampf gegen seine Erkrankung verloren hat. Es schockiert einen trotzdem. Das letzte Video, welches ich vor einigen Monaten von ihm sah, war eines vom Lake Tahoe aus den USA. Er erfüllte sich wohl mit einem klassischen Roadtrip durch das „Land of the Free“ seinen letzten großen Wunsch. Es ist faszinierend, wie heftig einen das viel zu frühe Ableben eines Menschen treffen kann, dem man persönlich nie begegnet ist. Was allerdings wohl auch daran liegt, dass auch gerade er mich mit seinen zahlreichen Videos gerade in den besonders schwarzen Corona-Wintern mit davon abhielt, mich von einer Brücke zu schmeißen. „Coronoia: Gunnar Kaiser“ weiterlesen
Kurz durchkommentiert (17)
Man kann in einem Diktaturstaat leben und dennoch frei sein, unter einer Bedingung: Man muss die Diktatur bekämpfen. Der Mensch, der seinen Kopf zum selbständigen Denken benutzt und dessen Herz unbestechlich bleibt, ist frei. Der Mensch, der für das kämpft, was ihm richtig scheint, ist frei. Dagegen kann man im demokratischsten Lande der Erde unfrei sein, wenn man feige, stumpf und innerlich träge ist.
Ignazio Silone. „Kurz durchkommentiert (17)“ weiterlesen
Die Freigabe der Schillerstraße
Der 19. Oktober 2023 wird als historisches Datum in die Annalen der Stadt Pirmasens eingehen. An jenem Tage wurden mit der Schillerstraße und dem Schillerring die ersten Einbahnstraßen im Stadtgebiet im Sinne der Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung für den Radverkehr freigegeben. Im Zuge dieser Maßnahme wurde der Häuserblock um den Schillerplatz herum als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Darauf wies mich heute Vormittag ein guter Kumpel vor unserer gemeinsamen MTB-Tour hin, als er mir die entsprechende Seite aus der Mittwochsausgabe der Pirmasenser Zeitung überreichte. Jene Meldung entsprach weitestgehend dem Wortlaut der auf der Internetseite der Stadt veröffentlichten Pressemitteilung. „Die Freigabe der Schillerstraße“ weiterlesen
Zähes Blau am Vollpfosten-Kreisel
Die gänzlich fehlende Rechtsgrundlage für die Einbahnstraßenregelung in der Schillerstraße in Gestalt einer verkehrsbehördlichen Anordnung war einer von mehreren vielversprechenden Wegen, über die mir das Gericht hätte Recht geben können. Es hatte aber leider keine Lust. Aktuell könnte ich wieder 483,- Euro Vorkasse leisten, um im Rahmen einer Anfechtungsklage die
am neuen Kreisel juristisch anzugreifen; da sie ein Fahrbahnverbot suggerieren, wo keines ist. Die Verkehrsfreigabe ist jetzt bereits über einen Monat her – und die Verwaltung schraubt weder die so nicht angeordneten (also nichtigen) Dinger ab, noch lässt sie sie verhüllen oder austauschen. Eine eindeutige Erklärung, wie es überhaupt dazu gekommen ist, mag man mir ebenfalls (zum wiederholten Male) nicht liefern.
Kurz durchkommentiert (16)
Das Beitragsbild, welches ich heute Mittag anfertigte, steht symbolisch für das allgemeine Verhalten staatlicher Institutionen; insbesondere während des Corona-Faschismus. Uni(n)formierte Frießhardts, die während Corona die schwachsinnigsten „Regeln“ durchsetzten; indem sie beispielsweise Jagd auf die Fünf Männer im Walde oder flaschendrehende Kinder machten. Erbarmungslos wurde jeder, der den Gruß des Gesslermaulkorbs verweigerte, verfolgt. Hierbei parkten sie mit ihrem Streifenwagen sicher auch öfters mal auf dem Gehweg vor einem Zebrastreifen. Weil sie für die Suche eines legalen Parkplatzes gerade keine Lust hatten. Schließlich ist man ja die Polizei. Der Inbegriff von „Ordnung“, „Recht“ und „Gesetz“. Das Pkw-Heck rechts im Vordergrund gehört übrigens zu einem Gehweg- und „Schutzstreifen“-Parker der rheinland-pfälzischen Forstverwaltung. „Kurz durchkommentiert (16)“ weiterlesen
Kurz durchkommentiert (15)
Eigentlich überrascht es mich nicht; meine ich doch, eine Tendenz bei vielen „Corona-Kritikern“ zu erkennen, die nun in Sachen Gaza-Krieg in die wohlige „Mitte“ heimgekehrt sind. Es handelt sich dabei überwiegend um Leute, die eher zum Neoliberalismus, Fremden- und Islamfeindlichkeit – sowie generell gegen alles (vermeintlich) „Linke“ tendieren. Aber egal. Ich erinnere mich noch gut an die bescheuerten #QuerdenkerSindTerroristen-Hashtags in der Dauerhasssendung. Wie man auch jene bar jeglicher Realität zu „Terroristen“ abstempelte, weil sie auf einer Demo keinen schwachsinnigen Maukorb trugen. Es sind die gleichen Leute, die aktuell im neuerlichen 9/11-Blutrausch fordern, keine Rücksicht auf die Palästinenser zu nehmen, weil jene selber „Terroristen“ seien oder solche zumindest aktiv oder passiv unterstützen. O tempora, o mores. „Kurz durchkommentiert (15)“ weiterlesen
Entbrombeerung abgeschlossen
Exakt drei Wochen nach dem Brombeer-Massaker habe ich entlang der Schwurbel-Bucht des Schöntalweihers heute die letzten Wurzeln aus dem Boden herausgebuddelt. Die heutige Fahrt war relativ spontan; der Sturz von Flip-Flop- zu Winterstiefel-Temperaturen binnen anderthalb Tagen hat die in diesem Jahr glücklicherweise sehr lange See-Saison jäh beendet. Aber da nur noch einige wenige Wurzeln zu entfernen waren und ich aufgrund meines defekten Rennrads (Schaltzug gerissen und kein Ersatz) eh keine wirklichen Ideen für eine MTB-Tour hatte, packte ich Schaufel, Gartenschere und Klappsäge in den Rucksack und steuerte bei wechselnd bewölktem Himmel und recht kalten 10 bis 13 °C noch einmal mein Refugium an. „Entbrombeerung abgeschlossen“ weiterlesen