Coronoia: Stehenbleiben

Der olle Kollege epikur hat zufälligerweise in seinem heutigen Beitrag zur Ankündigung seiner Weihnachts-Auszeit eine Passage aus einem der letzten Beiträge des maschinisten zitiert, welchen ich mir auch für einen eigenen Beitrag aufheben wollte. Wie so oft fehlt mir allerdings in der letzten Zeit die Kreativität, als auch der finale Impuls bzw. Trigger, der mich dazu antreibt, wieder einmal ein paar unbedeutende Zeilen in die unendlichen Weiten des Internets entfleuchen zu lassen. Mit Weihnachten und dem ganzen anderen Scheiß kann ich als misanthropischer Eremit ja sowieso nix anfangen; man denke nur an meinen vor unbändiger positivistischer Lebensfreude und frohlockenden Erwartungen für die kommende dunkle Zeit förmlich platzenden Heiligabend-Beitrag von 2020. „Coronoia: Stehenbleiben“ weiterlesen

Coronoia: Eine Zensur findet statt

Also, nur, ob ich das auch richtig verstehe? Die EU bzw. die Bundesregierung fordern Elon Musk auf, bei Twitter weiterhin so konsequent zu zensieren, wie das bislang der Fall war. Im Endeffekt traut man also dem mündigen Souverän offenkundig nicht zu, selbständig „richtige“ von „falschen“ Informationen oder Meinungen zu unterscheiden, weshalb eine staatlich-korporatistische Autorität diesen davor zu „schützen“ habe? Das wiederum kann doch aber nur bedeuten, dass man den Souverän selbst für völlig verblödet, unbeholfen und beliebig beeinflussbar hält? Ist wiederum nicht die Tatsache, dass dieser „Souverän“ sich diese arrogante Bevormundung nicht empört verbittet, sondern sich für sein betreutes Denken auch noch bedankt, nicht der Beleg dafür, dass man ihn zurecht für unmündig erklärt? „Coronoia: Eine Zensur findet statt“ weiterlesen

Coronoia: Zwiedenken

Zu wissen und nicht zu wissen, sich des vollständigen Vertrauens seiner Hörer bewußt zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte, gleichzeitig zwei einander ausschließende Meinungen aufrechtzuerhalten, zu wissen, daß sie einander widersprachen, und an beide zu glauben; die Logik gegen die Logik ins Feld zu führen; die Moral zu verwerfen, während man sie für sich in Anspruch nahm; zu glauben, Demokratie sei unmöglich, die Partei jedoch die Hüterin der Demokratie; zu vergessen, was zu vergessen von einem gefordert wurde, um es sich dann, wenn man es brauchte, wieder ins Gedächtnis zurückzurufen, und es hierauf erneut prompt wieder zu vergessen; (…)

George Orwell, 1984 (Siehe auch „Doppeldenk„). „Coronoia: Zwiedenken“ weiterlesen

Coronoia: Geprügelte Ratten

Musk hat auch angekündigt, dass Twitter zum „Marktplatz der Debatte“ werden solle. Aber auf seinem „Marktplatz“ sollen offenbar auch rassistische oder verschwörerisches [sic] Ratten aus ihren Löchern kriechen dürfen. Twitter kann nur relevant bleiben, wenn genau diese Ratten – um im Marktplatzbild zu bleiben – in ihre Löcher zurück geprügelt werden.

Nils Dampz, tagesschau.de vom 05.11.2022. „Coronoia: Geprügelte Ratten“ weiterlesen

Coronoia: Fingerzeige

Am 7. November erscheint im Rubikon-Verlag ein neues Buch von Marcus Klöckner (u. a. Autor von „Zombie-Journalismus„) und Jens Wernicke (Herausgeber des Rubikon). Als Titel dient ein Zitat des Spiegel-Chefredakteurs Nikolaus Blome: »Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.« Der Untertitel lautet: „Das Corona-Unrecht und seine *Täter“. Marcus hat mir netterweise die Presse-Version des Buches schon einmal vorab zukommen lassen. Die beiden Autoren orientierten sich bei ihrer Arbeit vor allem am Twitter-„Hashtag“ #IchHabeMitgemacht (Siehe auch ich-habe-mitgemacht.de), unter dem zahlreiche Nutzer die die Grenze zur Volksverhetzung teils weit überschreitenden Zitate prominenter (und weniger prominenter) Zeitgenossen zusammengetragen haben. „Coronoia: Fingerzeige“ weiterlesen

Coronoia: Like mich am Arsch?

Aufgrund meiner neulich wiederholt geäußerten Frustration über die Sinnlosigkeit des Bloggens schloss der maschinist seine neueste Linkschleuderei mit einem ziemlich umfangreichen Epilog ab (nochmal Danke dafür). Er hat auch im Großen und Ganzen recht damit; allerdings habe ich auch nicht das erste Mal das Gefühl, dass meine Bemühungen, zu verdeutlichen, dass an diesem Blog letztlich die Resthoffnungen meiner durchweg jämmerlichen Existenz hängen, nicht wirklich bei den (wenigen) Lesern ankommen. Auch gestern auf einer MTB-Tour mit einem Kumpel redete ich mir wieder den Frust von der Seele, welches Maß an Geringschätzung auch aus den Reihen der „Corona-Kritiker“ Menschen widerfährt, die in der Öffentlichkeit unter ihrem Klarnamen Stellung beziehen. „Coronoia: Like mich am Arsch?“ weiterlesen

Coronoia: Empfehlungen vom 29.10.22

Momentan fehlen mir nicht nur aufgrund der weiterhin konstant sinkenden Seitenzugriffe (es pendelt sich auf dem Vor-Corona-Niveau ein) die Motivation als auch die Kreativität, um mir wenigstens alle drei Tage mal irgendwelche gesellschaftskritischen Schwurbeleien zusammenzureimen, die dann von vielleicht maximal 50 Menschen zur Kenntnis genommen werden. Selbst für kurze Zitatbeiträge reicht es nicht mehr und die Pflege der Empfehlungsliste macht eben auch Arbeit, die ich vermehrt infrage stelle. Es gab zwar neulich eine positive Überraschung aus dem Umfeld des Rubikon; die mich allerdings auch nicht wirklich aus dem Loch herauszuholen vermochte. 🙁 Der maschinist hatte wohl recht; Bloggen scheint definitiv nur noch für den Arsch zu sein? „Coronoia: Empfehlungen vom 29.10.22“ weiterlesen

Coronoia: Lagerdenken

Über die Causa „Corona-Ausschuss“ habe ich mich ja vor einiger Zeit bereits geäußert. Dass auch im alternativen Medienbereich gewisse persönliche Connections hilfreich sind, um das Bild, welches über einen gezeichnet wird, zu steuern oder zu beeinflussen, wird aktuell wieder mal von apolut bestätigt. Rüdiger Lenz bietet Reiner Füllmich „eine Bühne“ (wie man das heute, in den Zeiten der Cancel-Culture so schön sagt), um seine Sicht der Dinge bzgl. des Streits mit den restlichen Mitgliedern des Corona-Ausschuss zu präsentieren. Nun soll die Gegenseite auf ein Angebot, ihre Sichtweise darzulegen, nicht reagiert haben. Dies entbindet apolut bzw. Lenz aber auch nicht, kritische Nachfragen zu stellen. „Coronoia: Lagerdenken“ weiterlesen