Coronoia: Todesurteile

Ich mag den Artur Aschmoneit ja eigentlich sehr; im Kern genauso ein linker Weltverbesserer wie ich. Aber in seinem Blog Corona Doks rassle ich immer wieder mal mit ihm aneinander; vor allem, wenn es das Thema der „verbotenen“ Vergleiche mit der NS-Diktatur betrifft. Obwohl er selber immer wieder in seinen Beiträgen oder auch Kommentaren mit solchen Verweisen spielt, kann er es gar nicht leiden, wenn das seine Kommentatoren machen. Als ich mich heute wieder einmal über die Erben Freislers und Filbingers echauffierte, die am gestrigen 29. Juni trotz der (mich nicht überzeugenden) Klarstellung des BVerwG in gleich drei Bundesländern mehrere Durchsuchungsbeschlüsse unterzeichneten, um Oppositionelle einzuschüchtern, bekam ich von ihm wieder Contra.

Ich finde, dass Aschmoneit zu sehr in eingefahrenen Bahnen denkt. Vor allem, was den Faschismusbegriff betrifft. Die Menschen sollten endlich verstehen, dass der moderne, verborgene Faschismus mit dem grobschlächtigen, wie er sich noch unter Hitler oder später Pinochet in Chile präsentierte, (oberflächlich) nichts mehr zu tun hat. Er ist aber immer noch da. Weil Faschisten eben lernfähig sind; sie haben aus ihren Fehlern in der Vergangenheit gelernt; sie haben erkannt, wie wichtig es ist, den Faschismus nicht mehr wie Faschismus aussehen zu lassen. Ihm ein schönes (buntes) Kleidchen anzuziehen.

Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.

Benito Mussolini.

Man will den Menschen natürlich immer noch Angst machen, sie unterjochen, sie gefügig machen. Aber andererseits will und muss man es um jeden Preis vermeiden, dass die Menschen diesen maskierten Faschismus als solchen erkennen können. Denn dann würden eventuell doch noch rechtzeitig die Alarmglocken schrillen; wenn man bspw. Lager mit Gaskammern bauen oder linke Oppositionelle in schwarze Geländewagen zerren und in Fußballstadien erschießen würde. Das würde wohl selbst dem frenetischsten Coronazi zu denken geben?

Aber: Wozu? Das kostet doch alles unnötig Geld. Und sieht auch nicht schön aus. Wenn man doch weiß, dass Menschen früher oder später sterben (vor allem dann, wenn sie arm sind), warum sich dann die Mühe machen, noch Munition zu vergeuden oder teures Nervengas kaufen zu müssen?

Entziehen wir – die Faschisten, die den Staat in Wahrheit beherrschen – den Menschen doch einfach all das, was sie in der heutigen Welt unbedingt benötigen; wie z. B. ein Bankkonto? Oder eine Wohnung bzw. Büroräume? Ruinieren wir einfach ihre Selbständigkeit, ihre kleinen Unternehmen und Arztpraxen. Zensieren und sperren wir ihre Social-Media-Accounts, ihre Blogs, ihre Youtube-Kanäle. Sorgen wir dafür, dass sie ihre Jobs verlieren; dass sie wegen bürokratischer Petitessen gewaltigen Ärger mit unzähligen Behörden bekommen. Nehmen wir ihnen die Kinder weg. Sorgen wir dafür, dass sie über kurz oder lang ihren erarbeiteten Status und damit ihre Einflussmöglichkeiten verlieren.

Dass sie früher oder später in die Fänge und unter die Knute des menschenverachtenden Hartz-Systems geraten. Von niemandem mehr gehört, gesehen oder gelesen werden. Und früher oder später in der Gosse landen. Und dort jämmerlich verrecken. Im modernen, digitalen Faschismus muss niemand mehr einen Abzug drücken oder einen Gashahn umlegen. Es reicht, den Menschen das zu nehmen, was sie finanziell über Wasser hält. Was uns dbzgl. in der komplett digitalen Zukunft erst noch alles droht, übersteigert sicher die düstersten Vorstellungen von Science-Fiction-Autoren. Dann wird deine Existenz quasi mit einem einzelnen Mausklick völlig ausradiert.

Der neue Faschismus ist eben – passend zum Vehikel, mit dem man ihn einführt – sauber. Klinisch rein. Hygienisch. Steril. Er hat seine blutverschmierte Schlachterschürze und das Hackebeil abgelegt. Er trägt nun Anzug und Krawatte – und sein hässliches, vernarbtes Gesicht hat er ebenfalls maskiert.

In der Seitenleiste ist seit längerer Zeit ein Zitat von Bertold Brecht aufgeführt, welchem ich auch vor einiger Zeit einen eigenen Zitat-Beitrag gewidmet hatte; es lautet:

Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.

Und nun kommen wir zurück zu meinem Disput bei Aschmoneit. Ich entgegnete ihm auf den wiederholten Einwand, meine Vergleiche der deutschen Richterschaft des Jahres 2021 mit der der NS-Diktatur seien historisch unangebracht, weil jene unter anderem ja auch noch keine Todesurteile ausgesprochen hätten, Folgendes:


Heute muss man niemanden mehr direkt zum Tode verurteilen. Es reicht, seine Existenz zu vernichten und ihn mittelfristig in die Obdachlosigkeit oder den Suizid zu treiben.

Das hat u. a. B. Brecht schon vor mehreren Jahrzehnten erkannt.

Von daher sind diese Richter heute sogar wesentlich schlimmer, weil sie ihr fahrlässig Menschen in Tod und Verzweiflung treibendes Tun auch noch verschleiern.

Das ist der moderne, verschleierte, einen schönen Schein von Rechtsstaatlichkeit wahren wollende Faschismus, wie er spätestens mit Hartz IV in Deutschland vollends salonfähig wurde. Wo die Streichung des Existenzminimums beim noch so geringsten „Fehlverhalten“ nicht mal mehr von einem Richter verfügt wird.

Von den mittelbaren, weltweiten Opfern dieses verweigerten Aufstehens der Judikative gegen eine amoklaufende Exekutive ganz zu schweigen. Diese Menschen haben durch ihre Feigheit und ihre Willfährigkeit sehr wohl sehr viele Menschen zum Tode verurteilt!

Schade, dass du als linker Historiker gerade das weiterhin nicht sehen willst.


Und dabei bleibe ich auch; für mich klebt das Blut unzähliger Menschen nicht nur in Deutschland an den Händen der deutschen Richterschaft; vor allem der Verwaltungsgerichte und der Verfassungsgerichte. Sie haben sich – wie das Ralf Ludwig auch immer wieder betont – zahlreicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht. Indem sie sich seit rund 1,5 Jahren vorsätzlich dumm stellen. Indem sie ihre Arbeit verweigern; wichtige Verfahren liegenlassen oder in Eilverfahren vorsätzliche Rechtsbrüche begehen, die weit über die Straftatbestände einer Rechtsbeugung (die man absurderweise dem Weimarer Richter Christian Dettmar vorwirft) hinausgehen.

Ich betrachte es auch als eine Form unterlassener Hilfeleistung im Sinne des § 323c StGB. Diese Richter haben durch ihre Untätigkeit, durch das Gewährenlassen einer völlig durchgeknallten, das Grundgesetz förmlich zerfleddernden Exekutive auch ganz allgemein durch Unterlassung unzählige Menschen indirekt zum Tode verurteilt.

Man tut sich nach rund 1,5 Jahren Corona-Terror (als absoluter Gegner der Todesstrafe) sogar schwer damit, solchen Richtern nicht zu wünschen, selber zum Tode verurteilt zu werden. Sollte es überhaupt jemals eine strafrechtliche Aufarbeitung dieser vor allem auch von der Judikative begangenen, unfassbaren Verbrechen geben, sollen sie meiner Meinung nach eher bis an ihr Lebensende mit festgenähtem Maulkorb, nur noch durch Sonden ernährt, dort langsam verenden, wo Julian Assange seit mehreren Jahren (klar illegal) unter den menschenunwürdigsten Bedingungen festgehalten wird.


Siehe auch

Coronoia: Suizid


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2 Gedanken zu „Coronoia: Todesurteile“

  1. Anfrage an Radio Jerewan: Stimmt es, daß die PCR auch als Intelligenztest verwendet werden kann?
    Antwort: Im Prinzip ja, aber nur bei Nichtdurchführung oder Nobelpreisträgern.

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