Coronoia: Schutz und Sicherheit

Auch wenn ich mich kaum noch dazu aufraffen kann, diesen totalitären Wahnsinn – hier im Süden von Rheinland-Pfalz pendelt die „Inzidenz“ seit Wochen zwischen 0 und 5 – zu kommentieren, muss ich mich doch noch einmal etwas ausführlicher zum Thema „Sicherheit“ auslassen. Erst einmal ist „Sicherheit“ eine Illusion. Es gibt keine einhundertprozentige Sicherheit. Und wenn, dann führt allein der Wunsch nach einer Solchen in solch totalitäre Zustände, wie wir sie seit nun schon rund 1,5 Jahren erleben müssen. Was ich allerdings besonders fassungslos zur Kenntnis nehme, ist, wie widersprüchlich auch hier die von Medienkonzernen gelenkten Massen agieren. Haben sie doch (scheinbar) nach drei Jahrzehnten neoliberaler Indoktrination, wo es hieß, dass es mehr (vor allem finanzieller) „Eigenverantwortung“ und weniger Staat bedürfe, urplötzlich den Staat als ihn „schützende“ Instanz wiederentdeckt?

Das ist auch der wesentliche Grund, warum die Rechten, Neoliberalen und Libertären innerhalb des „Widerstands“ (sofern es einen Solchen überhaupt noch gibt) schon seit Monaten diesen (von global agierenden kapitalistischen Eliten inszenierten) Wahnsinn als „sozialistische“ oder gar „kommunistische“ Politik betrachten. Dabei ist auch das nur eine Lüge; denn an einem vom (ausschließlich privaten) pharmazeutisch-digitalen Komplex initiierten korporatistischen Staatsstreich spielt bspw. die Vergesellschaftung der Produktionsmittel überhaupt keine Rolle. So wurden und werden ja auch die „Impfstoffe“ quasi ausschließlich vom Steuerzahler bezahlt. Und obendrein haftet er auch noch dafür. Wir erleben hier erneut das bereits in der „Finanzkrise“ erfolgreich angewandte Prinzip der Sozialisierung der Verluste bei gleichzeitiger Privatisierung der Gewinne. Vielmehr soll ja der „Great Reset“ dazu führen, die Eigentumsverhältnisse derart zu verschärfen, dass dem Normalbürger kein Eigentum, sondern nur noch zeitlich befristeter Besitz zugestanden wird. Ein Pilotprojekt läuft hier ja zunehmend auch bei nur noch zeitlich befristet nutzbaren Softwarelizenzen.

Egal. Was ich einfach nicht verstehe, ist, warum den Massen dieser radikale Schwenk von der jahrzehntelangen Verteufelung des Staates – vor allem in finanzieller Hinsicht – als nimmersattes, gieriges, ineffektives, seine Bürger mit Steuern und Abgaben ausnehmendes Monstrum zum sich in tiefster Herzensgüte um seine Gesundheit sorgenden Samariter, ebenfalls nicht auffällt?

Der hygienefaschistische Staat sorgt sich nun tatsächlich selbstlos um unsere (gesundheitliche) Sicherheit? Wie dumm muss man sein, um allein nur das auszublenden, was in der „Gesundheitspolitik“ in diesem Land seit Jahrzehnten schiefläuft? Die Privatisierung der Kosten für Brillen und Zahnersatz? Der Ausgliederung zahlreicher weiterer medizinischer Leistungen aus den Leistungskatalogen der gesetzlichen Kassen? Die Einführung absolut willkürlicher Mindestbeiträge im Zuge einer völlig überflüssigen Krankenversicherungspflicht, die viele Selbständige und Nichterwerbstätige in die Insolvenz treibt? Die Aufkündigung des paritätischen Prinzips bei der Beitragsermittlung, Einführung von Zusatzbeiträgen, die Zuzahlung zu Arzneimitteln? Privat zu bezahlende Vorsorgeuntersuchungen? Das (auch auf Korruption basierende) ständige Versagen der Aufsichtsbehörden bei Medikamenten- und Impfstoff-Zulassungen wie dem Paul-Ehrlich-Institut, exemplarisch hierzu das Versagen aller Institutionen bei der „Schweinegrippe“? Die Nichtbekämpfung des massiven Abrechnungsbetruges? Die Einführung der „elektronischen Gesundheitskarte„, die der Türöffner für die „elektronische Patientenakte“ war? Die nun den auch gegenüber staatlichen und privaten Stellen gläsernen Bürger / Patienten schafft? Die Nichtzulassung kostengünstiger Generika bei gleichzeitiger Verteidigung der Patente von Big Pharma?

Dies waren nur Beispiele aus dem Bereich Gesundheit – wo sich der Staat nachweislich noch nie im Sinne unserer gesundheitlichen Sicherheit verhalten hatte. Es ging ihm nur um Kostensenkung. Bei gleichzeitiger Profitmaximierung im privaten Sektor. Und das war ja nicht der einzige Bereich, in welchem die Bürger in den letzten Jahrzehnten es ohne größere Widerstände akzeptierten, dass ihnen existenzielle Sicherheiten einfach weggenommen wurden.

Der extremste Fall war Hartz IV. Dazu habe ich mich hier im Blog auch schon mehr als ausreichend geäußert. Der Hauptgrund, warum in diesem Land auch viele kritische Menschen spuren und ihren Mund halten, ist die existenzielle Abhängigkeit von ihrem Chef. Und die große Angst, in das Hartz-System zu geraten; wo man erst einmal solange nichts erhält, bis man quasi alles versilbert hat, was man sich ein Leben lang aufgebaut hat. Und man jederzeit damit rechnen muss, „sanktioniert“ zu werden, wenn man sich gegenüber irgendeinem Schreibtischtäter nicht devot genug verhält.

Und warum zur Hölle haben die Menschen es ohne jeden Widerstand akzeptiert, dass man das gesetzliche Rentensystem – für die private Versicherungswirtschaft – sturmreif geschossen hat? Ja, klar – die ebenfalls auf Kampagnen aufbauende Angstmacherei vorm „demographischen Wandel“. Die Menschen sehen – in einem reichen Industrieland – tagtäglich Rentner, die in den Mülleimern nach Dosen und Flaschen suchen. Aber sie ziehen daraus nicht die richtigen Schlüsse. Sie haben die Absenkung des durchschnittlichen Rentenniveaus – der existenziellen Absicherung im Alter – auf Sozialhilfeniveau einfach so akzeptiert. Wie auch die in diesem Zusammenhang völlig absurde Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Die eh nur der Kürzung von Rentenansprüchen dient, wenn man nach mehreren Jahren Arbeitslosigkeit dann vom Jobcenter zwangsverrentet wird.

Die Menschen haben also die Kürzung und Streichung wesentlich relevanterer Sicherheitsversprechen der solidarischen Gemeinschaft, des Staates, ohne jedes Murren akzeptiert. Und man hat ihnen ganz ehrlich gesagt, dass sie das jetzt alles aus eigener Tasche bezahlen müssen. Und wenn sie das Geld nicht, dann halt eben Pech haben. Aber nun vertrauen sie genau diesem korporatistischen System, es ginge ihm darum, ihm, dem kleinen Bürgerlein seine gänzlich unbedeutende persönliche Gesundheit zu garantieren?

Wie dumm muss man eigentlich sein? Dieser gekaperte, korporatistische Staat zieht seine Macht quasi ausschließlich aus eurer Unsicherheit, eurer Angst. Aus einer hierfür ständig erzeugten, künstlichen, an die Wand gemalten Bedrohung! Wie bspw. ein angeblich kurz vor der Überlastung stehendes Gesundheitssystem. Eines einstmals gemeinwohlorientierten Systems, welches er (im Auftrag der Konzerne) über Jahrzehnte zusammengespart und im Gegenzug auf grenzenlosen Profit getrimmt hat; einem kranken System, das schlicht kein Interesse an gesunden Menschen haben kann. Aber selbst das fällt euch nicht auf; selbst wenn es – wie im Fall der Intensivbetten neulich – direkt vor euren Augen stattfindet.

Nochmal: Wie dumm muss man eigentlich sein? Wie kann man sich über Jahrzehnte Sicherheiten für vermeintliche Freiheiten nehmen lassen – und dann auf diesen (für jeden mit einem IQ oberhalb der derzeitigen „Inzidenz“ erkennbaren) Bullshit reinfallen? Dann lasst euch doch halt von mir aus zu Pharma-Krüppeln spritzen. Die Bestatter wird es nebenbei auch freuen, die haben eh gerade eine harte Zeit hinter sich. Aber: Sorgt bitte entsprechend privat vor; ich sehe nicht ein, mal wieder die Zeche für eure Dummheit bezahlen zu müssen.


Siehe auch

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Ein Gedanke zu „Coronoia: Schutz und Sicherheit“

  1. Viele wollen es gar nicht wissen. Also sich damit im Kopf auseinandersetzen. Konnte ich in meinem Kollegen- und Bekanntenkreis die vergangenen eineinhalb Jahre beobachten und erleben. Einfachste (Grundsatz-) Fragen werden sich nicht gestellt (Klassenfrage, Systemfrage, und daraus abgeleitet die Fragen nach dem Offensichtlichen: wer profitiert jeweils von was und wie). Dabei gibts diese Infos ja auch aus den Hauptmedien selbst (ÖR, Print). Nur manchmal, selten, gibts mal sowas wie leichte Zustimmung zu Argumenten und meinen kritischen Fragen/Ansichten. Es hat halt jeder was zu verlieren und somit ist wenig/kaum Sand im Getriebe.

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