Am 25.01.22 auf dem Luitpoldturm

Das Leben könnte so schön sein; ohne den ganzen Corona-Bullshit. Einfach draußen in der Natur sein, bei einer Hochnebelwetterlage. Knapp über 30 km Anfahrt mit dem Mountain-Bike durch eine graue, trübe Nebelsuppe, um für ca. eine Dreiviertelstunde auf dem bekanntesten Aussichtsturm mitten im Pfälzerwald mit anderen Leuten, die nicht den Eindruck machten, sie seien coronoid, die einmalige Szenerie genießen, die dem Naturfreund heute geboten wurde. Wie schon bei meinem letzten Besuch vor gut zwei Monaten war der Weißenberg fast komplett umschlossen von einer sich gegen Sonnenuntergang weiter verdichtenden und ausbreitenden Nebeldecke.

Während ich bei meinen letzten Besuchen meist um die Mittagszeit herum am Turm ankam, traf ich heute erst rund eine Stunde vor Sonnenuntergang ein. Die Aussicht war wieder mal ein Traum! Der Blick Richtung Süden, über den Hermersbergerhof hinweg:

In Richtung Osten sind nahezu alle höheren Berge im Nebel versunken:

Das gilt auch für den Blick in Richtung Nordosten; man erkennt im Nebel den Schattenwurf des Turmes:

Die Sonne steht schon ziemlich tief:

Die Spitze Boll schaut im Hintergrund gerade noch so aus der Suppe:

Noch eine Detailaufnahme Richtung Nordost:

Gegen Sonnenuntergang brach dann eine weitere Nebelwelle über den Hermersbergerhof hinweg:

Und kurz, bevor die Sonne im Nebelmeer versank, mein letztes Foto des Tages (leider minimal verwackelt):

Tage wie dieser erinnerten mich wieder an die Zeit um 2011 bis 2014 herum, als ich mich voll und ganz der Natur- und Landschaftsfotografie gewidmet hatte. Auf dem Turm traf ich u. a. noch einen anderen Fotografen, der technisch wesentlich besser ausgerüstet war als ich. Falls er es lesen sollte: Schönen Gruß!

Die wieder knapp über 30 km retour in Richtung Pirmasens durch den immer dunkler werdenden Wald (u. a. über den ewigen Pfad) hatten auch was für sich.

5 Gedanken zu „Am 25.01.22 auf dem Luitpoldturm“

  1. Über den Wolken zu sein (und nicht im Flugzeug) ist wunderschön, finde ich, habe das auch im Schwarzwald erlebt. Eine ganz besondere Stimmung, die du gut eingefangen hast. Selbst vegetiere ich drinnen vor mich hin, habe mir aber vorgenommen, auch wieder öfter in die Natur zu gehen und zu fotografieren. Leider verbeiße ich mich stattdessen bislang stundenlang in schlechte Nachrichten.

    1. Ich schau bei solchen Wetterlagen immer neidisch in Richtung Schwarzwald und Vogesen; die schauen wegen ihrer rund 300 bis 800 m höheren Gipfel deutlich öfters, so auch heute wieder, raus aus der trüben Suppe. Hatte da (als ich noch ein Auto hatte) auch vor rund 10 Jahren mal eine einmalige MTB-Tour im Bereich des Donon gemacht. Im Nordschwarzwald war ich auch einmal mit dem Rennrad während einer Hochnebellage.

      Hab mir in diesem Jahr vorgenommen, wieder öfters und länger Rad zu fahren; hab das im letzten Jahr zu sehr schleifen bzw. mich von dem ganzen Bullshit auch sportlich runterziehen lassen. Auch wenn ich heute mal wieder einen Ruhetag gemacht habe.

      Also: Einfach mal rauf ins Licht fahren! Und bring ein paar Bilder mit. 😉

      1. Ja, besonders um den Schauinsland herum kann man schöne Bilder machen. Wenn ich nur aus meiner inneren Lähmung rauskäme. Du scheinst da disziplinierter zu sehen, aber ich arbeite dran! Abgesehen davon, kann ich auf WordPress kein einziges Foto mehr hochladen – Speicher voll. Und einen anderen Blog habe ich (noch) nicht.

        1. Doch, bei solchen seltenen Wetterlagen kann ich mich dann doch noch aufraffen. Wenn auch meist sehr spät. In meinen besseren Jahren wär ich dafür durchaus auch mal zwei Stunden vor Sonnenaufgang losgefahren. Die 48 km heute, mit eierndem Hinterrad bei gefrierendem Sprühregen im Dauergrau waren eher eine Quälerei.

          Das ist in der Tat doof. Kannste nicht ggf. irgendwo kostenfreien Webspace besorgen und die Fotos dann einfach hochladen von dort in deine Beiträge einbetten?

          1. Keine Ahnung, ob und wo ich mir sowas besorgen könnte, aber danke für die Idee, vielleicht könnte das ja klappen!

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