Coronoia: Diffuse Ängste

Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert war zu Gast in der 5. Ausgabe von Jens Live bei Fair Talk (mit Jens Lehrich und Spock). Er bekräftigte mich u. a. auch in meiner Ansicht, dass sich die Massenpsychose „Corona“ im März 2020 nicht mit dieser ungeheuren Wucht hätte Bahn brechen können, wenn die psychische Gesundheit eines Großteils der Bevölkerung nicht bereits dermaßen angeschlagen und kaputt gewesen wäre, wie es nach der jahrzehntelangen Hegemonie des Neoliberalismus der Fall war. In den meisten Köpfen herrschten auch in der „alten Normalität“ diffuse Ängste vor, an die man mit „Corona“ angedockt und jene in einer diabolischen Weise gezielt gefüttert und instrumentalisiert hat. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, diese interessante Passage abzutippen.


Transkript

Wir gehen sehr stark, als Psychologen oder auch Psychotherapeuten davon aus, dass Covid-19 ja eigentlich das – naja, ich hoffe, das Ende einer menschlichen Katastrophe ist, die bereits Jahrzehnte andauert. Ja, also wir haben ja nicht nur Covid-19. Wir haben ja auch eine alte Normalität, in die viele wieder zurück wollen. Ich bitte nicht, ja; lasst mich bitte nicht in die alte Normalität. Die alte Normalität ist eine menschenentfremdete Normalität. Also, wo wir …


Jens Lehrich: Also Sie sprechen jetzt über die Normalität zum Beispiel von 2019 noch, also die Normalität?


Ich rede jetzt von der Normalität 2018, ’17, ’16, bis hinunter, lassen Sie uns auf ’90 gehen. Ja, Fall des eisernen Vorhangs, Terrorismus wird schick und diese ganzen Geschichten. Also wo sozusagen so diese neoliberale, wo der Kapitalismus so richtig nochmal in Fahrt kommt und der Neoliberalismus das Ruder übernimmt. Und damit auch eine Entfremdung stattfindet, unter Menschen. Also, alles wird nurmehr darauf ausgelegt, den Menschen zu optimieren in Richtung Wirtschaftswachstum (…) und so weiter. Und da ist ja viel psychologisch passiert, (…) das geht ja nicht spurlos vorbei am Menschen. Ja, also die letztlich nur daran denken, erfolgreich zu sein, Geld zu scheffeln und ihre Position zu kriegen.

Und da gibt es eben sehr viele Untersuchungen zum Thema, die zeigen, dass es eine Vorschädigung gibt, vor Covid-19. Eine psychosoziale, psychische Vorschädigung vieler Menschen. Wir wissen zum Beispiel, dass die soziale Isolierung, Isolation sehr stark zugenommen hat. Menschen sind nurmehr auf sich bedacht, haben kaum mehr Freunde, gehen in den Job rein, gehen wieder raus, nach Hause und fristen ein relativ unsoziales Dasein. Das ist eine Bedingung, für das, auf was ich jetzt aus bin. Zweite Bedingung ist die Sinnlosigkeit der Existenz vieler Menschen. Die arbeiten wie Automaten in ihren Jobs, sehen keinen Sinn darin, buckeln ihre acht oder neun Stunden ab, sind dann völlig ausgelaugt, gehen nach Hause, haben überhaupt keine Kraft mehr, soziale Beziehungen zu leben. Damit ist das wieder bedient, soziale Isolation. Aber es ist letztlich bedeutungslos, das Leben.


Jens Lehrich: Also leben ein normopathisches Leben? Ein so angepasstes, dass (…) an der Stelle einfach auch die Idee fehlt, fürs eigene Leben. Was mache ich eigentlich damit? Also ich funktioniere nur noch, ich bin nur noch im Funktionier-Modus. 


Genau, wie eine Maschine. Also wir gehen ja auch sehr stark in Richtung Maschine. Und dann haben wir diese zwei Faktoren, soziale Isolation und Sinnlosigkeit – und die wiederum führen dann zu einer diffusen Angst. Das heißt, sehr viele Menschen, wir wissen das aus der Psychopathologie, aus der Psychiatrie: Angststörungen haben massiv zugenommen, zu anderen körperlichen Erkrankungen auch. Aber Angststörungen sind sehr, sehr gestiegen in den letzten Jahrzehnten. So, jetzt haben wir schon drei Bedingungen. Und die vierte Bedingung ist dann noch Frust und Aggression, die dazukommen. Und mit diesem Potpourri an psychischer Belastung, kommen die Menschen mit Covid-19 in Berührung. Und reagieren auf das Virus.

Und da sind eben, wie gesagt, viele vorgeschädigte, sehr verängstigte Menschen, die eigentlich schon krank sind. Und die haben jetzt die Möglichkeit – und das, ist jetzt die große Frage: Wurde das bewusst bedient, von der Politik und den Leitmedien? (…) – dass man nun diesen Menschen vor allem folgendes Narrativ angeboten hat; man hat ihnen gesagt: „Kuckt her, wir haben eine Möglichkeit, wo ihr eure diffuse Angst jetzt bündeln könnt – es ist das Virus! Das Killervirus! Wir belegen es mit Bildern und Zahlen; es ist die absolute Katastrophe! Und jeden erwischts.“ Obwohl wir längst wussten, relativ schnell, dass es natürlich nur Risikogruppen erwischt; alte Menschen und vorerkrankte Menschen, die wirklich auch gefährdet sind durch Corona, durch SARS-CoV-2.

Aber nein, man hat das über die gesamte Bevölkerung hinweg: „Jeder muss jetzt Angst haben! Aber wir bieten euch etwas, an dem könnt ihr euch jetzt festmachen, endlich. Ja, eure diffusen Ängste, von denen ihr nicht wisst, woher die kommen, die könnt ihr jetzt auf das Virus projizieren! Jetzt habt ihr endlich was in der Hand!“ Und was noch viel spannender ist: „Wir geben dir auch noch die Strategie mit, wie du das dann ausmerzen kannst! Dein Virus ist gleich Angst; nämlich mit ’ner Impfung!“

Und damit haben die sozusagen, sind die ausgestattet, diese vorerkrankten Menschen, sowohl mit einer Projektionsfläche für ihre Ängste und mit einer Strategie, wie man mit den Ängsten umgehen kann. Und jetzt kommt folgendes Phänomen dazu: Jetzt fühlen sie sich gemeinschaftlich. Jetzt haben sie gemeinschaftlich ein Virus entdeckt. Und haben auch gemeinschaftlich ’ne Strategie entdeckt, wie sie jetzt sozusagen gegen das Virus vorgehen können. Fühlen sich also plötzlich in der Gemeinschaft und das ist sozusagen der Segen schlechthin. Das heißt, sie haben vieles überwunden, rein durch die Präsentation eines Killervirus.

Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es clevere Think-Tanks gibt im Hintergrund, die genau diese Aspekte mit Propaganda dann bedienen. Und immer wieder auffrischen und immer wieder auffrischen, neue Headlines und Framings in den Leitmedien. Und diese Gruppe, das ist eine Gruppe, die wirklich absurd ist und auch absurd reagiert. Also wo man wirklich, wenn man mit denen diskutiert, überhaupt nicht mehr weiterkommt. Und ich hab auch schon aufgehört, mit denen zu reden. Also das ist für mich, das ist so irrational und da kommt man überhaupt nicht mehr weiter. Und da hat man wirklich das Gefühl, die ziehen einem die Energie förmlich ab, die man eigentlich dafür braucht, um unsere Gruppe, sage ich jetzt mal, weiterzubringen.

Also 30 Prozent der Bevölkerung dürften so sein. Und da könnte ich mir auch vorstellen, 30 Prozent der Politiker sind so; angstgetrieben. Und das sieht man ja auch, zum Teil wirklich auch in den Medien, wenn so manche auftreten, wo man sich fragt: Also die sind ja geritten von der Angst. Ja, also das ist ja schrecklich, wie die die Impfung propagieren. Und das ist nicht (…) Bosheit oder Kalkül nur, Lobbytum mit Pharma. Sondern ich kann mir durchaus vorstellen, die sind auch wirklich schon ziemlich gestört. Und treiben dieses Narrativ sozusagen weiter. (…)


Siehe auch

  • Narrative Austria #01 | Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert (Vollständiges Video) | OVALmedia.

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  • Don’t make it too obvious | Carl Vernon.

13 Gedanken zu „Coronoia: Diffuse Ängste“

    1. Könnte ggf. auch Teil bzw. eine Variation des Plans sein: Mach eine Pharma-Firma erst riesengroß, um dann deren Pleite zum Auslöser für den endgültigen Zusammenbruch des Finanz- und Wirtschaftssystems werden zu lassen.

      1. Daß vor dem endgültigen Zusammenbruch erst noch die Hedge- Fonds abräumen, ist ja bekannt; dennoch bin ich nach wie vor der Meinung, daß es den kontrollierten Kollaps nicht gibt.

          1. Auch das könnte so gewollt sein.
            Die Initiatoren scheinen sich trotz eines durch sie verursachten Chaos sicher zu fühlen.
            Sie werden sich entsprechende Ressorts gebaut und Schutztruppen engagiert haben.
            Vielleicht haben sie sich aber auch verrechnet und gehen mit unter.

  1. Danke übrigens, Dennis, für den Link zum Gespräch mit Professor Schubert. Ich habe es gestern Abend geguckt und der Anfang, das Gespräch zwischen Jens und Spock, hat mich genervt. Dieses Gelaber über in der Liebe/im Herz bleiben, ich kann es nicht mehr hören. Dagegen fand ich den Beitrag vom Professor erfrischend, weil der kein Bock mehr hat jeden Dreck anzuhören.

  2. Danke fürs Abtippen, ich habe die Ausgabe von Fair Talk nämlich noch nicht angeschaut. Schubert sagt das gleiche wie zum Beispiel Desmet und Maaz, alle nennen die diffusen Ängste und soziale Isolation/Vereinzelung als Nährboden für die Corona-Psychose. Für 30 Prozent der Bevölkerung kann ich mir das auch vorstellen bzw. ich kann es nachvollziehen. Aber warum kenne ich ausgerechnet Coronoia- und Stechzwanganhänger, die entweder ein sehr soziales Leben führen mit vielen Freunden und guter Einbindung in die Familie (viel mehr als das bei mir der Fall ist) und keinen besonders stressigen Berfen, von denen durchaus nicht alle Angst vorm Virus haben, sondern offenbar einfach nur eine Sehnsucht nach Freiheitsbeschneidungen, Kontrolle und Überwachung? Die psychologischen Charakterisierng trifft auf sie überhaupt nicht zu und trotzdem frönen sie dem Wahn. Auch die Behauptung einiger Psychologen, wir alle, die ganze Gesellschaft litten in irgendeiner Form an früheren Tramatisierungen, will mir als Grund für den absoluten Gehorsam nicht einleuchten, das ist mir zu allgemein und spräche ja alle frei. Spielt nicht zumindest und speziell in Deutschland die ewige Lust am Totalitären eine Rolle und bietet die derzeitige Situation nicht vielen ansonsten machtlosen Menschen die Gelegenheit, andere zu kontrollieren, anzuschwärzen die Mehrheitsmeinung aufzudrücken? Ganz ehrlich, wirklich begreifen kann ich nicht, warum so eine große Masse an Menschen jeglichen Verstand und jegliche Empathie verliert und entweder aktiv mitmacht oder alles teilnahmslos geschen lässt, es will mir nicht wirklich in den Kopf.

    1. PS: Am ehesten kann ich mir genannten Gründe bei der jüngeren Generation vorstellen, die mit Smartphones aufgewachsen ist und zum Teil nur noch virtuelle „Beziehungen“ führt, den Bezug zu ihrer Umwelt im weitesten Sinne verloren hat (die sehen und hören ja überhaupt nichts mehr, weil ihr Blick immer aufs Display geheftet ist) und unter schlechteren Bedingungen arbeitet als die Generationen davor.

    2. Da kommt m. E. vieles zusammen. Ich als Misanthrop konnte ja schon seit meiner Kindheit hinter die Masken der Menschen blicken, hinter denen sie ihren meist widerlichen (autoritären) Charakter verborgen haben. Die überwältigende Mehrheit geht immer nur den Weg des geringsten Widerstands, passt sich an, unterwirft sich. Das sind oft auch Zwänge, die viele Menschen gar nicht als solche erkennen. Einen Blick dafür hat man nur, wenn man jene als solche erkennt und sich diesen verweigert, deren Auswirkungen spürt.

      Was auch oft ignoriert wird, auch in den psychologischen und soziologischen Analysen: Unsere gesamte, auf Lohnarbeit aufgebaute Gesellschaft basiert genau auf diesen Prinzipien: Befehl und Gehorsam. Wer auch nur im Geringsten ausschert, fliegt raus. DAS ist ja auch der wesentliche Grund, warum selbst die offenen Gegner dieses totalitären Irrsinns bspw. nicht Nein zu den Maulkörben, zu den Tests und allen anderen Quälereien sagen können oder wollen. Und daran knüpfen dann wieder andere Unfreiheiten an; wie z. B. Hartz IV oder die Mietsklaverei.

      Außerdem war es halt die am längsten und besten geplante Schock-Strategie aller Zeiten, die vor allem durch die Massenmedien generiert wurde. Das politische Framing von wegen „Solidarität“ (und „RechtsRechtsNaziNazi“) war ja gewaltig. Es traf auf eine entsolidarisierte Ansammlung von neoliberal verzogenen Egomanen („Wenn jeder nur an sich denkt, ist an alle gedacht!“), die endlich mal wieder Teil einer größeren „Gemeinschaft“ sein – und eben „solidarisch“ sein durften. Das sagt ja der Schubert auch.

      Und, auch klar, der Deutsche ist und war (historisch betrachtet) schon immer ein tendenziell autoritäres Arschloch. Roberto J. De Lapuente hat auch vor geraumer Zeit mal eine böse Geschichte darüber geschrieben, dass auch absolut böse Menschen häufig ein ziemlich „normales“ Leben führen.

      Nachgetragen sei noch ein Link zu einem Aufsatz von Erich Fromm aus dem Jahre 1957: „Zur Struktur der autoritären Persönlichkeit“.

      1. Ja, es gibt wohl eine Reihe von Ursachen, die die derzeitige Entwicklung erklären. Vieles davon wurde schon Jahrzehnte „vorbereitet“, so dass es jetzt auf fruchtbaren Boden fällt, vor allem in Deutschland. Über die neoliberal verzogenen Egomanen, wie du sie nennst, rege ich mich schon lange auf. Danke für die Links, den Text von Lapuente kannte ich nicht, er zeigt wahrlich die Banalität des Bösen. Was Fromm über den autoritären Charakter und die Unreife von Menschen schrieb, die das Bedürfnis haben zu gehorchen und sich anzupassen, schrieb, sagen heutige Psychologen auch. Nur hätte ich den Typ des autoritären „Führers“ nicht spontan ebenso der Kategorie des unreifen Menschen zugeordnet, sondern einfach dem Sadisten und/oder Psychopathen. Aber warum ist der Sadist sadistisch? Und da schließt sich wohl der Kreis, jedenfalls zum Teil. Auf jeden Fall sieht man gerade nur allzu deutlich, dass unreife Menschen mit autoritärem Charakter wenigstens in der deutschen Gesellschaft überwiegen. Ich hatte schon als Kind eine Abneigung gegen Menschen, die sich autoritär aufblähen und im Laufe des Lebens hatte ich öfter mit solchen Typen zu tun und zu kämpfen.

  3. Ich führe ja auch ein normales Leben.
    Keiner weiß, was ich mache, wenn ich aus dem Haus gehe.
    Erst seit Corona bin ich zumindest teilweise aufgeflogen.

  4. Alles wird uns als neu verkauft . Ein schönes Geschäftsmodell.
    Es werden Bücher über Bücher verkauft, über die neuen psychologischen Phänomene, welche
    „Corona“ sichtbar gemacht haben soll.

    Nichts davon ist neu. Das Verhalten der Massen ist so !
    Ausführlich kann man dies nachlesen bei:
    Erich Fromm: Anatomie der menschlichen Destruktivität
    Haben und Sein
    Ihr werdet sein wie Gott
    Sigmund Freud: Massenpsychologie
    Franz Andreas Völgyesi :Menschen – und Tierhypnose

    Die Experimente von Pawlow belegen dies physiologisch und psychologisch.
    Psychologische Kriegsführung basiert genau auf diesen Erkenntnissen.

    Völgyesi : Nerventypologische Konstellation
    1. Anlagemäßig und entwicklungsmäßig psychopassiv.
    2. Anlagemäßig psychopassiv, aber entwicklungsmäßig psychoaktiv.
    3. Anlagemäßig psychoaktiv, aber entwicklungsmäßig psychopassiv .
    4. Anlagemäßig und entwicklungsmäßig psychoaktiv.

    „Die anlage- und entwicklungsmäßig Psychoaktiven verdanken es oft der Selbsthemmung und einem Übermaß an Selbstbeherrschung, daß ihre ärgerliche Nüchternheit selbst in den glücklichsten Momenten ihres Lebens sie nicht verläßt. Meißt erkennen sie über sich keine
    Superiorität, keine fiktive Autorität an, selbst dann nicht, wenn sie aus Opportunismus vor ihr
    dienern. Sie sind misstrauisch gegen jedermann, auch gegen sich selbst und ihren Arzt. Ihnen
    imponiert nur die intellektuelle, auf konkretem Wissen basierende Überlegenheit.
    Die Psychoaktiven setzen sich nicht einfach auf den für sie bestimmten Stuhl, sondern drehen ihn
    um oder rücken ihn eingenmächtig weiter. Sie lassen sich nicht befehlen. “
    Völgyesi
    Die ersten drei Gruppen können bei den kulturell stark zurückgebliebenen, an Gehorsam gewöhnten , aber auch bei den disziplinierten Soldaten, Sportsleuten, Beamten bis zu
    80- 95 % anwachsen.

    Wir sollten uns bei dem weiteren Vorgehen, im Zuge des großen Erwachen auf den Zusammen-
    schluß der 4. Gruppe konzentrieren, um dann die anderen Gruppen zu erwecken.
    Vorallen erkennen , daß es Teil der psychologischen Kriegsführung ist, unsere Energie in die ach so wichtige “ Aufarbeitung und das gegenseitige Verzeihen “ zu binden.

    Die uns gestellte Aufgabe geht jetzt erst los.
    Es ist keine geringere Aufgabe als die Ersetzung des Menschen durch eine Maschinenzivilisation
    zu verhindern.

  5. Für mich ist klar, dass weiten Teilen der Bevölkerung völlig bewußt ist, daß es das Virus nicht gibt, sie aber trotzdem Maßnahmen einhalten und von anderen einfordern. Das betrifft mindestens mal die Politiker und Eliten. Aber auch die Ärzte können mir nicht erzählen, sie würden an die Pandemie glauben. Das ist mal ein Thema, über das man reden sollte.

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