Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 3)

Den älteren meiner beiden jüngeren Brüder habe ich vor allem während der Kindheit und Jugend sehr gerne vor seinen Freunden aufgezogen. Denn er nuckelte noch bis ins Grundschulalter hinein regelmäßig seinen von Mutti in der Mikrowelle aufgewärmten Kaba aus dem Babyfläschchen! Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr zu ihm, kann mir aber auch gut vorstellen, dass auch er zu den rund 85 Prozent (von mir geschätzt) gehört, die sich beim Einkaufen regelmäßig als infantile Volldeppen outen, indem sie sich (völlig unbeeindruckt vom Wegfall der Pflicht) weiterhin den entwürdigenden Gessler-Lappen vor die Atemwege spannen.

Am Dienstag war wetterbedingt (ganztägig übelster Nieselsiff aus Nordwest) Einkaufspause. Heute ging es dann gegen Mittag ins andere Pirmasenser Kaufland (jenes in der Innenstadt). Auch hier stellte ich fest, dass die überwiegende Zahl der Angestellten keinen Lappen trug; was wohl nachvollziehbar ist, wenn man rund zwei Jahre lang über den gesamten Arbeitstag(!) dazu genötigt wurde. Ich will nicht wissen, was sich da alles an Plastik, Textilfasern, Giften und anderem ungesundem Zeugs in den Lungen und Atemwegen dieser Menschen angesammelt hat. Immer noch dystopisch wirken die gewaltigen Plexiglas-Wände, die hoffentlich sehr bald abgebaut werden. Kaufland scheint zumindest, was die Entfernung jeglicher Hygienepropaganda betrifft, relativ vorbildlich zu sein.

Als ich durch die Gänge streifte, musste ich leider feststellen, dass die Meldung, diverse Supermarktketten würden ihre Preise bei vielen alltäglichen Produkten um teilweise über 30 Prozent anheben, korrekt war. Am Montag bezahlte ich für die Packung Scheibenlyoner (200 gr.) noch 99 Cent. Zwei Tage später wollte man nun 1,29 Euro von mir. Arschlecken! Überhaupt ein verdammt gutes Timing! Da kannste fast zwei Jahre nix Frisches einkaufen – und dann erhöhen die Drecksäcke am zweiten Tag massiv die Preise. Aber das ist vermutlich eh nur das Warmlaufen für die richtige Inflation, die uns dann ins digitale Zentralbankgeld treiben soll.

Außer mir waren durchaus auch noch andere Kunden gesichtsnackt unterwegs; ich würde mal eine 75-prozentige Lappenquote schätzen. Als ich an der Information meinen Rucksack abholen wollte, stand da bereits eine junge Frau mit ihrer Tochter. Die Kleine und ich tauschten, während Mutti die Schoko-Bons reklamierte, einige Grimassen aus. Herrlich. Ich musste dabei auch an den Einkaufswagenabschlabberer im Juni 2020 in Frankreich denken. Außer einem Sixpack Schwip-Schwap und einer weiteren kleinen Packung gemischten Hackfleischs kaufte ich nix und fuhr wieder retour, um Letzteres in den Kühlschrank zu legen.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter auf meine eigentliche Tagesrunde. Im Contwiger Wasgau-Markt wollte ich mir noch eine Schale San-Lucar-Tomaten (im Angebot) kaufen; und natürlich abchecken, wie die Maulkorbquote hier aussieht. Es war schlimm; es waren wirklich fast nur Gesichtsmumien unterwegs. Immerhin verzichtete aber auch hier die Mehrzahl der Angestellten auf den Lappen. Während ich an der Kasse stand, beobachtete ich einen Mann, der seine Filtertüte erst während des Reingehens überstreifte; für mich ein klassischer Herdentriebler. Wäre in dem Moment nicht der ganze Bereich vor dem kleinen Postschalter und der Bäckerei mit Maulkorbzombies geflutet gewesen, hätte er ihn evtl. sogar weggelassen.

Anschließend fuhr ich weiter über die Berge und Täler der Sickinger Höhe und schaute gegen Ende noch im erst um 2020 herum eröffneten Netto in Rieschweiler-Mühlbach vorbei. Es war in dem Moment ziemlich wenig los im Laden; an der Kasse stand immerhin eine ältere Frau ohne Gesichtswindel. Die anderen Kunden waren, wie auch die Angestellten, während meines Einkaufs alle verschleiert. Ausgenommen die Kassiererin, die trug ihren Sabberlatz wenigstens ein Stück weit unterhalb der Nase, während sie meine beiden Packungen Geflügel-Mortadella (für je 99 Cent) und die Schokokekse über den Scanner zog.

Es wird halt bei sehr vielen noch eine ganze Weile dauern; manche werden (wie bspw. Michael Jackson damals) den Lappen nie wieder ablegen. Ich als alter Misanthrop habe auch nicht wirklich erwartet, dass insbesondere die masochistischen deutschen Michels die Dinger am Montag einfach verbrennen würden.


Folgebeitrag

Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 4)


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30 Gedanken zu „Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 3)“

  1. Ich hätte trotz aller Obrigkeitshörigkeit mit einer geringeren Maskenquote gerechnet, da ja angeblich 20% nicht geimpft sind und ich zumindest erwartet hätte, dass die ihre Masken sofort ablegen und dazu noch mindestens 10 -20%, die die Nase davon voll haben. Ich hatte somit erwartet, dass vielleicht noch 60-70% Maske tragen, aber keine 85-95%, wie das hier der Fall ist. Das hat mich doch vorgestern wirklich sehr schockiert. Bis heute hat der Anteil der Maskenkierten etwas abgenommen, aber wenn es in dem Tempo weitergeht, haben wir hier an Weihnachten noch 50% Maskenträger… Ich bin tatsächlich gespannt, wann die 50%-Grenze erreicht sein wird und dann kurz darauf aus Herdentriebsgründen vermutlich nur noch 0,01% Maskenträger. Momentan kann ich es so gar nicht einschätzen.

    Zu den Preisexplosionen: Billigtoast bei Netto (Vollkornmehl) von 80 Cent auf 1,40 EUR gestiegen (=75% Preissteigerung!!) Netto war jedoch wie üblich nicht schnell genug, um es in die Kasse einzuspeisen, somit bekam ich es gestern noch zum günstigen Preis. Eine Packung billigstes Toastbrot für 1,40 EUR ist schon wirklich heftig. Vor einem Jahr hat das 49 Cent gekostet, meine ich.

    1. Es gibt ja erstaunlicherweise auch einen gewissen, relativ stillen Anteil von „Impfverweigerern“, die sich selber gar nicht wirklich als Widerständige betrachten oder mit solchen vernetzen wollen. Hab ja vor einer Weile zufällig mit drei von denen geredet. Gibt ja auch unter uns durchaus einige, die in der Öffentlichkeit eher konformistisch auftreten.

      Im Grunde isses zwar für den ein oder anderen desillusionierend; es zeigt aber auch, wie wenige wir sind. Das hat sich u. a. ja auch bei inzwischen zahlreichen „Wahlen“ ebenfalls gezeigt. Die große Masse wird uns wieder ins Verderben reißen. Ich hoffe weiterhin darauf, mich möglichst zeitig irgendeiner Auswanderungsgruppe anschließen zu können. Coronazischland soll einfach verrecken.

      Zu den Preisen: Die für die Scheibenwurst (auch andere Sorten) waren übrigens in allen drei Märkten, in denen ich heute war, wie üblich sofort gleichgeschaltet bei 1,29 Euro. Auf die Preise bei anderen Artikeln hab ich nicht so detailliert geachtet; aber es war quasi alles mindestens 10 bis 20 % teurer als noch vor zwei Jahren. Wobei ich z. B. bei den Noname-Billig-Spaghetti auch ein wenig erschrocken bin. 79 Cent; also teurer, als wenn früher die Buitoni oder Barilla im Angebot waren. Das ist eine Verdopplung zum Vor-Corona-Preis von 39 Cent. Gerade Nudeln hatte ich mir die letzten beiden Jahre haufenweise bei Amazon bestellt; immer unter Ausnutzung aller möglichen Rabatte. Momentan ist dort fast alles ausverkauft. Oder auf einem ähnlichen Preisniveau. Bei Amazon haben sie in der letzten Zeit auch quasi alle Aktionen (wie Coupons oder Mengenrabatte) gestrichen.

    2. Dass es – hier – auch 80 bis 90 Prozent sind, die sich von dem liebgewordenen Lappen nicht trennen können, hätte ich ebenfalls nicht gedacht, obwohl ich von Natur aus nicht optimistisch bin.

  2. Eine Freundin hat mir geschrieben, dass heute 50% der Kunden in der Frankfurter Karstadt Filiale oben ohne war.

    Sie ist die einzige, die bei uns im Büro keine Maske trägt. Ich mache Home Office. Ich krieg schon Panikattacke, wenn ich nur daran denke, ins Büro gehen zu müssen. Ich will die Verrückten nicht treffen müssen. Ein Kollege hat ihr gesagt, dass er für die Impfpflicht ist. Ich hätte den umgebracht.

    Ich konvertiere übrigens alle Europreise nach Guldenpreise. Davon bekomme ich auch Panikattacke.

  3. Tag 4 der Verdummunggrad Testphase

    Heute Kaufland (von mir schon vor Corona „Geisterbahn“ genannt, wegen der gruseligen Gestalten dort) ca. 75% (wohlwollend betrachtet) bis 80% Gesichtsverweigerer.
    Wäre es nicht so traurig, könnte man das als Belustigung ansehen, den Lappen als Stirnaufschrift „Ich bin gerne dämlich“ zu interpretieren.

    Denke, gewisse Leute in Berlin bekämen feuchte Höschen bei dem Anblick.

    1. Die Quote ist doch gar nicht sooo schlecht. Aber ja, die Freiheit …!

      Ich weiß, ich langweile. 😉 Aber auch hier sind die Parallelen zu meinem radverkehrspolitischen Engagement unübersehbar. Quasi überall, wo ich teils über Jahre dafür gekämpft habe, den Radfahrern das Befahren gemeingefährlicher und diskriminierender Ghettos zu ersparen, sehe ich mind. 80 bis 90 %, die weiterhin in jenen (nun auch noch illegal) herumeiern. Und sich u. a. im Zuge dieser Todesfallen von Autofahrerinnen über den Haufen fahren lassen.

      Das gilt übrigens durchaus auch für hier Kommentierende. 😉

      Viren, Radwege, Angst und Unfreiheit.

      1. Da fragt man sich doch ernsthaft wie die Menscheit ohne Rechtsverordnungen, Nannystaat und Verantwortungsentzug über die Steinzeit hinaus kam! 😉

        … und wenn demnächst pauschal viele Menschen „ILLEGAL“ sind da GESUND, wenn juckts dann wo ich gesetzlos rumeiere!! 🙂

        1. Das mag sein; es hat aber auch verdammt lang gedauert, bis sie ohne all das aus ihren Höhlen herauskamen. ;P

          Sich aus Furcht, man könne als minderwertiges Radfahrergeschmeiß den automobilen Übermenschen in seinem vermeintlich grenzenlosen Recht auf ein bis aufs Bodenblech durchgedrückt werdendes Gaspedal „behindern“, auf alles, was nicht wie eine Fahrbahn aussieht, verdrücken, ist sicher Vieles. Aber keine Freiheit. Demnächst werde ich ggf. dazu auch mal einen Vortrag in einer uns bekannten Einrichtung halten. 😉

        2. Ich war übrigens heute Abend nach dem Sturm auch nochmal kurz im Kaufland (Innenstadt). Fast nur Fazialmumifizierte unterwegs. Auf der anderen Seite einen netten Schwatz an der Info mit einer der netteren (und nicht vermummten) Angestellten gehalten.

  4. Tag 4 des Maskentheaters:

    Weiterhin viele Maskenträger im Freien in der Fußgängerzone. Der dämlichste Anblick war heute eine 4-köpfige Familie, die allesamt im Nieselregen mit (bunten) Masken auf dem Gehweg liefen.

    Wenn ich Maskenlose in den Läden sehe, sind das in fast allen Fällen männliche Ausländer oder sozial Schwächere (meistens Pärchen).

    Im Eingangsbereich innen eines Geschäftes sah ich heute ein Pärchen, Mann ohne Maske, Frau mit Maske. In einem anderen Fall ging ein Rentnerpärchen auf ein Bekleidungsgeschäft zu (kein Maskenzettel an der Tür), er setze wie reflexartig die Maske auf, die Dame war sichtlich genervt und setzte sie kurz vor der Türe widerwillig auf. Da frage ich mich, was in solchen Leuten vorgeht? Keine eigene Meinung gegenüber dem Ehegatten? Angst, was die Leute denken könnten?

    Bei REWE waren vermehrt Maskenlose zu sehen (aber auch nicht mehr als zwei Hand voll), vorwiegend Jugendliche, hauptsächlich Jungs, aber auch ein paar Mädels darunter.

    Rossmann habe ich nur zum Maskenrundgang besucht. Das Bild war wieder erschreckend: bestimmt 90-95% Maskenträger, so gut wie alles Frauen. Zwei Frauen (Mutter und Tochter) jedoch waren dabei, die keine Maske trugen. Auch hier wieder das gleiche: die passten nicht ins Bild der akademischen Mittelschicht, sondern wirkten eher einfacher.
    Um das mit den sozialen Schichten zu überprüfen, ging ich extra in einen Backshop, in dem hier normalerweise nur sozial Schwächere verkehren, dort wiederum hatten alle Besucher Masken auf, obwohl im Innenbereich an den Tischen allesamt Unmaskierte saßen, die etwas aßen oder tranken. Die Kassiererin hatte keine Maske auf.

    Gegenüber gestern keine nennenswerte Erhöhung der Unmaskierten. Dafür waren jedoch an sehr vielen Läden keine Maskenschilder mehr zu sehen. Auch das Maskenschild mit der durchgestrichenen Maske von Karstadt war entfernt und es hing gar kein Schild mehr da. In einem anderen Laden, an dem gestern noch ein Maskenpflicht-Schild hing und den ich ohne Maske betreten hatte, hing heute ein Schild, dass die Maske freiwillig getragen werden kann.
    Mir scheint, als hätten sehr viele Läden ihre „Hausrecht-FFP2Maskenpflicht“-Schilder entfernt. Die Stadtverwaltung ‚gestattet‘ auf einem heute neu aufgehängten Schild FFP2, OP oder Alltagsmasken, was jedoch kein nennenswerter Vorteil ist, da das Hörigkeitssymbol Maske bleibt.

    Ach so, und bei Netto, in dem auch viele sozial Schwächere einkaufen gehen, war außer mir in einer Schlange von 10 Leuten mal wieder niemand ohne Maske. Immerhin trug der Kassierer keine. Was mich wütend macht, ist die auffällige Masken-Hörigkeit unter Frauen. Wenn ich es mit meinem Eindruck verknüpfte, dass auch bei den FFF-Demos vorwiegend Frauen die Tonangeber sind, ahne ich für die Zukunft Böses. Ich halte es für absolut notwendig, weg vom reinen Intellekt und brachialen Hau-Ruck-Methoden zu kommen, die man eher der männlichen Ecke zuordnen würde, aber wenn Weiblichkeit blinde Hörigkeit getarnt als Solidarität bedeutet, sind mir die brachialen Macho-Methoden lieber, da weiß ich nämlich wenigstens was ich (schlechtes) habe und werde direkt damit konfrontiert und nicht mit dieser Heuchelei von Gutmenschentum.


    Anm. DS: Bitte hin und wieder die Wortwahl überdenken; vor allem, was die neoliberale Scheißhausparole „sozial schwach“ betrifft.

    1. Ich schreib immer „die Assis“ das ist einfach treffender.
      Die Allermeisten von denen haben sich „sozial“, was immer man auch darunter versteht, eben ausgeklingt.
      Genau so wie meine Wenigkeit, nur halt aus ganz anderen Beweggründen. 😉
      Auch mit diesen Leuten ist kein Staat zu machen, egal welcher auch immer gemeint ist…lach.
      Links ist tot, der Mittelstand ist verkopft und hat „German Angst“…ja und das war’s dann halt.

    2. „Bitte hin und wieder die Wortwahl überdenken; vor allem, was die neoliberale Scheißhausparole „sozial schwach“ betrifft.“

      @D.S.: Danke für den Hinweis. In der Tat ist der Begriff ’sozial schwach‘ irreführend, weil ‚arm sein‘ keine ’soziale‘ Schwäche ist. Hast du einen Verbesserungsvorschlag? „Untere Einkommensschichten“? An diesem Begriff sehe ich auf den ersten Blick nichts unlogisches und nichts diskriminierendes, außer dass die Definition aufs Einkommen abzielt. Die „Abgehängten“ ist ja auch keine feine Sprache und davon würde selbst ich mich beleidigt fühlen. Eigentlich geht es um die Menschen, die außerhalb der normalen Geselschaft stehen, weil sie anders sind. Es ist ja sicherlich auch kein Zufall, dass niedriges Einkommen und soziale Aufmüpfigkeit bzw. Selbst-Denkertum gehäuft zusammen auftreten. Wer eine eigene Meinung hat und den Mund aufmacht, der kommt im Kampf um die beruflichen und sozialen Posten ja meistens nicht weit.
      Ich hätte die Menschen auch gar nicht klassifizieren müssen, aber mich macht es wütend, wenn ich diese Filtertüten-Junkies mit ihren teuren Outdoorjacken und Markenfahrrädern die keine 2 Jahre alt sind, sehe, die in jedem Laden so gut wie immer mit Maske anzutreffen sind und dann sieht man die Leute ohne Filtertüte und die scheinen einer ganz anderen Schicht anzugehören. Man kann auch „Unterschicht“ sagen, der Begriff wird offiziell verwendet, aber den Begriff finde ich auch diskriminierend.

      1. Wenn du daran nichts diskriminierendes finden kannst, hat die Propaganda bei dir schon sehr gut gewirkt.

        „Sozial schwach“ ist neoliberaler Neusprech für den NS-Ausdruck „asozial“. Nur, weil du wenig Geld hast oder den Anschein erweckst, heißt das nicht, dass du „gesellschaftsschädlich“ bist. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Oder „Wer kein Geld hat oder die falschen Klamotten trägt, ist Abschaum“. Das ist sich primär an Lohnarbeit und äußerer Statussymbolik orientierender Klassismus. Victim Blaming im Rahmen eines kranken Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Die pauschale Abwertung anderer Menschen. So, wie das die Menschen mit mir armem Schlucker (und auf „Dresscodes“ Scheißender) auch schon vor Corona ständig getan haben. Und wie das die „Geimpften“ mit den „Ungeimpften“ auch tun.

        Diese „sozial Schwachen“ scheinen sich aber offenkundig eher den intellektuellen Luxus leisten zu können, auf den Coronazi-Lappen zu verzichten, während die vermeintlich „sozial Starken“ (mit Job und Kohle) weiterhin die Monstranz der neuen Asozialität und Unmenschlichkeit in ihren Hackfressen durch die Gegend trägt.

        1. „Wenn du daran nichts diskriminierendes finden kannst, hat die Propaganda bei dir schon sehr gut gewirkt.

          „Sozial schwach“ ist neoliberaler Neusprech für den NS-Ausdruck „asozial““

          <–
          Meine Güte, liest du die Beiträge auch erstmal durch, bevor dein Kränkungsmechanismus anspringt und du Menschen Dinge unterstellst?!?! Ich hatte nach deinem Hinweis sogar zugegeben, dass der Begriff 'sozial schwach' unklug von mir gewählt war und dich netterweise sogar um einen Verbesserungsvorschlag gebeten, um lösungsorientiert zu arbeiten. Das scheint dir immer noch durchaus schwer zu fallen.

          1. Sorry, aber das ist halt meine Ansicht. Gerade nach den letzten zwei Jahren Orwell pur habe ich absolut keinen Bock, in Sachen alt-neoliberaler Sprachvergewaltigungen wieder bei jedem Einzelnen bei Null anzufangen. Die Sprache bestimmt zu einem nicht unerheblichen Teil das Denken. Nicht erst seit dem Corona-Neunormalsprech.

            Ich bin auch nicht zuständig dafür, anderen die Worte vorzukauen, die sie stattdessen verwenden sollten. „Unterschicht“ ist aus den von dir angeführten Gründen ebenfalls diskriminierend.

            Und ja, es war eigentlich nur eine Anmerkung am Rande; deinen Kommentar würde ich ansonsten weitestgehend so unterschreiben.

          2. „Sorry, aber das ist halt meine Ansicht. Gerade nach den letzten zwei Jahren Orwell pur habe ich absolut keinen Bock, in Sachen alt-neoliberaler Sprachvergewaltigungen wieder bei jedem Einzelnen bei Null anzufangen.“

            Ich habe selten einen Menschen erlebt, der über weniger Empathie verfügt, als du es tust. Um was geht es eigentlich in deinen Kommentaren zu den Beiträgen? Dass du dir selbst gerecht wirst oder dass du mit deinen Mitlesern kommunizierst??? Erst wirfst du einem vor, dass man ein diskriminierendes Wort verwendet hat und wenn man sich sogar einsichtig zeigt, kriegt man einen vor den Latz von dir und du spielst dich auf, als wärst du der Einzige, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Null Dialogfähigkeit. Du kannst mich mal. Und dann heul nicht wieder rum, dass du samstag abends auf deiner Seite nur 2 Klicks hast. Armleuchter.

          3. Das ist ein öffentlicher Raum. Wenn ich sozialdarwinistischen Bullshit lese, gebe ich meine Meinung dazu ab. Warum schätzt du dich eigentlich selbst nicht als „sozial schwach“ ein?

            Naja, egal. Es zwingt dich keiner, hier zu lesen oder zu kommentieren. Kritik verträgst du offenkundig überhaupt keine, sonst würdest du nicht umgehend persönlich werden.

      2. Ich würde statt „sozial schwach“ einfach „finanziell schwach“ verwenden. Denn, wie gesagt, wer wenig Geld hat und/oder arm ist, ist deshalb nicht gleich „asozial“. Das gleiche gilt übrigens für „bildungsferne Schichten“. Auch diese neoliberale Vokabel unterstellt, dass finanziell schwache, also von Armut betroffene Menschen, dumm seien.

        Beide Begriffe unterstreichen das neoliberale Bild: wer wenig Geld hat, sei asozial und dumm. Damit ließen sich dann öffentlichkeitswirksam, soziale Kürzungen viel besser verkaufen. Denn wer will schon Dummen und Asozialen das Geld hinterherwerfen? Agenda 2010, Schröder, Hartz 4, Lohndumping etc.

        Diese Propaganda haben wir vor der Corona-Zeit jahrelang gehört und gelesen. Man hat eben automatisch diese Vokabeln übernommen. Der Hinweis von Dennis ist durchaus angebracht, aber ihr müsst euch deswegen doch nicht gleich wieder an die Gurgel gehen.

        1. @epikur
          Ungebildet oder wenig gebildet (»bildungsfern») oder dumm ist aber nicht das gleiche wie finanziell schwach. Man kann arme Schlucker haben, die intelligent und/oder (sehr) gebildet sind. Und reiche, die nicht bis drei zählen können. Und fast alle Unterarten dazwischen.
          Keine Bildung und als Folge davon kein Geld war früher mal eine Abfolge, die sich kaum ändern ließ (und die wiederum in keine Bildung und als Folge davon kein Geld für die Kinder mündete), daher stammen wohl noch die einstigen Begriffe.

          Was man nicht vergessen darf, ist folgendes: wer einmal in irgendeiner Richtung gesellschaftlich abgehängt ist, dem fehlt es dann in Folge oft genug auch an anderem. Und wer infolgedessen heruntergemacht wird und evtl. ausgegrenzt, der oder die nährt sich dann möglicherweise von Haß oder denen fehlt es einfach nur an menschlichem Umgang. Das kann sich dann schnell zu einer Abwärtsspirale entwickeln.

          Das einfach mal so wertfrei dahingestellt, ist deswegen nicht jeder bildungsferne oder mit wenig Geld herumkrebsende Mensch sofort trotz allem ein guter, empathievoller, intelligenter Mensch. Genausowenig wie jemand mit Geld, Macht und/oder Einfluß nicht automatisch ein Schwein ist.
          Und wir alle sind menschlich und machen Fehler und mögen öfters mal was an anderen Leuten nicht. Da kommen dann ganz schnell Bewertungen heraus, die entweder abfällig klingen oder den Leuten als abfällig aufstoßen. Da muß man dann nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

          1. „Man kann arme Schlucker haben, die intelligent und/oder (sehr) gebildet sind. Und reiche, die nicht bis drei zählen können.“

            Vollkommen richtig! Aber die Tonalität und öffentliche Deutung von „bildungsfernen Schichten“ ist in der Mainstream-Presse immer auf finanziell schwache Menschen bezogen worden. Natürlich kann auch ein Reicher „bildungsfern“ sein, aber die Vokabel wurde nie so verwendet. Und darum geht es hier. Akademiker-Kindern oder Kinder von reichen Familien, wurde fast immer automatisch unterstellt, gebildeter zu sein.

            Letztlich ging es darum, von Armut betroffene Menschen negative Eigenschaften anzudichten, um die öffentliche Zustimmung zum Sozialabbau zu erhöhen. Also das gleiche Spiel, wie mit den Ungeimpften. Man dichtet ihnen negative Eigenschaften an (asozial, unsolidarisch, egoistisch, rechts etc.) und schon kann man politische Repressionen gegen diese Bevölkerunsgruppe leichter durchsetzen.

            In Deutschland läuft dieses „menschenverachtende Spiel“ leider immer besonders gut. Das ist den Politikern durchaus bewusst.

    3. Angst, was die Leute denken könnten?

      Das war doch schon immer die Triebfeder jeglicher sozialer Norm. Nur nicht aus der Reihe tanzen; vor allem, was die Klamotten oder das Äußere betrifft. Ich geh ja schon seit vielen Jahren immer während meiner täglichen Touren einkaufen. Da hab ich halt gerade im Winter immer eine lange Radhose unter irgendeiner Shorts. Obenrum halt eine Radjacke; auf der Rübe das Kopftuch. Manchmal werde ich ob meines pragmatischen Outfits angeguckt, als käme ich vom Mars. So gehe ich übrigens auch immer zu Gesprächen mit Verwaltungshanseln. Ich scheiße schon immer auf Dresscodes und Uniformierungszwang.

      Für mich läuft das derzeit alles unter Herdentrieb. Bevor der Dauerregen heute früh einsetzte, fuhr ich nochmal schnell ins große Kaufland; das gewohnte Bild: Zombies ohne Ende. Ich glaube auch nicht einmal, dass man das in einer nennenswerten Weise an Vermögens- oder Einkommensschichten festmachen kann. Wobei die „Studierten“ generell ob ihrer Fachidiotie und ihres Nimbus eher dazu neigen, nicht „negativ“ auffallen zu wollen. Versager wie ich, die nix (mehr) zu verlieren haben, zeigen halt Gesicht.

      1. „Obenrum halt eine Radjacke; auf der Rübe das Kopftuch. Manchmal werde ich ob meines pragmatischen Outfits angeguckt, als käme ich vom Mars. So gehe ich übrigens auch immer zu Gesprächen mit Verwaltungshanseln.“
        <– und dann wunderst du dich auch noch, dass dich niemand ernst nimmt… Die machen die Regeln, nicht du! Wenn du was von denen willst, musst du die Regeln mitspielen. Aber einen auf bockig machen und dann jammern, dass einen niemand ernst nimmt, ist einfach nur dumm.

        1. Danke fürs Kompliment. Mach weiter artig Männchen, zieh dich fein an, grüße Gesslerhüte, trag einfach wie alle anderen den Lappen – und reih dich bei den Zombies ein, denn du bist einer. Tschö mit Ö!

      2. Na, so ganz Unrecht hat er da nicht, wenn es um die Kommentare geht.
        Obwohl ich für meinen Teil keine Probleme damit habe..

        1. Auch du, Brutus?

          Ihr habt von dem Wort „Diskurs“ offenkundig keine Ahnung. Es war eine kurze Anmerkung, die er einfach hätte stehenlassen können. Er wollte eine Diskussion, meine ehrliche Meinung. Und die hat er bekommen. Aber nicht vertragen.

          Nachtrag: Und Ja, ich habe da in der Tat auch ein wenig was in den falschen Hals bekommen. Das entschuldigt jedenfalls nicht die persönlich werdende Eskalation zum Ende hin.

  5. Eine geimpfte Freundin hat mir gestern erzählt, dass sie „COVID“ gehabt hat. Das Schlimmste war die Quarantäne (sonst milde Symptome), weil ihre Töchter nicht von ihr angesteckt werden wollten (wegen der Testpflicht in der Schule) und sie sie mieden, obwohl sie zu dritt in einer kleinen Wohnung leben. Erst nach einer Woche Quarantäne ist sie wieder rausgegangen. Sie hat sich noch eine Woche länger krankschreiben lassen, weil man nach einer Woche Quarantäne „nicht sofort arbeiten kann.“ Das leuchtet ein.

    Um eine weitere Quarantäne zu vermeiden (sie muss sich testen, um ihre Mutter im Altersheim besuchen zu können, deswegen hat sie sich damals auch impfen lassen), trägt sie noch immer die Maske. Als ich sagte, dass die Maske offensichtlich nichts bringt, weil sie trotz Maske „COVID“ gehabt hat, hat sie mir Recht geheben. Wir haben dann später am Abend zusammen oben ohne einen Supermarkt besucht. Da gab es auch eine Polizistin mit FFP2-Maske. Ein Schreckensbild.

    1. boah ey wie peinlich. hör ich ja häufiger, daß sichh leute selbst „isolieren“, also selbst verknasten. wie doof ist das denn? würd ich nichmal im traum dran denken. aber die filtertütenfraktion ist klar in der mehrheit, die dialoge oft besser als jede satire. meist bin ich der einzige im laden ohne schweineschnauze, aber egal. zum radfahren: als radfahrer bist du in diesem land am arsch, ohne wenn und aber. meine meinung. {klein wg scheissetechnik}

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