Coronoia: Unerwünschte Kritik

Ich habe mir jetzt einige Zeit Gedanken gemacht, ob die Sache es überhaupt wert ist, hier thematisiert zu werden. Warf man mir doch neuerdings auch vor, ich hätte – welch frevelhafte Tat! – öffentlich über meine eher unschönen Erlebnisse im Zuge jener Gruppierung, in die ich zu Beginn des Jahres fand, (ziemlich vage) berichtet. An der positiven Propaganda hingegen hatte man nichts auszusetzen. Letzten Endes trat ich diese Woche offiziell aus dieser Gruppierung aus. Nicht wegen der zahlreichen netten Menschen, die ich dort kennenlernen durfte. Sondern wegen der Art und Weise, wie die leitenden Personen mit von mir geäußerter sachlicher Kritik an deren Entscheidungsfindung umgingen.

Jene Unfähigkeit, Offenheit gegenüber anderen Sichtweisen (zu eigentlich relativ harmlosen Themen und Vorgängen) zuzulassen, führte letzten Endes eben dazu, dass ich mich über mehrere Wochen fast völlig zurückzog. Wie man mich mit dem Mittel der Ignoranz bestrafte, spiegelt auch eine Einseitigkeit und Vernageltheit nicht weniger Menschen wider, die ich schon im Sommer 2020 und in der nachfolgenden Zeit im Zusammenhang mit dem Niedergang von „Querdenken“ wahrgenommen und auch immer wieder kritisiert hatte.

Bei vielen Menschen ist der Wunsch nach einer heilen, von allen „bösen“ (oder „negativen„) Einflüssen befreiten Welt, in der sich alle in allem einig sind, in der nicht „gestritten“ werden darf, so groß, dass im Endeffekt auch hier ähnliche soziologische Prozesse entstehen, die wir auch bei der großen Masse erlebten; als jene uns aktiv aus der Gemeinschaft ausgrenzten oder zumindest kein Problem damit hatten, dass wir nicht mal mehr zum Friseur, in den Baumarkt oder in die Uni durften.

Zuletzt erzeugte bspw. auch ein (für mich viel zu langes, daher nicht angesehenes) Interview zwischen Elijah Tee und Markus Haintz (unter anderem über den Saalfeld-Skandal) für einen (kleinen) Sturm der Entrüstung. Zumindest bei all jenen, die immer noch meinen, Ballweg, „Querdenken“ und wie sie sonst noch alle heißen, hätten im Endeffekt keine (oder zumindest keine großen) „Fehler“ begangen. Aber genau das war von Anfang an ein Problem; dass wir das mit dem, was wir von denjenigen, die uns ausgrenzen, fordern – nämlich Kritik und freie Meinungsäußerung – in unseren Kreisen gerne selber vergessen. Zumal das Gefühl von Dankbarkeit, in dieser dunklen Zeit auf andere Menschen zu treffen, deren Schicksal man in wesentlichen Punkten teilt, leider auch in gewisser Weise blind macht. Man blendet in die falsche Richtung gehende Entwicklungen solange aus, bis es zu spät ist. Stattdessen erschlägt man die anderen (welch bittere Ironie) sehr gerne mit der Totschlag-Keule, auf der „Spaltung“ geschrieben steht.

So haben sehr viele dann auch keine Probleme damit, wenn gewisse Gruppierungen auf eine relativ autokratische und auch nicht besonders transparente Weise geführt werden. Ähnlich wie beim großen Chef-Veterinär dürfen die Entscheidungen der Anführer (gerne auch weiblichen Geschlechts) ebenfalls niemals hinterfragt, niemals infrage gestellt werden. Wir werden dann auch in der Masse selbst wieder nur zu Schafen, die irgendwelchen (anderen) Hirten hinterherlaufen.

Ich bin aber halt nun einmal (auch auf der Seite der Gegner des Corona-Faschismus) kein Schaf. Ich bin ein ehrlicher und offener Mensch, der auch in unseren Kreisen Kritik übt, wenn seiner Meinung nach Kritik von Nöten ist. Und das tue ich insbesondere, wenn der Umgang nicht nur mit sachlicher Kritik, sondern auch auf der zwischenmenschlichen Ebene mit dem Kritiker selbst einen grundsätzlichen Mangel an Respekt offenbart. Und ich persönlich halte es eben für besonders respektlos, von dem einen auf den anderen Tag eine bislang schon fast freundschaftliche Kommunikation einzustellen. Es hat etwas von einem Drosten, der „etwas besseres zu tun habe“, als sich mit den Ansichten anderer zu befassen. Es ist ebenfalls eine (passive) Form des Cancelns, den Kritiker und seine Kritik einfach zu ignorieren. Er ist es nicht (mehr) wert, dass man sich mit ihm noch befasst.

Nun erlebte ich in jener Gruppierung von anderen Mitgliedern auch das, was ich im Zusammenhang von Gruppenprozessen und starken Autoritäten immer erlebe: Selbstzensur. Man traut sich nicht, etwas zu sagen, denn es könnte einem ja negativ ausgelegt werden. Man könne sich bei den „wichtigen“ Leuten unbeliebt machen. Bei mir war es auch so, dass sich niemand traute, zu „vermitteln“. Was ist hier bitteschön noch anders als im Mainstream? Was bitte sagt das über den Grad von „Meinungsfreiheit“ in solchen Gruppen aus? Hatten wir uns da nicht auch gefunden, weil wir sonst unsere Meinung nicht mehr frei sagen durften, ohne persönliche „Konsequenzen“ befürchten zu müssen?

Ich war in jener Gruppierung ziemlich lange eine relativ unbedeutende Person, der man nach einiger Zeit in einem ziemlich unbedeutenden Bereich eine gewisse Funktion bzw. Verantwortung übertrug. Man betrachtete mich allerdings wohl doch nur als stupiden Befehlsempfänger, denn Entscheidungen, die eben meinen kleinen Teilbereich betrafen, wurden mir einfach von oben herab verkündet. Meine Meinung spielte für die Entscheidungsfindung keine Rolle. Bin ich zu „sensibel“, wenn ich diese Art der Kommunikation und Entscheidungsfindung für vollkommen undemokratisch und (auf persönlicher Ebene) indiskutabel halte?

Jedenfalls komme ich mir im Nachhinein ein wenig doof vor. Ich habe mich zu sehr „gehenlassen“. Ich war zu euphorisch. Hatte gedacht, dieses Mal werde alles anders. Es würde sich evtl. irgendetwas ergeben, was mich beruflich oder finanziell aus meiner Ungewissheit herausholt. Ich habe Texte (wie jenen über das alberne „Kater-Verbot„) geschrieben, die mir im Nachhinein sogar ein wenig peinlich sind. In einer Serie würde man das wohl mit „Out of Character“ beschreiben.

Letzten Endes haben diese Erlebnisse meine Misanthropie wieder bestärkt. Und nur noch einmal zur Klarstellung: Die Leute in der Gruppe waren nicht das Problem. Das Problem war und ist der (teils respektlose) Führungsstil. Man wird allerdings damit leben müssen, dass ich auch hier wieder öffentlich Kritik geübt habe (ohne irgendwelche Namen zu nennen). Immerhin habe ich den Schneid (und die Eier), meine alles andere als massenkompatible Meinung (nicht nur zu Corona) unter meinem Namen in meinem Blog zu äußern. Und eben nicht nur (wie andere) im Verborgenen zu agieren.

Das war allerdings dann auch das letzte Mal, dass ich mich zu dieser Gruppe geäußert habe. Ich wünsche all jenen, die noch dabei sind, dass sie auf lange Sicht bessere Erfahrungen machen als jene, die ich machen musste.


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11 Gedanken zu „Coronoia: Unerwünschte Kritik“

  1. M.E. ist dass das gleiche Problem, wie mit den Leuten, die sich da so öffentlich für“uns“ einsetzen.
    Ich habe es ja schon des öfteren angesprochen, das die meisten Leute eben aus einem ganz anderen Universum kommen, als Du oder auch meine Wenigkeit.
    Elija Tee, der Markus Haintz, oder auch Gunnar Kaiser und vor allem auch diese Ulrike Guérot, die seit neuestem in aller Munde ist, oder gar dieser unsägliche Reitschuster, haben alle ganz andere Agenden, sind völlig anders gestrickt eine andere Motivation und auch Intention, kommen aus einer anderen Ecke, jedenfalls nicht „links“ (zumindest das, was ich darunter verstehe) und vor allem benennen sie oft gar nicht erst das eigentliche Problem.
    Ich denke, das sich das bei deinen Leuten ganz ähnlich verhält, wenn auch vielleicht in einem etwas anderen Maße.
    Das Einzige was sie nämlich eint, ist die Gegnerschaft der Coronamaßnahmen.
    Schon bei der so genannten „Impfung“ wird es meist schon erheblich schwieriger einen Konsenz zu finden.
    Geschweige denn, wenn es darum geht, wer wirklich dahinter steckt, oder wie man eine Lösung herbei führt.

    1. Dazu habe ich dir ja auch schon unzählige Male meine Meinung geschrieben. Du wirst alleine nix erreichen – und musst dementsprechend Bündnisse mit Leuten eingehen, die zumindest in diesem Punkt das gleiche Ziel wie du verfolgen. Leider machen nicht nur Leute wie du, die von anderen stets zu 100 % Perfektion und Übereinstimmung einfordern, sondern auch jene, denen es oft an einer wirklich ausgeprägten (kritischen) politischen Einstellung oder Philosophie (sowie Anstand) mangelt, es einem unheimlich schwer, wenigstens in diesem Punkt zusammenzuarbeiten.

      1. Damit hast du schon das Wesentliche von dem gesagt, was ich auch gerade zu deinem Artikel schreiben wollte.
        Ich möchte es trotzdem noch mal mit meinen Worten sagen:
        Die Menschen sind so wie von dir oben beschrieben.
        Das waren sie schon immer und werden es wohl auch immer sein.
        Ich will das gar nicht werten, es wird wohl evolutionär entstanden sein.
        Es ist trotzdem zum Nachteil der Mehrheit. Wir werden davon wegkommen müssen, wenn wir eine erstrebenswerte Zukunft haben wollen.
        Die von dir beschriebene Gruppe, und ich habe hier auch eine solche gefunden, ist diesbezüglich wohl trotzdem noch weit besser als die Mehrheit der Bevölkerung.
        Wenn es mit denen nicht geht, mit wem denn dann?
        Ich versuche daher, Kompromisse zu schließen, die Inkompatiblen zu ignorieren oder zu meiden, und mit den Verträglichen eine bessere Zukunft zu gestalten.
        Es ist in diesem Fall mal wirklich alternativlos.
        Ich kann dich aber gut verstehen. Wenn die autokratischen Führungsnaturen zuviel Dominanz erlangen, ist eine Zusammenarbeit nahezu unmöglich.
        Ich hoffe trotzdem immer noch, daß sich das alles gesellschaftlich in eine gute Richtung entwickelt.

  2. Ja, klar,
    Es kann einfach nichts werden, wenn jemand bpws. gegen die Maßnahmen ist, aber nicht den Kapitalismus abschaffen, aus der NATO und UNO/WHO austreten möchte, alle Religionen als potentielle Gefahr sieht und Überbevölkerung negiert.
    Denn, in der grundlegenden Analyse war die herrschende Klasse immer führend.
    Nur, ihre Methoden der Verwirklichung waren natürlich immer auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

  3. Darüber mußte ich gezungenermassen oft sinnieren.

    Das die sogenannte Gegenseite ja wie ein mächtiger Strom in seiner Abartigkeit daherkommt.
    Der lateinische Begriff dafür lautet „fasces“- Das Rutenbündel – davon leitet sich der Begriff „Faschismus“ ab.
    Und ebenso wie sich das Narrativ in seiner Perversion übertrifft, scheint der gebündelte Irrsinn an Fahrt aufzunehmen. Auf der Irrenplattform Twitter schreien sie Ihre Dummheit durch den Äther über die Dächer. Was ich da schob für S(atan)statements lesen durfte schlägt einem die Grimasse ins Gesicht .
    Als Konterpunkt dann der sogenannte Widerstand, der sich völlig aufreibt in Selbstarstellung und Kleinstscharmützeln.

    Persönlich habe ich den Eindruck wir haben / hätten die kritische Masse und den Punkt des Kippens weit überschritten – Diametral zur immer weiter heiss laufenden Propangasuganda erh … Propaganda des immer für eine Lächerlichkeit daseienden Wahrheitsministeriums …

    Oft genug erlebt man dann noch im Gespräch die immer wohl klingenden, salbenden Worte des michelnden Almans aka …
    Ei wisse se – da kann man eh nix mache – des is doch alles Zeitverschwennung – und des hat doch alles keinen Sinn – ei wisse se … etc etc MUUUUUH und Määääh ….
    Statt sich zu konsolidieren und selbst auf kleiner Ebene Sand zu sein im Getriebe des Systems …

    Weil im Gegenzug der Schluss gezogen werden muß:
    Immer den Kopf hinhalten und am besten nicht bewegen, wenn dir der Staat aufs gebückte Haupte scheisst – mit Verlaub gesagt Herr Woyzeck …

    In Kürze liegen Gewürze …

    Egal ob der andere sich marginal von meinen Meinungen – wohlgemerkt Meinungen unterscheidet.
    Wir sollten uns da wesentlich offener und wohltuender zeigen – wenn es um das gemeinsame Ziel geht diesem faschistischen Dreckssystem die Stirn zu bieten !
    Was da auf uns zurollt bügelt sämtliche Differenzen aus den ungebügelten Socken –
    Soviel is klar !

  4. Wenn ich das so lese, scheint es mir so, als würde es der Gruppe an Toleranz, Diskussionskultur und Demokratieverständnis mangeln und auch an Respekt. Schade.

  5. Zwischenmenschliche Komunikation ist auch immer Beziehungsarbeit. Das geht leider gar nicht anders, egal wie stark die eigenen (auch kritischen) Argumente sind – wenn der Andere etwas gegen Dich hat, wird er Dir niemals „Recht“ geben. Da ist dann das politische Milieu vollkommen egal. Insofern reagieren auch die Impf- und Maßnahmenbefürworter. Es geht nur noch um Bockigkeit, Rache und Recht-Haben.

  6. Das gleiche ist mir passiert in „Die Linke/PDS“ und anderen politischen Gruppen, schon vor Corona.

    Das sind die Machtprozesse in diesen, potentiell mächtigen, Gruppen, in denen nicht alle Freunde sind, aber alle so tun als ob. Als naiver einzelner Neuankömmlimg ist man da sofort an Rand, auch als z.B. Universitätsprofessor, außer man wird als Kandidat gebraucht (Professor auf dem Wahlzettel macht sich gut).

    Deshalb sage ich, dass das nicht an Dir liegt und immer so ist, da widerspreche ich auch Ute und epikur.

    Eien gute Gesprächskultur hast Du vielleicht im Fußballverein, aber nicht in einer offenen politischen Machtgruppe.

    1. Darin liegt aber auch die Tragik mit dieser Gruppierung: Sie ist noch nicht einmal in besonderer Weise politisch. Sie ist gegen Corona. Und das war es dann schon. Die ganzen Aktivitäten in deren Rahmen sind auch überwiegend unpolitisch. Ironischerweise wurde bereits eine Weile vor mir einer weggebissen, weil er u. a. forderte, die Gruppe müsse genau das sein: politisch. Aber das gehe letzten Endes nur in der Öffentlichkeit – und nicht im Verborgenen.

      Eine nennenswerte Diskussionskultur gibt es diesem Land vermutlich schon seit den 70ern keine mehr.

      1. Anfang der 80er, (nach dem Startbahndebakel ) so 83, 84 war es damit dann vorbei.
        Da wurde dann plötzlich alles schicker und man widmete sich der Hochfinanz oder besser dem Neoliberalismus zu.
        Auch im Ausland war es gut zu beobachten.
        Das war auch die Zeit, wo ich am meisten gesehen habe von der Welt.
        Ich war ab 82 praktisch nur noch auf Reisen und da fällt es einem halt eher auf, wenn man dann mal wieder in D-Land ist.

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