Coronoia: Eichmänner und -frauen

Am Montag konnte ich mir auf einer Bank am Sägmühlweiher in Ludwigswinkel die letzten beiden Kapitel von Hannah Arendts „Eichmann in Jerusalem“ zu Gemüte führen. Ein Klassiker, für den ich mich schon immer interessierte, für dessen Lektüre ich jedoch nie die Zeit (als auch nicht das Geld) hatte. Danke nochmal an den Buch-Spender. Arendt machte sich mit diesem „Bericht von der Banalität des Bösen“ einstmals bei so ziemlich allen unbeliebt. Vor allem, weil sie in Adolf Eichmann, den Israel völkerrechtswidrig aus Argentinien entführen ließ, nicht DEN Architekten der Endlösung, sondern im Endeffekt nur einen austauschbaren Bürokraten innerhalb eines totalitären Systems sehen konnte.

Arendt befasst sich hauptsächlich mit den im ersten Prozess vor dem Jerusalemer Bezirksgericht vorgebrachten Argumenten der Anklage und ergänzt jene durch Ergebnisse eigener Recherchen, die die Behauptungen der (politisch gesteuerten) Staatsanwaltschaft, Eichmann sei der Hauptschuldige an den im Verlaufe der Nazi-Zeit gegenüber dem jüdischen Volk ausgeübten Verbrechen, in meinen Augen schlüssig widerlegten.

Sie sah in Eichmann in erster Linie einen Sündenbock, der zwar sehr genau wusste, was da geschah und dass er (wie viele andere auch) seinen bescheidenen Anteil daran leistete; weigerte sich jedoch, ihm eine Bedeutung beizumessen, die er schlicht nicht besaß. Er war ein jämmerlicher Bürokrat, der der politischen Führung folgte; jedoch ohne bedeutendere Weisungs- oder Entscheidungskompetenzen.

Nach Arendts Interpretation war Eichmann auch kein fanatischer judenhassender Nazi, sondern eher in erster Linie ein klassischer Mitläufer, der seine etwas gehobenere Position innerhalb des Systems auch mehr oder weniger aufgrund einer Aneinanderreihung von Zufällen erreichte. Er passte sich dem „Zeitgeist“ an, stellte keine kritischen Fragen, erfüllte fleißig seine Aufgaben und wurde hierfür vom System belohnt.

Also so, wie das vor allem in den letzten 2,5 Jahren im Zuge des Corona-Faschismus die allermeisten Beamten in unserem ach so „freiheitlichen“ und „demokratischen“ System auch getan haben, als sie u. a. Bescheide versandt haben, wonach Kleinkinder im eigenen Haushalt „abzusondern“ seien oder sie „Betretungsverbote“ gegenüber „Ungeimpften“ angeordnet haben. Von den kriminellen Gewalttaten schwarz uni(n)formierter Büttel ganz zu schweigen.

Die Perversion der gegenwärtigen „Mentalität“ von Bevölkerung und Medien im Hinblick auf den gegen „Umgeimpfte“ immer noch fortwährenden Staatsterrorismus besteht auch darin, dass man sich, in einem Land, in welchem einem von Kindesbeinen an eingetrichtert wird, sich jeglicher Anfänge zu erwehren, jeden historischen Vergleich darüber, dass hier (nicht nur über menschheitsverbrecherische „2G-Regelungen“) eine Bevölkerungsgruppe zu Bürgern zweiter Klasse herabgewürdigt wurde, zu schenken habe, da dies eine „Verharmlosung“ der damaligen Verbrechen darstelle.

Sie waren seit dem 30. Januar 1933, gelinge gesagt, Bürger zweiter Klasse; ihre fast vollkommene Isolierung von der übrigen Bevölkerung war eine Angelegenheit von Wochen, noch nicht einmal Monaten gewesen – eine Folge des Terrors, aber auch der außergewöhnlichen Bereitschaft ihrer Mitbürger, sie im Stich zu lassen.

Dies schreibt Arendt auf Seite 114 über die Folgen der Nürnberger Gesetze; also formell in Gesetzesform geronnenes und verbrecherisches Unrecht. Arendt beschreibt 15 Seiten weiter, wie auch heutzutage ein Großteil der (auch bewusst kompromittierten) Mitläufer mit der Situation umzugehen vermag:

Allen aber war zur Gewohnheit geworden, sich selbst zu betrügen, weil dies eine Art moralischer Voraussetzung zum Überleben geworden war; und diese Gewohnheit hat sich so festgesetzt, daß es heute noch, 18 Jahre nach dem Zusammenbruch des Naziregimes, wo doch der spezifische Gehalt jener Lügen so gut wie vergessen ist, manchmal schwerfällt, nicht zu meinen, daß Verlogenheit und Lebenslüge zum integrierenden Bestandteil des deutschen Nationalcharakters gehören.

Gerade heute, im Zuge einer pathologischen Form der (neuen) Normalität, haben die auf Seite 400 formulierten Worte über ein Rädchen innerhalb eines unmenschlichen Apparats eine besondere Bedeutung:

Das Beunruhigende an der Person Eichmanns war doch gerade, daß er war wie viele und dass diese vielen weder pervers noch sadistisch, sondern schrecklich und erschreckend normal waren und sind. Vom Standpunkt unserer Rechtsinstitutionen und an unseren moralischen Urteilsmaßstäben gemessen, war diese Normalität viel erschreckender als all die Greuel zusammengenommen, denn sie implizierte – wie man zur Genüge aus den Aussagen der Nürnberger Angeklagten und ihrer Verteidiger wußte -, daß dieser neue Verbrechertypus, der nun wirklich hostis generis humani ist, unter Bedingungen handelt, die es ihm beinahe unmöglich machen, sich seiner Untaten bewußt zu werden.

Nicht nur die Beamtenschaft, die Richter und die Ärzte haben in den vergangenen 2,5 Jahren erneut vollkommen versagt, sondern auch euer Nachbar, der nur mit den Schultern gezuckt hat, als ihr nicht mal mehr einen Baumarkt oder mit eurem kranken Haustier eine Tierarztpraxis betreten durftet. Und dem es vollkommen egal ist, dass man euch die Ausübung eures Berufs verbietet, weil ihr nicht „geimpft“ seid.

Die ganz „normalen“ Bürger haben einmal mehr durch ihr aktives und passives Handeln die Thesen Arendts voll und ganz bestätigt; dass es im Einzelnen nicht einmal einer bewussten Bösartigkeit bedarf, um in einer mehr als banalen Weise in der Summe ein von einem rückgratlosen Volk von mitlaufenden Eichmännern und -frauen gebildet werdendes System eiskalter Unmenschlichkeit zu etablieren.

Hannah Arendt | Eichmann in Jerusalem | Ein Bericht von der Banalität des Bösen | Piper-Verlag (18. Auflage) | 16,- Euro.


Siehe auch

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9 Gedanken zu „Coronoia: Eichmänner und -frauen“

  1. Ich habe bisher leider nur Ausschnitte aus dem Buch gelesen. Hannah Ahrendt war eine hochintelligente klarsichtige und mutige Frau und so vieles von dem, was sie gesagt hat, ist allgemein gültig bzw. beschreibt die deutsche Unterwürfigkeit. Gerade vor ein paar Tagen stieß ich auf den Nachdenkseiten auf diesen Link Zu „Wahrheit und Politik“:
    https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/221019-12_Wahrheit_u_Politik.pdf
    Darin geht es u.a. darum, warum sich Menschen massenweise belügen lassen und dass man aus dieser Situation so schlecht rauskommt:
    „Die Täuscher wie die Getäuschten müssen, schon um ihr »Weltbild« intakt zu halten, sich vor allem darum kümmern, daß ihr Propaganda- »Image« von keiner Realität gefährdet wird.
    So kommt es, daß diese Art Propaganda sich viel weniger durch den wirklichen Gegner und feindliche Interessen, deren Informationen ohnehin nicht akzeptiert werden, als durch Leute bedroht fühlt, die innerhalb der eigenen Gruppe darauf bestehen, von Tatbeständen und Geschehnissen zu sprechen, die dem »image« nicht entsprechen.“

    Und weil die Massen so gefangen sind in ihrer falschen Wahrnehmung, bin ich ziemlich hoffnungslos, was die Zukunft betrifft. Selbst wenn einige der vielen auf Lügen basierenden Verbrechen ans Licht kämen, würden viele das letztlich nicht glauben. Und überhaupt, es gibt einfach zu wenige, die all die Mitläufer in der Bürokratie etc. ersetzen könnten. Dieses Land hat fertig.

    1. > warum sich Menschen massenweise belügen lassen

      Das Zitat ist keine Antwort darauf. Meine lautet auf Denkverweigerung, man verweigert sogar die Kenntnisnahme der Realität. Die entstehenden Lücken werden mit dem lautesten oder ersten Gebrüll gefüllt. Dieser Füllstoff wird dann verteidigt.
      Die Erklärungsversuche mit Angst, die man heute allenthalben lesen kann, erklären das meiste nicht.

      1. Ja, sorry, dieses herausgegriffene Zitat erklärt eher, warum die Menschen dabei bleiben, sich belügen zu lassen. Natürlich ist Denkverweigerung einer der Gründe und ich bin ebenfalls der Meinung, dass die ganzen psychologischen Erklärungen mit der Angst nicht mal für die von Desmet genannten 30 Prozent, eher für zehn bis maximal 20 Prozent das ist jedenfalls mein Eindruck. Der große Rest sind die Mitläufer.

    2. Auch ich kenne Hannah Arendts Buch nur in Auszügen. Das reicht mir aber schon, um ihre große Klarheit und ihren klugen Geist anzuerkennen. Und ihre geradezu visionäre Kraft – sie hatte es im Grunde bereits damals begriffen, dass das alles womöglich erst der Anfang ist …

      Sicher, hier in Deutschland, dem Land der notorisch rechthabenden Alles-Richtig-Macher (»Ordnung! Sicherheit! Sauberkeit!«), in dem es immer noch keine (positive) »Fehlerkultur« gibt, sind die Dinge in mancher Hinsicht extremer als anderswo. Doch die grundsätzlichen Strukturen sehe ich als universell menschlich.

      Traurig, dass nach all dem Getöse von »Wir haben aus der Geschichte gelernt!« sich herausstellt: Wir haben nichts gelernt, ja begreifen nicht mal ansatzweise, was da seit einiger Zeit passiert. Gestern schrieb mir eine jüngere Frau aus meiner Verwandtschaft eine E-Mail. Mir fiel dann doch die Kinnlade runter als ich las, diese »Wunderspritzen« hätten geradezu Verheerendes um sie herum angerichtet, und auch ihr ginge es seit der zweiten »Impfung« nicht besonders. Und sie schrieb selbst, das sei »irrer Wahnsinn«, und »dass sie uns ganz legal krank oder zu Tode spritzen« würden. Trotzdem kam für mich rüber, dass sie bislang nicht bereit ist, die sich regelrecht überwältigend aufdrängenden Schlüsse daraus zu ziehen und nicht nur die Spritzen, sondern deren gesamten Kontext zu hinterfragen.

      Ich habe sie in meiner Antwort darin bestärkt, ihre dort geäußerten Gedanken zu Ende zu denken und hoffe, dass sie es tut. Doch so viele Leute um mich bekommen das mit den »Impfschäden« mit, sind aber nicht bereit, daraus die nahe liegenden Schlüsse zu ziehen, geschweige denn Konsequenzen …

      Ja, dieses Land hat fertig. Ganz besonders dieses.

      1. Ja, die grundsätzlichen Strukturen gelten sicher länderübergreifend. Dass es hier extremer ist, merkt man, kaum dass man außer Landes ist.
        Und ja, die Menschen hier haben aus der Geschichte gar nichts gelernt, im Gegenteil, alles ist vom Prinzip her wiederholbar. Das Beispiel deiner Verwandten zeigt, dass es offenbar extrem schwierig für die bisher „Gläubigen“ ist, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen bzw. sie überhaupt zu erkennen.

  2. Jeder sadistische Charakter sucht nach Gelegenheiten seinen Sadismus ausleben zu können.
    Der Gesellschaftscharakter bringt viele oder wenige Menschen mit sadistischen Leidenschaften hervor und schafft auch viele oder wenige Gelegenheiten.

    Dies gilt auch für den liebevollen Charakter !

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