Coronoia: Die Entlinkung der Linken

In meinem großen Rundumschlag über den im Wesentlichen vom WEF orchestrierten multinationalen Staatsstreich im Oktober 2020 erhielt auch das, was uns heute als „links“ verkauft wird, einen Absatz. Tom J. Wellbrock von den Neulandrebellen hat kürzlich auch einen Beitrag darüber verfasst, warum er kein Linker mehr sei (Siehe auch Aya Velázquez). Mir geht es ähnlich; allerdings weigere ich mich, die übliche Strategie des Gegners, durch Propaganda, Unterwanderung und Korruption die Bedeutung von Begriffen und ganzen politischen Strömungen in einer orwell’schen Weise zu kapern und umzudefinieren, zu akzeptieren. Man hat das, wofür (vor allem zur Zeit der schröder’schen „Sozialreformen“) der Begriff einstmals stand, entkernt – und mit einer nach sinnbefreiter „Gesinnung“ stinkenden Soße „woken“ Bullshits verfüllt.

Okay, dass „links“ nicht unbedingt „links“ vor allem im wirtschafts- und sozialpolitischen Sinne bedeutete, war auch schon damals in den Nullerjahren der Fall; als eben Rot-Grün im Rahmen einer Schock-Strategie das Menschenvernichtungsprogramm Hartz IV einführte und auch sonst dem Sozialstaat die tragenden Standbeine wegschlug; nachdem sie ein paar Jahre zuvor einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien geführt hatten. Schröder ließ sich gar auf Basis seiner gespielten Ablehnung gegen den 2. Irak-Krieg George W. Bushs wiederwählen.

Ich holte (als im Alter von 10 Jahren auf die Hauptschule abgeschobenes Unterschichtenkind) 2005 – 2006 an der Berufsoberschule I (Wirtschaft) in Zweibrücken (nach einer Pseudo-Lehre zum Bürokaufmann) mein Fachabitur nach. Es war übrigens bis Heute mein schönstes Lebensjahr; nicht nur, weil ich dort zum ersten Mal von Lehrern und Schülern so akzeptiert wurde, wie ich bin; weil ich dort eben auch meine „Freigeistigkeit“, ohne persönliche Nachteile erleiden zu müssen, ausleben durfte. Und das auch honoriert wurde; vor allem im Deutschunterricht erlebte ich überhaupt zum ersten Mal, was Pluralismus und Diskurs bzw. Debatte eigentlich, wenn man sie tatsächlich auch im „demokratischen“ Sinne lebt, bedeuten.

Jedenfalls verstand ich mich auch relativ gut mit einer (ca. drei Jahre jüngeren) Mitschülerin, die sich ebenfalls als „links“ bezeichnete. Ihr „links“ war aber irgendwie ein anderes „links“ als das, wofür ich eintrat. Das fing schon damit an, dass sie (wie ich) im Haus ihrer Eltern wohnte; allerdings nicht (wie ich arme Wurst) in meinem alten Kinderzimmer, sondern in ihrer eigenen (schön eingerichteten) 3-ZKB-Wohnung. Auch sonst war sie eben auch über ihre wohlhabenden Eltern materiell sehr gut versorgt; jammerte aber darüber (im Grunde gar nicht mal zu unrecht), dass sie (im Gegensatz zu mir) damals kein Schüler-BAFöG erhielt, sondern stattdessen immer wieder im örtlichen Callcenter-Sklavenschiff ruderte. Etwas, wofür ich mich nicht nur wegen der Geschäftspraktiken dieser „Branche“ übrigens als echter „Linker“ nie hergegeben hätte.

Sie war damals auch in einer kirchlichen Pfadfinderorganisation tätig. Und eben ein Paradebeispiel für jene „Linken“, die sich im Wesentlichen nur deshalb als „links“ wähnen, weil sie gegen „rechts“ (wer immer das im Detail auch sein mag) sind. Sie selbst hatte keine fundierten „linken“ Grundüberzeugungen, für die sie einstand; außer eben, gegen „Nazis“ zu sein. Zu all den damals sehr aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Themen hatte sie keine eigene Meinung; oder wenn, dann im Kern eher (wohl auch soziologisch bedingt) eine am (neoliberalen) Mainstream orientierte. Sie war einfach gegen „Nazis“; oder halt gegen das, was sie dafür hielt. Worauf sie ebenfalls (wie auch eine junge Referendarin) total abfuhr, war der damals zu blühen beginnende „Gender“-Bullshit.

Aber das war es dann auch schon; ich verspürte in ihr auch keine vergleichbare Leidenschaft, für eine Welt zu kämpfen, in der niemand mehr (wie sie) sich in entwürdigenden „Callcentern“ ausbeuten lassen müsste. Im Gegenteil, sie war auch, was ihren beruflichen Werdegang betrifft, anschließend sehr „pragmatisch“ orientiert; studierte im Anschluss nicht etwas, was ihr wirklich Spaß machte oder wofür sie sich persönlich interessierte. Sondern etwas, was hier vor Ort an der Zweigstelle der FH Kaiserslautern angeboten wurde – und ihr einen gut bezahlten, einigermaßen sicheren Job verschaffen würde.

Während diese Mitschülerin damals eher nur für einen Teil der „linken“ Szene stand (wie gesagt, zu dieser Zeit entstand aufgrund der Proteste gegen die rot-grüne Sozialpolitik die aus einer Fusion zwischen WASG und PDS hervorgegangene „Die Linke“ unter Führung Oskar Lafontaines), die dieses Etikett eben wirklich nur in Abgrenzung zu „rechts“ (primär im Sinne von Fremdenfeindlichkeit) trugen, wurde dieser Begriff in den folgenden rund 15 Jahren vollständig von diesem Lager vereinnahmt.

Diese ihre „Haltung“ allein aus der Abgrenzung zu vom (neoliberalen) Mainstream auserkorenen „Nazi“-Antagonisten ziehenden Pseudo-Linken erhielten (aus den geheimen Laboren des Social Engineerings) mit dem absurden „woken“ Gender-, Identitäts- und „Klimawandel“-Bullshit gar noch ein (tendenziell totalitäres bis faschistisches) Surrogat obendrauf, welches mit der ursprünglichen Definition von „linker“ Politik meiner Meinung nach überhaupt nichts mehr zu tun hat.

Es passt zur (uralten) Strategie der Mächtigen, jede aufkeimende Opposition zu kapern und zu zersetzen; die ihre Macht gefährdenden tickenden Bomben zu entschärfen. „Die Piraten“ boten ebenfalls ein trauriges Beispiel dafür, wie eine idealistisch und mit edlen Zielen startende Partei binnen kürzester Zeit (auch durch ähnlich systemimmanente Korruption wie beim „Corona-Ausschuss“ oder „dieBasis“) implodiert und (im Sinne  des Machtsystems) in seiner Stoßrichtung „invertiert“ wird. Ein alter Spruch aus den frühen Tagen der Grünen lautet bekanntlich:

Vom Marsch durch die Institutionen zum Arsch durch die Institutionen.

Dass die Mächtigen Angst vor originär linken Parteien oder Bewegungen haben, konnte man meiner Meinung nach eben vor allem an der brutalen Gewalt erkennen, die damals der (wahrhaft) linken griechischen Syriza-Regierung und im Anschluss dem gesamten griechischen Volk angetan wurde. So etwas sollte sich nicht mehr wiederholen; denn es bestand wirklich die Gefahr, dass das Beispiel Schule machen, sich ein „Flächenbrand“ entwickeln könnte.

Also hat man die Basis jener linken Politik, wofür diese Partei (vor ihrem Umkippen) sinnbildlich stand, in den folgenden Jahren systematisch entkernt und (mit Unterstützung der Massenmedien) durch eine harmlose, das System nicht störende, sondern dessen Zielen dienende Pseudo-Version dessen, wofür „links“ einmal stand (u. a. auch Anti-Imperialismus), ersetzt. Man hat dieses in Griechenland kurz aufkeimende „Momentum“ nicht nur aufgefangen; man hat es im eigenen Sinne absorbiert. „Links“ steht heute nicht mehr für den Kampf gegen die Herrschaft des globalen Kapitals; für eine Emanzipation von Lohnarbeit und Finanzwirtschaft. Für Freiheit, Toleranz, Offenheit und Pluralismus.

Inzwischen hat man gar eine (allerletzte) Generation von schwerst in ihrer Identität gestörten und massenverblödeten Idioten herangezüchtet, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht mal mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind. Die sich auf Straßen kleben und meinen, sie würden damit den drohenden Weltuntergang verhindern. Ohne sich als „Linke“ die grundsätzliche Frage zu stellen, warum das System, gegen das man angeblich „protestiert“, einen (nicht nur medial, sondern auch politisch und juristisch) protegiert? Passend hierzu malt man von Seiten der Globalfaschisten jenen „Great Reset“ einfach nur grün an – und die, die niemals einen Marx gelesen, geschweige denn verstanden haben, lassen sich als Sturmabteilung („Wir impfen euch alle!“ – Deutsche „Antifa“) für eine im Kern zutiefst faschistische (also „rechte“) Politik missbrauchen.

Man trägt als „woker“ Pseudo-Linker selbst im Herbst 2022 immer noch stolz das Armbinden-Äquivalent der Nazis im Gesicht; weil man sich vor allem auch in Sachen „Solidarität“ von den Eliten bereits im Frühjahr 2020 das Gehirn hat vollständig ausradieren lassen. Diese Eliten haben die Linke quasi völlig „entlinkt“; von allem, was einstmals „links“ war, befreit. Und damit einmal mehr vorhandenes (und die Mächtigen wirklich gefährdendes) Protestpotenzial eingefangen und umgedreht. Dort lacht man sich kaputt; über so ein gewaltiges Ausmaß an leicht zu instrumentalisierender Infantilität und Dummheit.

Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.

Erich Kästner.


Siehe auch

  • REPLAY: Ist Rechts das neue Links? (und wer bestimmt das?) (August 2022) | Michael Sailer.
  • Liebe Linke: Sie kommen. Die alten weißen Männer. | uepsilonniks | Kommentar: Klar, Männerfeindlichkeit gehört zum „neuen Links“ natürlich auch auf jeden Fall noch mit dazu.

Coronoia: #HaltDieFresseBild

Coronoia: Ehemals staatskritische Linke

Coronoia: Virtue signalling

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20 Gedanken zu „Coronoia: Die Entlinkung der Linken“

  1. Guter Artikel.
    Nur hättest du anfangs gleich bei der „kirchlichen Pfadfinderorganisation“ ansetzen können.
    Da allein schon per se derartige Organisationen alles andere als *links* sind!

      1. Ja eben nicht.
        Denn die gegen den Klerus gerichtete Politik der ehemaligen Linken, war doch früher ein eminenter Bestandteil dieser Gesinnung.
        Wer also in einen christlichen Pfadfinderverein ist, kann also per se kein linker sein.

        1. *seufz*

          Dafür gibt es haufenweise „Linke“, die nicht in Pfadfindervereinen und jahrzehntelang „links“ waren, aber ab März 2020 stramm mit den Coronazis marschierten. Menschen sind nun einmal widersprüchlich. Das gilt ja auch für dich persönlich. Im Internet den Aufrührer geben, aber im wahren Leben den Angepassten mimen. 😛

          1. Wieso schreibst du das? Ich war niemals nie angepasst
            Das kann ich beweisen.
            Oder sollte das etwas „lustig“ oder gar ironisch gemeint gewesen sein?
            Zurück zum Themenbaum.
            Sicher gibt es so einige Linke wie der Altautome oder R@iner oder auch Pantouffle die alle innerhalb von 10 Tagen im Früjahr 2020 umgefallen sind.

          2. Alles klar. Ich geh darauf jetzt wirklich nicht mehr ein. Unzählige Male hast du hier davon berichtet, dass du in den „oberen Kreisen“ verkehrst und dort einen auf Systemling machst; du dich nicht „outen“ könntest, weil du sonst „enttarnt“ werden würdest.

          3. Natürlich nicht, ich sabotiere sie, wie ich schon immer geschrieben habe.
            Außerdem „verkehre ich dort schon sehr lange nicht mehr.
            Ich habe nur Kontakt zu manchen Mitwisserinnen.
            Das ist alles.
            Warum sollte ich mich dort outen?
            Ich war damals der Erste, der die fake Walkampagne an die Öffentlichkeit trug.
            Das ist doch schon mal was, auch wenn niemand das hören wollte.

  2. Ich kann deinen Worten nur zustimmen. Nur empfinde ich mich immer noch als links (das schrieb ich so ähnlich auch in einem Kommentar des genannten Neulandrebellen-Artikels) – im ursprünglichen Sinne – und sehe die, die sich heute grün oder grünlinks nennen, für Verräter.
    Und ja, es gab und gibt wohl viele Mode-Linke, die nur mit dem Attribut kokettieren. Selbst komme ich auch aus einer armen Arbeiterfamilie, sollte nach der vierten Klasse trotz Empfehlung nicht aufs Gymnasium, weil das „nur was für Fabrikanten- und Ärztekinder“ war (O-Ton meines Vaters) und habe mich dann nach der Realschule doch selbst dafür entschieden, aber in diesen speziellen Klassen von „Arbeitergesocks“ (O-Ton mein Deutschlehrer am Gymnasium), die das Abitur unter erschwerten Umständen machten, war ich tatsächlich das einzige Arbeiterkind, die Eltern der anderen hatten es doch „weitergebracht“. Das alles trug sicher zu meinem großen Gerechtigkeitsgefühl und meinem Links-Sein bei und dazu, mich zu engagieren.

    Erst kürzlich ist mir übrigens klargeworden, dass mein Engagement in Unigremien, wo ich mich unter anderem gegen die Verschärfung von Prüfungsordnungen eingesetzt habe, auch Perlen-vor-die-Säue-Werfen war. Zwar konnte man bei den vielen damals an meiner Uni tatsächlich noch linken Profs als Student mit guter Vorbereitung seine Vorstellungen durchsetzen, doch meinen Mitstudenten war dies herzlich egal, es interessierte sie nicht die Bohne. Sie waren zu dieser Zeit schon absolut unpolitisch und wollten nur ihren Abschluss und viele Sprachstudentinnen wollten den wohl nur pro forma, weil es sich vielleicht gut machte, arbeiten wollten sie eh nicht. Es bedurfte erst der letzten drei Jahre, dass ich das wirklich so glasklar sehe, auch wenn ich mich damals schon über ihre soziale und geistige Faulheit aufgeregt habe. Vielleicht hätte ich lieber mehr Zeit mit anderen Dingen verbringen sollen, aber ich hatte wenigstens selbst etwas von meinem Engagement. Und wenn ich mein Leben so Revue passieren lasse, war es auch später noch oft so, dass ich gegen Windmühlen kämpfte. Die Masse war schon immer gleichgültig, dumm und faul und Akademiker mindestens so sehr wie die von ihnen abfällig betrachteten unteren Schichten. Sicher hat sich das durch die Verblödung der letzten Jahrzehnte und den weit verbreiteten Narzissmus noch verstärkt. Okay, das war jetzt teilweise abseits deines Artikels, pardon.

    1. Es hat ja auch keiner behauptet, das du keine *linke* mehr bist. 😉
      Genau das, führt uns nähmlich zu der Frage, *Was ist eigentlich noch links*?
      Und das ist m.E. sehr wohl ein berechtigter Teil des Ansinnens dieses Beitrags, wenn ich Dennis richtig verstanden habe.
      im Übrigen war es bei mir genau andersherum.
      Ich komme aus einer Adligen Familie und mir war jeder Schulabschluss immer schon scheissegal.
      Bin dann also mit 14 von der Schule und habe dann in der Provence mich den Dingen gewidmet denen ich bis fast zum Frühjahr 2020 immer noch am meisten verpflichtet fühlte.
      Alle weiteren Abschlüsse machte ich autodidaktisch so ganz nebenbei alle extern.
      Seit März 2020 ging das dann ganz plötzlich nicht mehr, weil der Paradigmenwechsel der Gesellschaft, war dermaßen eingrenzend, das mir quasi über Nacht meine soziale Kompetenz beraubt wurde.
      Mein *links* sein stützt sich auf die Erkenntnis, das Polyamorität einer der wichtigsten zu fördernden gesellschaftlichen Errungenschaften darstellt und unbedingt gefördert und propagiert werden muss.
      Natürlich habe ich. ganz der Ute auch dieses unbändige Gerechtigkeitsgefühl, das mich immer wieder ins Abseits gleiten ließ, wenn ich ihm freien Lauf gestattete…
      Ich möchte eigentlich nur damit bekunden, dass es viele Wege gibt *links* zu sein….;-))

  3. Ich glaube, wir haben alle dasselbe Problem mit „links“ – alles, was mal als solches galt, gibt es so nicht mehr. Wokismus hat das völlig zersetzt, als Wohlstandsaktivismus aus der Meta-Ebene, die aber auch nur Gedankenwelten bedienen, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Kein Wunder, wenn dann Grüne ihren Gedankenmoralismus anwenden und nicht mal bemerken, dass sie gerade das Land zerstören. Woke-links pflichtet ihnen da sogar noch bei, aber meist gehen zuerst die zugrunde, die nur imitieren oder arschkriechen. Also ist die Linke bald Geschichte – die Beliebtheit von Wagenknecht spricht da Bände, wo es sich hin bewegt.

  4. Links sein (wollen) finde ich nicht verwerflich. Konservativ überigens auch nicht. Und oft haben die Konservativen doch gerade mehr Seitensprünge und Liebeleien als die Linken (lach) aber tragen ihre Polyamorität eben nicht nach außen. Wenn ich dann wieder Woke sehe die sich bewusst und öffentlich als polyamor outen, frage ich mich, ob wirklich mehr als einer eine Beziehung mit diesen führen will.

    Für die da oben ist links und rechts nur mediales Framing und teile und herrsche nützlicher Idioten.

    „Eine Gesellschaft befindet sich im vorübergehenden oder finalen Verfall, wenn der gewöhnliche, gesunde Menschenverstand ungewöhnlich wird.“

    William Keith Chesterton

    Der Aphorismus bedeutet für mich, links und rechts sind heutzutage nicht mehr als Worthülsen und bestenfalls Ausreden sich keine eigene Meinung mehr bilden zu müssen oder dies zumindest zu versuchen. Die Linken wurden nicht entlinkt, ein Großteil unserer Bevölkerung ist zu einer infantilsierten Gesellschaft verkommen und konditioniert und folgerichtig wird von kleinen Kindern der letzten Generation und FFF der politische Diskurs bestimmt, anstatt dass man diese einfach ignoriert wie es jeder Erziehende mit Teenagern beim Gr0ßwerden früher tat oder ihnen die Bravo in die Hand drückte zur Selbsttherapie. Wenn das Kind nicht droht von der Brücke zu springen ist alles nur eine Phase. Oder wer hat schon mal einen >50 jr. Punk gesehen?!

    Haben sich kreischende Mädchen wg. der Auflösung einer Boyband früher von der Klippe gestürzt, kleben Sie sich eben heute auf die Straße, das ist einfach Zeitgeist und ich hätte nicht gedacht dass nach den Boybands etwas noch albernes kommen kann.

    Schlimm ist aber wenn Erwachsene sich wieder wie kleine Kinder verhalten, wenn man Millionen von Ihnen etwas vom Osterhasen und dem bösen Virus und dem pösen Putin erzählen kann. Dann ist Hopfen und Malz verloren. Dann hilf auch links und konservativ nichts mehr oder eine Reaktivierung davon. Bevor man Idealist und Humanist sein kann und das ist für mich der kleinste gemeinsame Nenner unter echten Linken, muss man fähig sein das Idealistische und Humanistische im Sinne von Kants Imperativ noch als solches mit dem gesunden Menschenverstand zu erkennen in jeder weltgeschichtlchen Situation und Bedrohung. Ist das nicht der Fall für einen Großteil der Gesellschaft erübrigen sich alle Hoffnungen. Dann heisst es gegen die Wand und sich wieder aufrappeln danach. Die USA treiben zwar immer das gleiche Spiel historisch, aber mit wechselnden Gegnern und mittlerweile sind es so viele und dieses mal sogar die eigenen europäischen Vasallen, dass es dieses Mal das Ende des amerikanischen Reiches und seiner Vasallen einläuten könnte.

    Links oder Konservativ werden dann unseren kleinsten Probleme sein, sondern wie wieder gesunder Menschenverstand mehrheitlich in die dt. Institutionen einzieht. Ich bezweifel aber wirklich, ob die Mehrheit der Schulabgänger diesen noch eingeimpft bekommt, wenn die Maschinenbaustudienplätze nicht mehr besetzt werden können ausreichend.

    Die meisten nicht-westlichen Staaten werden bei dem ganzen Gender und WOKE-Wahn nicht mitmachen, weil es ihre politische Macht gefährdet, sieht man ja im Iran. Die Kulturen spalten sich also unausweichlich und befördern die multipolare Weltordnung. Für den Westen ist der ganze Quatsch die einzige Möglichkeit seine moralische Überlegenheit und Menschenrechte weiter vorzuheucheln und irgendwie am Leben zu erhalten und politisch stabil zu bleiben wenn auch mit erheblichen Restrisiko.

    Die Geschichte wird es zeigen, man kann sich wie in diesem Blog und den 2 letzten köstlichen Absätzen darüber echauffieren und es persiflieren oder es gelassen sehen. Wir werden ein erheblich niedrigeren Lebensstandard haben für längere Zeit, andererseits ist das der einzige Weg, dass eine neue Generation mit mehr gesunden Menschenverstand wieder heranwächst nach der „letzten“.

    Der Unabomber war übrigens auch nicht links und hat eine plausible Analyse zum Kernproblem der Linken. Er hat nach seinem Manifest wie ich zuletzt sah noch weiteres veröffentlicht und unterhält hunderte Briefwechsel nach außen (auch sehr amüsant und entlarvend, dass die US-Justiz ihn das lässt, wo er doch gegenüber Assange 3 Menschen getötet hat der köperlich zugrunde geht und wohl keine 70 wird). Die biotech-Pandemie hat er schon vor der Schweinegrippe vorhergesagt:

    https://anarchistischebibliothek.org/library/ted-kaczynski-schriften-aus-dem-gefangnis#toc24

    Als Zeit- und Gesellschaftsanalytiker zumindest für mich interessanter als all die Hobby-Linken und -Intellektuellen vom CA über Velasquez und Co die nicht mehr als ein Sidekick sind aber keine Ansätze oder Gegenmassnahmen aufzeigen. Seine Analysen sind so tiefgreifend und umfassend, dass man vermuten muss dem deep state wäre der Verlust seiner Vordenkerei und möglicher gesellschaftlicher Gegenbewegungen für weitere PsyOps ein zu hohes Verlustrisiko statt ihn in den Todestrakt zu schicken. Und wer liest den Spinner schon!? Oder nimmt Lauterbach wirklich ernst 🙂 Aber bei der Wahrheit über Kriegsverbrechen hört der Spass eben leider auf. Darauf steht die Todesstrafe. Assange kann man als letzten großen öffentlichen Linken bezeichnen der gerade gekreuzigt wird, ohne das es einer mitbekommt. Aber wer weiß schon wie das 21 Jhdt. in 2000 Jahren in den Geschichtsbüchern beschrieben wird oder ob es bis dahin nicht mehrere zivilsatorische Brüche geben wird. Vermutlich ist darin Assange eine große Nummer und die Plandemie wird überhaupt nicht erwähnt (lach). Und etwas ähnlen tut er Jesus ja optisch und missionarisch ja schon. Aber ob es dann noch Internet gibt?

    Wer links sein nur als plural, als soz. Gruppe, als pol. Ideologie definieren kann, der hat es schon mißverstanden. Es ist ständige Kritik und in Frage stellen der politischen Obrigkeit, die nur konforme und gehorsame und deren für sie gefährliches Gegenteil kennt. Über links und rechts denken die garnicht nach wie auch der Unabomber, das sind Nebelkerzen, solange da kein gesunder Menschenverstand, Kritikfähigkeit und echte Ideale dahinterstehen. Gleichberechtigung ist eine Illusion in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, das schaffen Sie nicht mal in einem Kloster, es können als nur absolute Prinzipien wie die Menschenwürde, die Suche nach Wahrheit oder der kantsche Imperativ und der weiteren sein. Alles also von dem man die letzen 3 Jahre wenig lesen konnte…

    1. Nicht übel, aber *Polyamorität*, oder auch polyamores Leben bedeutet lediglich die Eigenschaft oder auch das Bedürfnis mehrere Menschen lieben zu können und hat demzufolge nichts mit Wokeness, LGBTIQ und dem ganzen Gendergram zu tun.

      1. Weiß nicht ob ich an das Konzept der Polyamorie glaube, seelisch könnte ich, körperlich & seelisch, wer praktiziert das wirklich über Dekaden mit mehreren Partnern und es ist wirklich mehr als Affären und Liebelei oder Freundschaft+ wie das manche heute nennen?! Andererseits war ich schon immer ein Verfechter von sein statt haben und den Partner nicht besitzen wollen. Wenn er/sie frei ist und trotzdem immer wieder zu einem findet gibt es eigentlich keinen schöneren Liebesbeweis. Aber gleichzeitig sich auf mehrere Menschen einlassen, weil man es kann bzw. die Attraktivität hat mutet mir doch sehr kapitalistisch und hedonistisch und nach Stillstand statt persönlicher Weiterentwicklung an.

        Ich kann Musiker, Idealisten, partiell auch Leute wie den Unabomber oder Assange lieben für ihre Facetten, aber körperlich und seelisch das zu verbinden können die meisten glaube ich nur wenige Male im Leben in tiefer Liebe.

        Ob Polyamorie da wirklich mehr Tiefe als Konzept hat als Wokeness und dergleichen wäre ich mir unsicher und nicht einfach nur genau so ein Branding und Selbstvermarktung ist. Wenn mir jemand sagt er lebt polyamor ist er erstmal genauso interessant für mich wie davor bzw. weniger, da er ja weniger Muse für mich hat als ein nicht polyamorer 🙂 Aber mich würde interessieren, wenn Sie polyamor leben, von welcher Facon und Persönlihckeitsstruktur dann die Polyamoren oft sind? Ungeimpft, links, Radfahrer, Mitte 40… 🙂 Es sind doch wahrscheinlich Menschen die eher autark und autonom leben eigentlich, aber eben nicht ganz ohne andere sein können und Seelenverwandte suchen. Das wäre mir garnicht so unähnlich, aber die Polyamorie klingt mir dann doch eher wie eine Lebensphase und Ausflucht zwischen ich gründe eine Familie oder wie kann man Kinder in so einem Land noch gr0ßziehen wollen? Ich sehe nicht wie Polyamorie praktisch glücklich macht lange UND einen gleichzeitg persönlich weiterentwickeln lässt. Man lernt ja schon mit 30-40 oft nur noch neue Leute kennen die nur Variationen sind von Leuten die man schon mal kennengelernt hat 🙂

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit ihrer und meiner Gesellschaftskritik zu den letzten 3 Jahren da wirklich viele polyamore Angebote bekommt?! 🙂 Bin aber für jeden Tip offen! 😉 Die meisten Frauen schätzen Reflektiertheit, aber tiefe und starke Ideale sind nicht mehr so en vogue scheint mir. Anpassungsfähigkeit, Souveranität und Durchsetzungsfähigkeit zählen. Das zu schauspielern kann man lernen oder es sein lassen wenn man wirklich geduldig, unabhängig und selbstsicher ist.

        Ich finde eigentlich Mönche oder Nonnen im Kloster irgendwie fast interessanter in diesen Zeiten als Polyamore. Würd mich mehr interessieren diese mal ein paar Wochen oder Montate wirklich kennenzulernen, warum die sich dafür entschieden haben, teils in jungen Jahren. Weil Sie wussten dass Sie unser ganzen Ellbogengesellschaft, Karriere und Theatralik im Grunde entfliehen wollten bzw. das alles ein hedonstisches Kasperletheater ist? Wäre ein Liebschaft mit so jemanden nicht viel spannender als mit jemanden der schon dutzende „geliebt“ hat? Und vielleicht, ich vermute es, sind Mönche und Nonnen viel größere Menschenfreunde und polyamor auf viel höheren und mehreren Ebenen als die meisten gewöhnlihcen Polyamoren?! …Etwas zu viel Wein vielleicht heute abend … 😀

        1. Wie schon erwähnt trägt polyamores Leben kein politisches Label.
          Obwohl sich wohl m.E. ein eher autonomes und kritisches Individuum dahinter verbirgt.
          Allein schon um sich dem gesellschaftlichen Druck, der durch ein derartiges Beziehungsmodell entsteht zu widersetzen.
          Eigentlich ist der Mensch schon rein genetisch dem Wesen nach polygam orientiert.
          Die Ehe ist im Übrigen auch nur eine Erfindung der Feudalherren in Verbindung mit dem Klerus um aktiv Besitzstandswahrung zu betreiben.
          Sozialwissenschaftlich gesehen ist unsere (vor allem die Westliche) gesamte Orientierung auf die Ehe eine reine Illusion.
          Warum sollte man auch die gesundheitlich überaus wichtige körperliche Befriedigung durch den Austausch von Körperflüssigkeiten auf nur eine Person beschränken?
          Wie kritische Persönlichkeiten sicher im Verlauf der Coronadiskussion gelernt haben trägt ein reges Sexualleben mit vielen anderen Vorteilen, wie der Festigung des körpereigenen Immunsystems, wie bspw. die Hormonausschüttung von Oxytocin, Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, Endorphine und Phenethylamin bei.
          Auch beinhaltet ein polyamores Leben i.d.R. ein meist sehr differenziertes dem allgemeinen Mainstream entgegengesetztes und eher nachhaltiges Weltbild dieser Protagonisten.
          Entgegen dem klerikal kirchlichem Rückzug von Mönchen oder Nonnen im Kloster wird hier ein eher positiver Lebensstil im Einklang mit der Natur in der realen Wirklichkeit manifestiert, wogegen sich der religiös verhaftete klerikale Entzug der Selbstgeißelung und Verzichts sich auf die Verheißung eines Platzes im Himmel, also eines Konstrukts der Lebensphilosophie einer postmortalem Erlösung bezieht.
          Ich bin der Meinung, dass es bei den allermeisten Errungenschaften unserer Zivilisation und den daraus resultierenden Lebensweisen sich lediglich um eine imperialistisch motivierte Eingliederung in den kapitalistischen Verwertungsprozess handelt.
          Denn, genau aus diesem Grund haben wir ja nun all diese Probleme.

          Es gibt kein richtiges leben im falschen

          Theodor W. Adorno

          1. Sorry für die späte Antwort erstmal…Danke, dass sind gute Argumente, die meisten überzeugen mich auch empirisch und natürlich sind die Beziehungen der meisten Menschen das Produkt wohldosierter kapitalistischer Konditionierung zum Konsumenten der Liebe.

            Ich würde nur in eine Punkt kontern wollen, auch wenn wir von Natur aus eher polyamor angelegt sind, ich meine mich zu erinnern auch bei vielen unserer Affen-Vorfahren treibt es jeder mit jedem :-), ist es in obiger Gesellschaft eben ein ziemlicher Luxus so leben zu können, man muss geradezu im kapitalistischen System sehr erfolgreich sein, um sehr polyamor leben zu können, denn mit inneren Werten allein ergeben sich polyamore Verbindungen dann auch wohl nur in bestimmten KünstlernInnen- oder MusikerInnen-Kreisen (hier macht Innen mal Sinn inhaltlich), die ihre Partner sowieso primär eher nach ideellen Gemeinsamkeiten auswählen. Wobei ich von den Musikern und Künsterlen in der Mehrheit auch sehr enttäuscht bin über die letzten 3 Jahre. Ich fürchte die sind genauso kapitalistisch-konform wie der Rest der Gesellschaft.

            Mein Hinweis auf Möchne und Nonnen möchte ich nicht nur auf die katholischen verstanden wissen. Mich täte da er mal ein Besuch eines buddhistischen oder Zen-Klosters interessieren.

            Das Polyamore weniger Systemlinge, Konformisten und Opportunisten sind, da haben Sie mich nicht völlig überzeugt, das ginge glaub ich auch nur mit statistischen Zahlen. Aber nach den letzten 3 Jahren, wie gesagt auch wg. Künstlern und Musikern, bräucht ich da schon empirisch Beweise (ähnlich Affenstudien) oder es gibt eben andere psychologische Mechanismen die dann stärker als das Polyamore in diesen Personen sind. Ich denke, dass ist evtl. auch ein Denkfehler in ihrer Argumentation, das Polyamore über die ganze Persönlichkeit zu stülpen, obwohl wir eben für Sex und Liebelei meist nicht mehr als 5% der Lebenszeit haben 🙂 Leider :-p Und ich fürchte da bin ich den Möchen dann ähnlicher als mir vielleicht lieb ist. In dem Sinne, dass stark gelebte Sexualität meine Selbstentwicklung in anderen Lebensbereichen zu starken bremsen könnte und man sich im Kreis dreht oder in der Dauerschleife oder Stillstand oder Rückentwicklung, wie wir beide es denke ich wohl bei vielen Mitmenschen die 3 Jahre feststellen mussten. Ich fürchte hier spielt auch einfach die Hauptrolle wie stark der Trieb im Einzelnen ist, stimmt mich auch skeptisch, vielleicht sind Polyamore wg. eines stärkeren Triebes einfach weniger konform?! So profan könnte es vielleicht sein. Aber im Grunde widerspricht es sich auch, ich erinnere mich an eine Dissertation in der Studentinnen über die Anzahl der Sexualpartner befragt wurden bis zur Heirat/Kindern und das ist die Dekaden deutlich angestiegen und sicherlich ist die heutige Generation wohl viel konformer als es die 68er es
            waren.

            Aber ich stimme Ihnen schon zu, für die seelische Gesundheit ist ein dem Polyamoren zugewandtes Leben sicherlich besser als die meisten andere kapitalstischen Lebensentwürfe, der Witz ist wie gesagt, dass es mir ohne Erfolg darin eher schwer praktisch durchführbar scheint und jeder im Grunde seine Mitte zwischen Leben wie ein Mönch, aufoktroyierten Beziehungsrollen und totalem Hedonsimus finden muss. Das ist wohl die eigentliche Kunst des Lebens in der modernen Gesellschaft und dabei seelisch gesund zu bleiben und mit den Mitmenschen einen gemeinsamen Nenner zu finden dabei. Polyamor an sich ist eben kein gemeinsamer Wert, Ziel, Horizont…und ohne Bindungen ist alles nichts im Menschlichen…nicht nur in der Chemie 🙂

            Zu Adorno bin ich irgendwie nie so recht gekommen, obwohl schon oft über ihn gehört. Führt er einen über Erich Fromms Gedankenwelt hinaus?! Dann tu ich ihn mir evtl. mal an auch wenn meine Leseliste lang ist, aber bei Autoren wie Ihm die ihr ganzes Leben theoretisch im Elfenbeinturm versucht haben öfftl. Eindruck zu hinterlassen, habe ich immer große Skepsis, ob der Inhalte. Theoretiker die nie die Praxis gesehen haben, sind wie Ethiker die keine Ahnung von Psychologie haben. Unser Ethikrat ist ja ein bekanntes Beispiel…oder Noam Chomsky…von dem hab ich in 3 Jahren auch fast nur noch Dummfug und Wichtigtuerei gelesen ob dieses Zivilisationsbruchs. Den Professoren ist einfach grundsätzlich nicht mehr zu trauen oder irgend ein Bonus zu gewähren…

            Erwarte keine lange Antwort hierauf, meine Gedanken schweifen etwas bei ihren Artikeln was gut ist, ihc will ja nix konsumieren sondern den Horizont erweitern. Geschweift sind sie davor im TP-Forum öfter bis man mich zwischen Pandemie-Ende und Kriegsbeginn gesperrt hatte und dann hatte ich keine Lust mehr da, TP ist eh eine US-Dauerschleife. Und ich war nicht der Einzige, anscheinend posten da nur noch bezahlte Grün und Rotschreiber und die Anzahl der Kommentare fällt scheinbar auch mehr und mehr. Weiß garnicht wie sich das und Twitter antun können, vermisse manchmal ein paar englische Links in ihrer Liste. off-guardian oder thecradle. Dass ich bei TP und Aya Velasquez Telegramm Gruppe rausgeflogen bin und Twitter für die Quadratur von beiden halte, war glaub ich das intelektuell gesündeste was mir passieren konnte 😉 Das kann mehrere Jahre lang nich gesund sein, dann doch lieber polyamor die Zeit nutzen, spazieren, demonstrieren… Vielleicht hätten sie merh Leser, wenn Sie das gerade nicht verlinken würden 😉

  5. Polyamores Leben hat nicht nur prinzipiell kein politisches oder gesellschaftliches Label, sondern bedeutet in seiner Eigenschaft einfach nur mehrere Menschen gleichzeitig lieben zu können.
    Polyamorie ist eine alternative Liebesform. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Wort „poly“, was „viel“ bedeutet und dem lateinischen Wort „amor“, welches für „Liebe“ steht, zusammen. Polyamorie bezeichnet somit „viel Liebe“ beziehungsweise eine verbindliche Beziehung zu mehr als einer Person.
    Es gibt viele verschiedene Formen, wie polyamore Beziehungen aussehen können. Zum Beispiel könnte es eine Beziehung zu dritt sein, in der jeder jeden liebt oder eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die zusammenleben, von denen jeder noch weitere Partner hat.
    Das Spektrum und die Vielfalt dieser Beziehungsform ist komplex und grenzenlos.
    Man sollte „Polyamorität“ auch nicht mit dem Lebensmodell der „polygamie“ (Vielehe) verwechseln.
    Wobei das eine, das andere auch nicht ausschließt und eben die Definition des Begriffes „polygam“ sich eben halt nur das Sexualleben eines Menschen bezieht.
    Polyamores Leben, soweit ich es in der dieser Gesellschaft kennengelernt habe, findet in allen Schichten eben dieser Gesellschaft statt.
    Sowohl in der Upper Class, wie als auch bei Leuten die nicht einmal die Miete ihrer Behausung aufbringen konnten, habe ich so erlebt.
    Ich bin mir keiner auch nur halbwegs zutreffenden Existenz irgendwelcher Statistiken über polyamorität bewußt.
    Ich kann hier nur meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Lebensmodell bekunden.
    Auch, wenn mich gerade die Gründe der totalen Entfremdung dieser Gesellschaft (Adorno) ;-)) zeitlebens interessiert und meine Motivation dies zu verändern, oder wenigstens selbst dagegen aufzubegehren geprägt haben.

    1. Ich mach euch beiden mal einen Vorschlag: Einer schreibt einen Beitrag über das Thema – und ihr lasst es dafür in diesem Beitrag dann mal gut sein mit diesem OT?

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