Coronoia: Rohes Fest!

Also Ungeimpfte sollen nach unserer Verordnung gar nicht feiern. Die dürfen sich eigentlich nur mit Ungeimpften treffen, im eigenen Hausstand oder mit einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand; zwei Personen.

Marie-Luise Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz am 17.12.2021 (VRM, Zeitmarke 1:09:48).

Tja, da ’simmer also schon wieder. Das vom Christentum von den naturverbundenen Heiden gekaperte Fest zur Wintersonnenwende steht also unmittelbar vor der Tür. Ausnahmsweise mal wieder ohne „Kontaktbeschränkungen“ und anderweitige Verbote, deren obrigkeitsstaatliche Verordnung sich nicht einmal die echten Nazis getraut hätten.

Für die sich an ihre Ketten klammernden Lohnsklaven liegt dieses Fest in diesem Jahr obendrein auch noch auf einem besonders blöden Datum; während man in anderen Ländern gesetzliche Feiertage, die auf einen Samstag oder Sonntag fallen Montags nachholt, dürfen manche bereits am Dienstag schon wieder ihrer Fronarbeit nachgehen, weil Heiligabend und 1. Feiertag auf einen Sams- und Sonntag fallen. Denn gilt hier, im Neoliberalismus transatlantischer Prägung, auch weiterhin, dass nicht nur die „Impfung“, sondern vor allem auch die Arbeit erst so richtig frei macht!

Anders kann man sich den ganzen Konsumkrempel (wie bspw. das jährlich neue, vollkommen überflüssige, den Nutzer weiterhin bis ins Unermessliche verdummende „Smartphone„) , den man sich bunt verpackt um die Ohren schenkt, ja auch gar nicht leisten. Wenn die eigene Kreativität gar derart verkümmert ist, mit den eigenen Händen oder gar Gedanken etwas Persönliches zu erschaffen – oder man auch schlicht und ergreifend gar nicht weiß, worüber sich der andere wirklich freuen würde, packt man einfach einen Geldschein, oder noch schlimmer, einen Gutschein in einen Umschlag. Nee, ehrlich – lass‘ stecken!

Dem anderen einfach mal über das gesamte Jahr verteilt das eigentlich Wertvollste – nämlich Zeit und Aufmerksamkeit – zu schenken; auf die Idee kommen selbst heute immer noch die Wenigsten. Da gilt nur: Rödelrödelrödel! Work hard, play hard, celebrate hard! Wo die einen wegen der hochdosierten Schlumpfplörre umkippen wie die Fliegen, kippen die anderen weiterhin um, weil sie irgendwann aus dem Hamsterrad katapultiert werden. Was man nicht alles tut, für die „Gesundheit“!

Tja, wie „feiert“ ein Jahr für Jahr zynischer werdender Eremit eigentlich Weihnachten? Gar nicht. Es ist für mich spätestens seit dem Tode des Oppas mütterlicherseits (2009) ein Tag wie jeder andere. Im Endeffekt offenbart dieses System der Unfreiheit ja eigentlich auch durch die Konzentration familiärer Zusammenkünfte auf „Feiertage“, wie jene an Weihnachten, auch, wie unfrei wir im Laufe des gesamten restlichen Jahres sind.

Den Freiraum, sich einfach mal zu treffen und eine schöne Zeit mit Familie, Freunden und Bekannten zu verbringen – den hat schlicht und ergreifend kaum jemand. Und da muss einem noch nicht einmal eine durchgeknallte Irre wie Frau Dreyer per Verordnung (also einem formellen Gesetz) verbieten(!), sich mit anderen Menschen zu Weihnachten (oder zu Lagerfeuern) zu treffen.

Ich frage mich gerade nach den letzten drei Jahren: Warum will man das überhaupt noch? Mit der durchgeboosterten buckligen Verwandtschaft, die einem auch fröhlich lächelnd zum Abschied zugewunken hätte, wenn die Gesundheits-Staats-Polizei (auf ihren Hinweis hin) einen samt Familie abgeholt und in ein ZeroCovid-QZ nach chinesischem Vorbild geschleift hätte? Zur Aufrechterhaltung der Gesundheit des Volkskörpers! Auch am Weihnachtstisch 2022 einfach so tun, als sei nix gewesen? All die widerliche Hetze verdrängen, die vor ziemlich genau einem Jahr einen traurigen Höhepunkt nach dem anderen erreichte?

Ich stell mir das gerade vor; was das für ein Massaker gäbe, wenn einer wie ich gerade zu Zeiten wie diesen am klassisch-spießbürgerlichen familiären Weihnachtstisch sitzen würde; wo eh schon lange vor Corona all die unausgesprochenen Verstimmungen zu regelmäßigen Familiendramen und Enterbungs-Androhungen führten.

Und nun sitzt da der seine regenbogenarmbindentragende Coronazi-Onkel Herbert von der Union und die ein blau-gelbes Halstuch tragende Tante Gisela – und berichten von ihrer fünften Spritzung? Davon, dass unsere großartige Regierung auch in Sachen Ukraine und Energieversorgung alles richtig machen würde? Dass es absolut richtig war, dass dieser stinkfaule, ungeimpfte und unsolidarische Blogger im vergangenen Jahr nicht mit am Tisch sitzen durfte! Die Omma würde vielleicht wieder mal verzweifelt versuchen, die Wogen zu glätten; darum bitten, solche kontroversen Themen auszuklammern. Sich nicht zu streiten!

Klappe halten? Nicht eskalieren? Um des Scheinfriedens willen? Nö; was passiert, wenn man sich viel zu lange friedfertig auf der Nase rumtanzen und verarschen lässt, durfte unter anderem Russland in diesem Jahr lernen; als die übelste Menschenschinderin seit M. Thatcher, Angela Merkel auch frank und frei zugab, dass die Minsker Abkommen eine reine Verarsche der Russen waren, um der faschistischen Regierung der Ukraine mehr Zeit für Aufrüstung zu verschaffen.

Ich hab das in einem der unzähligen Beiträge mal geschrieben: Mir ist derzeit nicht nach Feiern zumute. Es gibt faktisch keinen Grund zu feiern. Selbst ein totalitärer Irrer wie Klabauterbach ist noch Gesundheitsminister, die Justiz marschiert weiter stramm im Stechschritt und auch Politik und Medien haben, wie auch der Rest der „Gesellschaft“ an ihrem grundsätzlichen Kurs nichts geändert. Man inszeniert einen Reichsbürger-Putsch, um den Menschen jegliche Flausen aus dem Kopf zu treiben. Feiern würde ich aber genau das; wie eine gigantische Menschenmasse diese Hochverräter zwingt, sich in einem Helikopter vom Dach des Reichstags in Sicherheit fliegen zu lassen.

In diesem Jahr ist nicht nur die Kinderarmut, sondern auch die Armut im Allgemeinen gewaltig gestiegen. Die Umetikettierung des menschenunwürdigen ALG II in „Bürgergeld“ ergab schon keinerlei nennenswerten gesellschaftlichen oder politischen Diskurs mehr; auch nicht bei der Schein-Linken. Der Anteil der „Überflüssigen“ wird jährlich größer, die Enteignung vor allem der Armen schreitet vor allem durch die Inflation bei den Grundnahrungsmitteln weiter ungehindert fort.

Und warum? Weil viel zu viele immer noch meinen, Deals mit dem Teufel machen zu können. Und dazu gehört auch, an Weihnachten gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Lasst es krachen; nicht erst an Silvester!


Siehe auch

Coronoia: Rohe Unfreinachten!

9 Gedanken zu „Coronoia: Rohes Fest!“

  1. Hm ja, ich wünsche Dir auf jeden Fall frohe Tage, auch wenn Dir nicht so weihnachtlich zumute sein mag. Falls Du das von mir aber dieses Jahr noch nicht gelesen haben solltest, wäre es mal wieder an der Zeit, dem Postboten (wahlweise der Briefträgerin) ordentlich in die…, also in den Christstollen zu treten. Denn ich mache mir die Mühe nicht, damit das dann, keine Ahnung, irgendwo in der Tonne ? landet.

    In diesem Sinne: mach‘ einfach was feines. Und hör‘ wenigstens einmal im Jahr auf, Dir die Unseligkeiten dieser Welt reinzuziehen. Die sind ohnehin da und machen nur krank, wenn man ihnen täglich ins Gesicht schaut.

    *wedelt mit Tannenzweigen gen Pfälzer Wald und zündet vier Kerzlein an*

      1. Also, ich hab’s am 19.12. mit weiteren Briefen in den Kasten geworfen, und die anderen haben ihre Post schon lange bekommen. Fünf Tage für ein kleines Brieflein ist keine Glanzleistung der Post (oder wer auch immer Deine Briefe zu Dir trägt…). Ich sach ja: beschwer‘ Dir mal!!

        1. Der Stamm-Briefträger hier ist eigentlich recht zuverlässig. Ist halt ein weiter Weg – und je länger die Reise, desto eher geht halt wohl auch mal bei der auf betriebswirtschaftliche Effizienz getrimmten Deutschen Post was verloren; ggf. aber auch aus den dir näher bekannten Gründen. Schade drum! Aber vielleicht taucht es doch noch auf; ein Brief vom Verwaltungsgericht hatte für die paar km aus Neustadt hierher neulich aber auch (wieder) ziemlich lange benötigt.

          1. Du kannst den Stammbriefträger ja mal fragen, ob er sich erinnert. Das könnte die Sache ggf. etwas eingrenzen. Ist ja nicht der erste Brief von mir an Dich, der verlorenging…

          2. Hey, hab den Postboten in den letzten Tagen nicht erwischt. Aber wir wissen nun in etwa, wie lange die Deutsche Post für eine Postkarte vom hohen Norden in die Pfalz benötigt; denn heute kam sie dann doch noch an.

            Danke nochmal! 🙂

          3. heute kam sie dann doch noch an

            Na, das ist ja dann doch noch erfreulich, und immerhin noch im selben Kalenderjahr. Man lernt ja, mit wenig zufrieden zu sein… 😉

  2. Das hast du wieder schön gesagt Dennis! Aber man konnte auch Manches aus diesem Zirkus lernen. Erstens weiß ich jetzt, daß immer Geld da gewesen wäre, für alle gesellschaftlichen Umbaumaßnahmen, auch wenn die erstmal nichts eingebracht hätten. Zweitens weiß ich jetzt, dass man mit den Medien jedes erdenkliche Umerziehungsprojekt für die Bevölkerung durchsetzen hätte können, auch zu einer nicht auf Hauen und Stechen ausgelegten Gesellschaft. Und drittens ist das was mir eine Sch…Angst macht: Die Gräuel vom Nationalsozialismus wären jederzeit wieder genauso möglich. Man mache sich klar, daß die Leute damals später auch wußten, wenn sie opponieren kann das leicht zum Kopfverlust führen. Ich habe gefühlt min. 10x die NAZI-Zeit in der Schule durchgekaut. Langsam beschleicht mich der Verdacht, daß das nicht dazu gedient hat es in Zukunft zu verhindern, sondern um den Leuten gleich zu signalisieren, wenn du opponierst, wirst du irgendwann einen Kopf kürzer gemacht. Aber die Schule ist ja sowieso nur da, um den Schülern eines beizubringen: Lernen macht keinen Spass…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch das Absenden des Kommentars werden Ihr gewählter Name, Ihre Email-Adresse sowie der von Ihnen verfasste Text gespeichert. Kommentare, die unter Angabe einer Fake-e-mail-Adresse angegeben werden, werden zukünftig gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Sie können ihren Text per html-Tags formatieren. Bitte den passenden Antwort-Button auswählen.

Bei Problemen mit dem Captcha bitte den Text in die Zwischenablage kopieren und die Seite mit StrG + F5 neu laden.

89 − = 82