Coronoia: Der Besuch der alten Dame

16 Jahre ist es schon her, als ich im Deutschunterricht an der Berufsoberschule I Wirtschaft in Zweibrücken eine Interpretation über Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ schrieb. Den am 31.01.2006 getippten Aufsatz habe ich sogar noch auf dem Rechner. Ich interpretierte das Stück damals (kurz nach Inkrafttreten der Hartz-Gesetze) in der Weise, dass man sich mit ausreichend finanzieller Macht letzten Endes alles kaufen könne; mit Geld auch zwecks niederer, persönlicher Rachegelüste gar eine gesamte Kleinstadt zerstören – und deren Bewohner (aus vorgeblich moralisch gerechtfertigten Gründen) zu einem gemeinschaftlich begangenen Mord anstiften kann. Abgesehen von einem aufrechten Lehrer sehen alle weg und machen alle mit; auch Bürgermeister, Pfarrer und Polizist.

Meinen Aufsatz schloss ich damals folgendermaßen ab:


Auf der Frage der Käuflichkeit aller Werte und Dinge – und der damit eng verbundenen Frage nach Gerechtigkeit – basiert das gesamte Stück von Dürrenmatt. Die Bereitschaft der Einwohner Güllens, einen Menschen zu töten, hängt letzten Endes nur von der Höhe der Summe ab, die dafür bezahlt wird – ist das Blutgeld hoch genug, wird selbst der anständigste Mensch sämtliche ideellen Werte über Bord werfen. Dürrenmatt betreibt somit eine harsche Gesellschaftskritik, in Rahmen derer sich jeder Zuseher / Leser Gedanken machen soll, ob er ebenfalls so handeln würde. Oder in welchen Fällen er – in geringeren Ausmaßen im alltäglichen Leben – ebenso handelt. (…)


Damals lag mein Fokus mehr auf der Käuflichkeit der Menschen im Allgemeinen. Heute würde ich mich darüber hinaus auch noch umfangreicher mit dem völligen Versagen der staatlichen und religiösen Institutionen befassen; als auch dem schlagartigen Verfall der allgemeinen Moral, die letzten Endes in der gemeinschaftlichen Ermordung Alfred Ills kulminierte. Ill musste sterben, weil er (sicherlich nicht gerade ein Vorbild von Tugend und Anstand) eine von ihm Geschwängerte allein ihrem Schicksal überließ. Die Ironie liegt allerdings auch darin, dass der Lebensweg der „alten Dame“ diese ohne dieses tragische Kapitel andernfalls auch nicht zu einem derart großen (angeheirateten) Reichtum (und der damit verbundenen finanziellen Macht) geführt hätte.

Die reichste Frau der Welt ließ über viele Jahre die gesamte Bevölkerung von Güllen leiden, indem sie die kleine Stadt vorsätzlich auf Basis ihrer finanziellen Macht sozioökonomisch zugrunderichtete.

Die Welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie zu einem Bordell.

Nachdem die Menschen über viele Jahre gelitten hatten (ohne zu wissen, wer und aus welch niederen Motiven für ihr Leid verantwortlich war), kam sie in die Stadt zurück und verführte die Menschen durch in Aussicht gestellte „Investitionen“. Die Stadt erhielte von ihr eine Milliarde; die einzige Bedingung hierfür war die Tötung Alfred Ills. Der Bürgermeister wies diese Forderung noch entrüstet zurück:

Frau Zachanassian: Noch Leben wir in Europa, noch sind wir keine Heiden. Ich lehne im Namen der Stadt Güllen das Angebot ab. Im Namen der Menschlichkeit. Lieber bleiben wir arm denn blutbefleckt.

Zachanassians trockene Antwort: „Ich warte“. Denn sie kannte die Menschen. Und ihre Käuflichkeit.

Die Worte des Bürgermeisters waren letztlich nur leere Floskeln. Denn die Güllener begannen angesichts dieser Aussichten auf eine rosige Zukunft wieder zu konsumieren; auf Pump. Sie leisteten sich wieder Dinge, die sie sich lange Jahre verkneifen mussten. Sie verschuldeten sich; in der Gewissheit, dass am Ende schon irgendwer (nur nicht sie selbst) diesen Alfred Ill beseitigen würde. Sie begaben sich in eine finanzielle und moralische Schuldknechtschaft, aus deren struktureller Unfreiheit sie nicht mehr herauskamen, ohne letzten Endes einen (gemeinschaftlichen) Mord zu begehen. Alfred Ill sieht die ganze Zeit, wohin die Reise geht; verzweifelt an seinen Mitbürgern. Doch die stellen ihn als Verrückten dar; verdrängen sehr lange das, woran sie sich am Ende dann doch beteiligen.

Auf eine ähnliche Weise werden durch die Strukturen unseres kapitalistischen Systems nahezu alle gekauft. Es reicht bereits die Abhängigkeit im Rahmen eines klassischen Lohnarbeitsverhältnisses (oder fehlendes Wohneigentum), um in einen Teufelskreis zunehmender Unfreiheit und Abhängigkeit zu geraten; weil man lieber die Klappe hält (und in ein noch totalitäreres System abrutscht), als seinen Job zu verlieren. Also macht man alles mit; sei es die Aufgabe jeglicher Selbstachtung, bspw. durch das Tragen eines entwürdigenden Maulkorbs oder die tägliche „Testung“, um zu belegen, dass man kein der Gesundheit des Volkskörpers abträglicher „Gefährder“ sei. Man nutzt, wenn man das „Glück“ hatte, „positiv“ getestet zu werden, die Möglichkeiten, wieder seine elementaren Menschenrechte auszuleben. Man zeigt seinen Genesenen-„Status“ vor – und stützt so im Endeffekt selbst das menschenverachtende Klassensystem, welches einem jedoch nur einen befristeten Freigang gewährt.

Was natürlich auch für verbeamtete Büttel gilt, ob sie nun Uniform tragen, in Gesundheitsämtern Quarantänebescheide für Kleinkinder erlassen oder als Lehrer und Erzieher Kinder misshandeln. Und so geht es endlos weiter, über die jede Propaganda willig durch die Gesellschaft peitschenden Presstituierten zu den szientistischen „Wissenschaftlern“, die und deren „Forschungen“ auf staatliche, aber vor allem auf „Drittmittel“ der Konzerne, als auch private „Spenden“ (bspw. von der Bill & Melinda Gates Foundation) angewiesen sind. Letzten Endes alles Nutten, die, wenn der Preis stimmt, alles tun, was derjenige mit der Knete befiehlt. So, wie das nicht nur Milgram in seinen Experimenten nachgewiesen hat; es braucht immer nur eine Autorität, um die Sehnsucht nach Unterwerfung (sei es nun die eigene oder die anderer) zu stillen. Und Geld regiert nun einmal die Welt.

So schaffen sich die Ultrareichen (die Zachanassian als reichste Frau der Welt verkörperte) gegenwärtig eben ihre Version einer schönen, neuen Welt. Indem sie die überwiegende Masse noch nicht einmal mehr durch Geld, sondern durch das wohlige (und somit sehr billige) Gefühl, zu „den Guten“ zu gehören, verführen. Nein, sogar indem sie unverblümt Verzicht predigen; betreffe es nun Mobilität, die Lebensmittelversorgung oder auch die Wohnungstemperatur. Den Eliten reicht es, die paar Pappnasen im Bundestag und in den Ministerien zu bestechen. Oder sie in Kaderschmieden wie dem WEF zu staatsterroristischen Schläfern auszubilden, welche auf Befehl die von den reichsten und mächtigsten Menschen auf diesem Planeten gewünschte Politik umsetzen.

Die durchschnittlichen Menschen haben immerhin nun auch schon zwei Jahre ihres Lebens in diesen Wahn „investiert“. Vor allem eben durch Verzicht, Gesundheit – und „Haltung„; das kann und darf einfach nicht umsonst oder gar falsch gewesen sein! Und die Masse ist ja auch weiterhin sehr genügsam; es reicht dem tobenden Mob, wenn er einen Feind hat, den man hassen darf. Volker Pispers sagte einst einmal: „Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“ Seien es nun Alfred Ill, „die Ungeimpften“ oder ganz aktuell, „die Russen„. Denn wenn dieser (verachtenswerte) Feind (in Orwells „1984“ heißt er übrigens Goldstein) geopfert oder besiegt wurde, wird bestimmt alles besser. Oder halt auch nicht.

Es ist viel passiert, in den letzten beiden Jahren. Mit Ethik, Moral, Menschlichkeit und Menschenwürde ging es mindestens in einem ähnlichen Tempo steil bergab, wie in Friedrich Dürrenmatts Theaterstück. Und derzeit ist nicht absehbar, wer und was dem Wahn einiger geistesgestörter Eliten und ihrer Handlanger noch alles geopfert werden wird.


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10 Gedanken zu „Coronoia: Der Besuch der alten Dame“

  1. Ja, guter Beitrag alles drin.
    Ich hatte heute das hier als Mail von Jemand, der mir wirklich sehr nahe steht oder vielmehr stand, bekommen, weil ich Verständnis für Putin und das Gemengelage aufgezeigt hatte: „Du bist völlig daneben. Wer einen Angriffskrieg mit aller Propaganda, die im Netz verfügbar ist, verteidigt, hat nix begriffen. Aber Du driftest ja sowieso mehr und mehr nach rechts ab. Das Horst-Mahler-Syndrom sozusagen. Vl merkst Du das nicht mal, aber das glaube ich eigentlich nicht“.

    Bei Corona waren wir noch größtenteils einer Meinung…
    Mich würde mal von euch Kommentatoren wissen wollen, wieviele von den nicht von vornherein kritischen Leuten ihr überzeugen konntet.

    1. Publicviewer, mit „von vornherein kritischen Leute“ umschreibst du die Menschen, welche Corona und dessen Gefahr korrekt als mittelstarke Grippe klassifizieren, oder?

      Da die nicht von vornherein kritischen Leute schon bei der Beurteilung von Corona überfordert waren, ich zur Ukraine selbst nach über zwei Wochen Lektüre noch keine abschließende Meinung (die sich mit der deinigen vermutlich grob deckt) habe, fühle ich mich nicht „bereit“ in solche Unterhaltungen zu starten. Bsp.: Mein Nachbar, ein (Alt-)Punk, aber mit Faible für historisches Kriegsgerät, hat den Hintergrund von Corona nicht durchschaut und seit zwei Wochen weht am Fahnenmast über der Totenkopffahne zusätzlich die ukrainische. Seit einer Woche steht im Rückfenster seines Malergeschäftsautos „KILL PUTIN“. Jemand einen Tipp, wie ich die Konversation beginnen könnte?

      Vielleicht, ob er die Aufforderung zur Straftat ernst meint oder wieso er nicht selbst killen geht… oder ob Putin mit oder ohne Gerichtsurteil getötet werden solle… und wie er zur Todesstrafe stehe und im Falle der Bejahung ein paar passende Länder vorschlagen, wo er dies haben kann…
      Deutschland verrecke, schallte es früher mal von irgendwo!
      Jo.

      1. Ja, so ziemlich genau.
        Also die, die meist auch schon vor Corona den Finger auf die Wunde gelegt haben und bspw. das K.Wort ausgesprochen haben…;-))
        Bei uns hier in der Kleinstadt lese ich in den Fenstern
        „SOLIDARITÄT und FUCK PUTIN „

  2. Die Ironie liegt allerdings auch darin, dass der Lebensweg der „alten Dame“ diese ohne dieses tragische Kapitel andernfalls auch nicht zu einem derart großen (angeheirateten) Reichtum (und der damit verbundenen finanziellen Macht) geführt hätte.

    Das halte ich zwar auch für Ironie, aber tatsächlich vor allem für einen der Hauptpunkte, unter dem man die ganze Geschichte betrachten sollte. Darin liegt nämlich sehr viel von der ganzen (gesellschaftlichen) Krux, aus der das Drama sich entfaltet. So weit und tief schaut aber selten jemand. Womit wir wieder beim Hier und Heute wären…

  3. Lange konnte „man“ so vieles nicht glauben weil es so weit weg war; jetzt will „man“ es nicht glauben weil es so nah ist. Dein Beitrag fasst in wohl geformten Worten die Tragikkomödie der Menschheit und deren Selbstentmenschung kurz und präzise zusammen.
    Bereits in meiner Jugend störte mich die befremdliche Erkenntnis, dass sich jeder selbst anbiedern und verkaufen muss. Gelang es den meisten – so sah es jedenfalls aus – in eine beliebige Rolle zu schlüpfen, so sprachen die, die es nicht so leicht schafften lieber nicht darüber, mühten sich aber weiterhin wacker ab ihr Dasein meistbietend zu verhökern. Es ist schier unmöglich zwischen zwei Mühlsteinen nicht zermahlen zu werden. Die wenigen Körner liegen dann unbeachtet an der Seite, werden zertreten oder den Säuen vorgeworfen.
    Dachte ich anfangs C noch daran Menschen mit Fakten überzeugen zu können (was nat. nicht gelang), so ist mit UK/ RU das Feld der bedingungslosen Mitmarschierer gut bestellt und ein Quant Vernunft nicht mal ansatzweise erkennbar. In Gesprächen teste ich dieses Minenfeld bestenfalls kurz an.

  4. „Der Besuch der alten Dame“ ist mir in Realschule oder TG vor über 25 Jahren auch mal begegnet. Mit Literatur konnte ich damals wenig anfangen, geschweige denn mir psychologische Analysen von schwerst boshaften Geschehnissen erlauben. Meine kindliche/jugendliche Welt war damals heil und ich konnte an die aus meiner Sicht abstrusen Gegebenheiten der Stücke nirgends anknüpfen.
    Und heute hat die Realität diese Stücke eingeholt. 🙁


    Anm. DS: Welcome to the real world. 😉

  5. Wenn das
    https://www.ds-pektiven.de/wp-content/uploads/2022/03/EOS_22-0059.jpg
    mal nicht m$ windoof ist! Tststs. Hoffentlich hast du damit nicht Billy direkt bzw. Coronahysterie indirekt finanziert. 🙂
    Falls du eine zweite Kiste frei hast, probier mal „Arch Linux“ oder „Linux Mint“ aus, ich kann dich auch gerne beraten oder behilflich sein.

    Zu: http://www.dankefueralles.de.
    Obwohl es gesünder wäre, ist mir nach zwei Jahren Niedertracht in vielerlei Anlass nicht mehr nach Ironie und präferiere „Danke für nichts“:
    https://www.zdf.de/comedy/comedy-sonstige/danke-fuer-nichts-2020-teil1-100.html
    ups, das meinte ich: http://dankefuernichts.de/ bzw.
    https://www.youtube.com/watch?v=NU69qtExPEw


    Anm. DS: Irgendwie hatte ich mit sowas gerechnet. 😉 Uraltes Win7. Von mir (denke ich) so eingerichtet, dass Billy und Co. nix von mir bekommen, was ich nicht will. Um mich mit alternativen Betriebssystemen herumzuschlagen, fehlt mir nicht erst derzeit der Nerv.

  6. Leute, die ich in Diskussionen überzeugen konnte: Antwort: Western aus den 70 ern mit Terence Hill als Hauptdarsteller mit 6 Buchstaben: N . . . . . . Zumindest ein Freund von früher will mal Tageswanderung mit mir machen weil ich ihn neugierig gemacht habe und er wohl wissen will, warum ich „so drauf bin“. Das sagt doch alles. Das absolute Maximum ist wohl: „Den Mann kannst du ganz leise nur bekehren und verborgene Dinge in längst vergessene verkehren“. Um es zutreffend mit Wolfgangs Worten(Live) zu beschreiben: “ Das Diskussionsfenster ist zu „. Wer jetzt nicht aus eigenem Antrieb kritisch geworden ist, der ist wohl „weg“. Dann wird es wohl noch ein paar Überläufer geben, die die Maßnahmen am eigenen Leibe gespürt haben. Zusammenfassend: Bilanz trostlos: Büro 2 von ca. 40 kritisch/ Fußballerstammtisch 2 von ca. 15/ Familienumfeld 1 von 10/Laufgruppe 1 von ca 20 usw., denke, das wird hier allen so gehen…-

  7. So. jetzt wird es bald soweit sein.
    Die alte Dame (der russische Bär) hat die Krallen ausgefahren.
    Die Russen lassen sich ihr Gas in Rubel bezahlen.
    Das wird Schule machen und „Bretton Woods“ wird der Vergangenheit angehören.
    Das Aus des Petroldolllars, wird die Amis hart treffen, da sie ihre Weltmachtsführung verlieren werden.
    Und die blöden Deutschen haben in ihrem Sanktionswahn und grenzenlosen Borniertheit noch gar nicht begriffen, das es sie dann wohl am meisten Betreffen wird.
    Ein Land, praktisch ohne Ressourcen auf den Außenhandel angewiesen, das dann wohl gezwungen sein wird, teurer einzukaufen nicht mehr billig produzieren zu können, weil die Energiekosten jetzt wohl endgültig in die Höhe schnellen werden.
    Und zwar um einiges mehr als dann für andere Länder.

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