Coronoia: Charakter

Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.

Kurt Tucholsky.

Ich glaube, ich und der Kurt wären sehr gute Freunde geworden. In diesen schweren Zeiten lernt man die wenigen noch verbliebenen, mit Charakter beseelten Menschen kennen. So, wie es mir am letzten Freitag nach längerer Zeit endlich mal wieder vergönnt war. Schöne Grüße! Auch in der etwas trantütigen Pfalz gedeiht allmählich Widerstand! „Coronoia: Charakter“ weiterlesen

Coronoia: „Das bisschen Tuch“

Deutschland braucht die FFP2-Maskenpflicht

Ein Kommentar von Claus Hecking

Die selbst genähte Alltagsmaske ist ein Relikt. Es wird höchste Zeit, dass wir alle professionelle Masken tragen, die auch uns selbst vor dem Virus schützen. Bezahlen muss sie der Staat.

Wer glaubt ernsthaft, dass uns das bisschen Tuch vor Mund und Nase davor schützt, Coronaviren einzuatmen? Und doch tragen noch immer Millionen Menschen in Bus, Bahn und Supermarkt solch selbst geschneiderte Stoffmasken. (…)

Der Spiegel / 13.01.2021, 20.57 Uhr.

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Coronoia: Leid und Macht

»Wie versichert sich ein Mensch seiner Macht über einen anderen, Winston?«

Winston überlegte. »Indem er ihn leiden lässt«, sagte er.

»Ganz recht. Indem er ihn leiden lässt. Gehorsam ist nicht genug. Wie könnte man die Gewissheit haben, es sei denn, er leidet, dass er Ihrem und nicht seinem eigenen Willen gehorcht? Die Macht besteht darin, Schmerz und Demütigungen zufügen zu können. Macht heißt, einen menschlichen Geist in Stücke zu reißen und ihn nach eigenem Gutdünken wieder in neuer Form zusammenzusetzen. Fangen Sie nun an zu sehen, was für eine Art von Welt wir im Begriff sind zu schaffen? (…)«

George Orwell, 1984. „Coronoia: Leid und Macht“ weiterlesen

Coronoia: Bild von der Zukunft

Wenn Sie sich ein Bild von der Zukunft ausmalen wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der in ein Menschenantlitz tritt – immer und immer wieder. (…) Und vergessen Sie nicht, daß das für immer gilt. Das Gesicht zum Treten wird immer da sein. Den Ketzer, den Feind der Gesellschaft, wird es immer geben, so daß er immer wieder besiegt und gedemütigt werden kann.

George Orwell, 1984.

Meine Kräfte, diesen sich exponentiell verschlimmernden Wahnsinn weiterhin ertragen zu können, neigen sich allmählich dem Ende entgegen. Man braucht nur einen x-beliebigen Twitterfaden oder Youtube-Kommentarstrang anklicken – und fühlt sich umgehend in die Welt von 1984 versetzt. „Coronoia: Bild von der Zukunft“ weiterlesen

Coronoia: Teenage Mutant Ninja Virus

Rückblickend war die Schweinegrippe-Pandemie in Wahrheit eher eine weltweite Massenhysterie. Heute kann man kaum noch glauben, dass alles wirklich so passiert ist, wie es passiert ist. Kann nicht fassen, dass niemand irgendwann auf den Tisch gehauen und gesagt hat: „Leute, jetzt wacht doch mal auf!“

Nebenwirkung Vertrauensschwund, Veronika Hackenbroch, Spiegel vom 21.09.2018.

Coronoia: Die Urteile der Massen

Es ist überflüssig zu bemerken, dass die Unfähigkeit der Massen, richtig zu urteilen, ihnen jede Möglichkeit kritischen Geistes raubt, das heißt, die Fähigkeit, Wahrheit und Irrtum voneinander zu unterscheiden und ein scharfes Urteil abzugeben. Die Urteile, die die Massen annehmen, sind nur aufgedrängte, niemals geprüfte Urteile. Viele einzelne erheben sich in dieser Beziehung nicht über die Masse. Die Leichtigkeit, mit der gewisse Meinungen allgemein werden, hängt vor allem mit der Unfähigkeit der meisten Menschen zusammen, sich auf Grund ihrer besonderen Schlüsse eine eigne Meinung zu bilden.

Gustave Le Bon, Psychologie der Massen. „Coronoia: Die Urteile der Massen“ weiterlesen

Coronoia: Intellektuelle Verwirrung

Vielleicht steckt ein tiefer Sinn dahinter? (…) Alles, was Sie für Fehlsinn, für Fehlleistungen von Politikern halten – das sind vielleicht gar keine? Die sind vielleicht nützlich für irgendwelche Gruppen der Bevölkerung. Nur Sie sind nicht dabei! (…) Überlegen Sie doch mal, dann lösen sich die ganzen Widersprüche auf! Die Wut wird noch größer, aber die intellektuelle Verwirrung lässt nach.

Georg Schramm im Jahr 2008 (zur Bildungspolitik). „Coronoia: Intellektuelle Verwirrung“ weiterlesen

Coronoia: Viele Arten zu töten

Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.

Bertolt Brecht. „Coronoia: Viele Arten zu töten“ weiterlesen

Coronoia: Wollt ihr den totalen Lockdown?

Wollt ihr ihn – wenn nötig – totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?

Und wie einstmals rief die hirnamputierte, kleingeistige, zu eigenständigem Denken unfähige Masse, bestehend aus faschistischen Mitläufern, euphorisiert:

Jaaaaaaaaaaaa!

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Coronoia: Der deutsche Sklave

Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts.

Heinrich Heine (1797 – 1856).

Hat sich also nicht viel verändert in den letzten rund 200 Jahren.