Coronoia: Aus der Puste

Am Sonntag drehte ich mit vier anderen Ungeschlumpften eine angenehme Tour im Übergang zwischen dem Pfälzerwald und der Sickinger Höhe. Dabei war in der Summe die An- und Abreise sogar reicher an Kilometern als die eigentliche Tour. 😉 Nach einem philosophischen Ausklang auf einer schönen Sitzgelegenheit bei Petersberg begleitete ich den Kumpel, mit dem ich auch schon öfters an Freitagen durch die Wälder ritt, noch bis vor die Tore von Pirmasens. Ich fuhr dann rechts die abenteuerliche HBR-Route hoch Richtung Gersbach. Auf dem letzten steilen Stückchen sah ich vor mir einen anderen Mountainbiker, der für einen Moment kurz anhielt. „Coronoia: Aus der Puste“ weiterlesen

Coronoia: Montags-Therapie

Keine Ahnung, was genau der Grund war, warum es mich am Samstagabend erneut so richtig übel runtergezogen hatte? Die Talfahrt hielt dann quasi über den gesamten Sonntag an; ein ziemlich krasser, depressiver Schub. Ein heftiger Weltschmerz-Booster. Vermutlich viele aufsummierte, auch unterbewusste Kleinigkeiten; gepaart mit der bitteren Erkenntnis, dass am 20. März eben doch nicht „alle Maßnahmen“ endeten? Ich hatte dbzgl. ja auch nie etwas anderes erwartet, als dass die Folter weitergehen wird. So zumindest meine bewusste Wahrnehmung. „Coronoia: Montags-Therapie“ weiterlesen

2-mm-Inbus-Schaltwerk-Einstellschrauben

Sorry, ich muss zwischendurch mal wieder kurz radspezifisch ranten. Was für ein Anwärter auf einen Hirnschrittmacher hat bei Shimano entschieden, die Einstellschrauben für das hintere Schaltwerk an der SLX-Serie, als auch am Umwerfer, allen Ernstes mit 2-Millimeter-Innensechskant-Schrauben zu versehen? Schrauben, die generell nicht nur aufgrund der Verdreckung und Belastung nur eher schwergängig zu drehen sind. Und als Material für diese Schrauben dann auch noch minderwertigen Stahl zu verwenden, sodass das Innensechskant-Profil selbst mit gutem Werkzeug nach nur einem missglückten Versuch, die Schraube zu lösen, derart ausgeschliffen ist, dass man die Drecksdinger überhaupt nicht mehr bewegen kann. Ich hasse diese beschissene kaputtalistische Obsoleszenz.

Am 25.01.22 auf dem Luitpoldturm

Das Leben könnte so schön sein; ohne den ganzen Corona-Bullshit. Einfach draußen in der Natur sein, bei einer Hochnebelwetterlage. Knapp über 30 km Anfahrt mit dem Mountain-Bike durch eine graue, trübe Nebelsuppe, um für ca. eine Dreiviertelstunde auf dem bekanntesten Aussichtsturm mitten im Pfälzerwald mit anderen Leuten, die nicht den Eindruck machten, sie seien coronoid, die einmalige Szenerie genießen, die dem Naturfreund heute geboten wurde. Wie schon bei meinem letzten Besuch vor gut zwei Monaten war der Weißenberg fast komplett umschlossen von einer sich gegen Sonnenuntergang weiter verdichtenden und ausbreitenden Nebeldecke. „Am 25.01.22 auf dem Luitpoldturm“ weiterlesen

Am 12.11.21 auf dem Luitpoldturm

Wie im vorigen Coronoia-Beitrag bereits erwähnt, ging es am 12.11. wieder mal mit dem MTB hinauf zum Luitpoldturm. Ich kam wieder recht spät in die Gänge; unter anderem war ich mir auch unsicher, ob die nebelfreie Zone, die auf dem Satellitenbild früh erkennbar war, auch wirklich stabil sei? So machte ich mich trotz eisiger Temperaturen von nur 1 bis 2 °C und Ungewissheit auf den ca. 32 km langen Weg, um dann auch mit einem dort so bislang noch nicht erlebten Naturschauspiel belohnt zu werden. „Am 12.11.21 auf dem Luitpoldturm“ weiterlesen

Coronoia: Die Religion der Angst

In Richard Dawkins‘ „Der Gotteswahn“ befasst sich der Autor auch mit der für „normal“ erachteten Selbstgewissheit religiöser Menschen, man habe ihren Glauben zu respektieren. Toleranz sei in diesem Zusammenhang bereits zu kritisch. Was gar nicht gehe, wäre, sich über den Glauben anderer lustig zu machen (Ketzerei) oder gar aktiv das Konzept von Religionen an sich infrage zu stellen. Religionen erlangen ihre Macht im Wesentlichen aus einer einzigen Quelle: Der Angst der Menschen vor Tod und Krankheit. Diese treibt sie in die Arme derer, die hierfür eine „Lösung“ anbieten. Wenn man nicht in der Hölle landen wolle, müsse man sich nur in deren Sinne verhalten. Im Grunde verfahren die Zeugen Coronas nach demselben, allerdings szientistischen Prinzip; mit dem (totalitären) Versprechen „absoluter Sicherheit“. „Coronoia: Die Religion der Angst“ weiterlesen

Coronoia: Regelverstöße

Ich bin / war seit rund 10 Jahren in der IBC angemeldet, um mir dort in den Foren auch regelm. von anderen Bikern in Diskussionen über die rechtliche Situation vorwerfen zu lassen, ich würde der Sache schaden, weil ich nicht devot vor den Forstbehörden und anderen Lobbygruppen kuschte und kroch, sondern die Ansicht vertrat, wir täten da nichts Illegales. Heute kommentierte ich kurz einen Beitrag zur rechtlichen Lage, ob und inwieweit die StVO im Wald Anwendung fände und was dies für das LWaldG bedeute. In einem Nebensatz merkte ich ironisch an, dass ich keine große Lust hätte, auf entsprechende andere Beiträge zu verweisen, weil man mich zuletzt wegen der Erwähnung des bösen C-Wortes mehrmals zensiert hatte. „Coronoia: Regelverstöße“ weiterlesen

Coronoia: Hätte, Hätte, Fahrradkette

Ich habe ein Problem: Man bekommt seit über einem halben Jahr in nahezu allen online-Shops kaum noch (halbwegs erschwingliche) Fahrradketten. Seit Monaten sind die sonst von mir verwendeten Ketten ausverkauft; es werden Lieferzeiten von mehreren Monaten angegeben. Das betrifft vor allem die 11-fach-Ketten, die ich am neuen MTB benutzen muss. Nach etwas mehr als zwei Jahren kann ich sagen, dass all meine Befürchtungen, was Haltbarkeit und Praktikabilität betrifft, berechtigt waren. Die Dinger sind ruckzuck runtergenudelt (d. h. gelängt) und müssen ständig ausgetauscht werden, teils schon nach nicht einmal 2.000 km. Die Kassetten sind schlicht zu groß, breit, schwer – und die Schaltvorgänge daher auch nicht wesentlich besser, weil der Schräglauf teilweise immens ist.
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Waldweg für Radfahrer „gesperrt“?

Vor ein paar Tagen sorgte eine Pressemeldung der Polizeiinspektion Edenkoben in der IBC für Aufregung unter den pfälzischen Mountainbikern. Im Bereich des Kesselberges (des zweithöchsten Berges des Pfälzerwaldes) hatte jemand einen Draht gespannt, um Mountainbiker unsanft von ihrem Rad zu holen. Die Konflikte im Bereich der Haardt nehmen laut der Berichte im Forum seit einem Jahr zu; dies liegt vor allem daran, dass viele Menschen aus den Städten und Orten in der dicht besiedelten Rheinebene in den Pfälzerwald flüchten. Sonst ist ja quasi nix mehr erlaubt. Im Forum bemüht man sich natürlich, das Thema „Corona“ als Ursache komplett auszublenden. Meiner Meinung nach trägt auch die tendenziöse und rechtlich fragwürdige Presseberichterstattung der Polizei dazu bei, dass manch einer sich ermächtigt fühlt, Selbstjustiz auszuüben. „Waldweg für Radfahrer „gesperrt“?“ weiterlesen

Jahreskilometer-Bilanz 2020

Ich bin – auch was meine gefahrenen Jahreskilometer betrifft – weiterhin auf dem absteigenden Ast. Einen wesentlichen Anteil daran hat auch der verfluchte Corona-Wahnsinn, dem ich nicht einmal auf dem Rad sitzend entfliehen kann. Bis Mai hatte ich noch Hoffnung, dass dieser Mist in nicht allzu ferner Zukunft enden würde. Die ab Ende April verhängte Maulkorbpflicht führte dann auch dazu, dass meine längste Tour des Jahres (mit nur 124 km) eben in diesem Frühlingsmonat gefahren wurde. Denn gerade auf den längeren Touren hatte ich mich unterwegs immer an Supermärkten mit Knabbereien und Getränken versorgt – diese Möglichkeit fiel dann aber bekanntlich leider weg. Meine zeitweiligen Besorgungsfahrten nach Frankreich waren ja leider auch nur von kurzer Dauer. „Jahreskilometer-Bilanz 2020“ weiterlesen