Coronoia: Empfehlungen vom 16.05.22

Tja, irgendwie ist die Luft völlig draußen. Pirmasens hat rund 40.000 Einwohner. Im Winter sollen es mal 400 Menschen gewesen sein, die teils illegal und unter permanenter Androhung von Bußgeldern und anderweitiger politischer Verfolgung wegen Gessler-Lappen-Verweigerung „spazieren“ waren. Heute waren es 13. Wir vergeuden gerade allen Ernstes den dritten Sommer in Folge. Wir werden uns wieder nicht wehren. Und wir werden wieder, wie die Häftlinge nach dem Freigang, in unsere immer kleiner werdenden Zellen zurückkehren. DAS frustriert mich mehr als alles andere. „Coronoia: Empfehlungen vom 16.05.22“ weiterlesen

Coronoia: Aus der Puste

Am Sonntag drehte ich mit vier anderen Ungeschlumpften eine angenehme Tour im Übergang zwischen dem Pfälzerwald und der Sickinger Höhe. Dabei war in der Summe die An- und Abreise sogar reicher an Kilometern als die eigentliche Tour. 😉 Nach einem philosophischen Ausklang auf einer schönen Sitzgelegenheit bei Petersberg begleitete ich den Kumpel, mit dem ich auch schon öfters an Freitagen durch die Wälder ritt, noch bis vor die Tore von Pirmasens. Ich fuhr dann rechts die abenteuerliche HBR-Route hoch Richtung Gersbach. Auf dem letzten steilen Stückchen sah ich vor mir einen anderen Mountainbiker, der für einen Moment kurz anhielt. „Coronoia: Aus der Puste“ weiterlesen

Gekappte Leitungen

Was haben die Neoliberalen und Marktradikalen uns damals nicht alles erzählt, wie viel besser alles werde, wenn bspw. die Bundespost zerschlagen und der Rest in Form des magentafarbenen Riesens auf Profit getrimmt wird. Und viele „Mitwettbewerber“ aufgrund der „Konkurrenz“ jenen trägen, ehemals von Beamten bevölkerten Laden zu deutlich mehr Motivation antreiben. Wir hier in meinem Kaff, ein in den 70er Jahren eingemeindeter Vorort von Pirmasens, hatten schon in den Nullerjahren zu spüren bekommen, was das heißt, wenn man bspw. auch die Versorgung mit kritischer und untrennbarer Infrastruktur eben jenem „Wettbewerb“ unterwirft. „Gekappte Leitungen“ weiterlesen

Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 4)

Es scheint doch noch zu werden; so ganz allmählich. Leider fiel heute wegen des nächtlichen Wintereinbruchs in der Pfalz der samstägliche Waldspaziergang, als auch das anschließende Abendprogramm aus. So drehte ich meine tägliche Runde mit dem MTB über die teils ordentlich angezuckerte Sickinger Höhe und kaufte gegen Abend nochmal im Edeka und Kaufland etwas ein. Und ich muss sagen, dass ich einen gewissen Fortschritt beobachten konnte; die Quote der Belappten lag gefühlt nur noch bei 60 bis 70 Prozent. Das sind natürlich jedes Mal nur Momentaufnahmen, aber gerade die ganzen unsicheren Mitläufer scheinen sich dann doch vermehrt zu trauen, ihr Antlitz zu entblößen. Interessant fand ich einzelne Ehepaare; der/die eine verhüllt, der/die andere nackig. „Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 4)“ weiterlesen

Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 3)

Den älteren meiner beiden jüngeren Brüder habe ich vor allem während der Kindheit und Jugend sehr gerne vor seinen Freunden aufgezogen. Denn er nuckelte noch bis ins Grundschulalter hinein regelmäßig seinen von Mutti in der Mikrowelle aufgewärmten Kaba aus dem Babyfläschchen! Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr zu ihm, kann mir aber auch gut vorstellen, dass auch er zu den rund 85 Prozent (von mir geschätzt) gehört, die sich beim Einkaufen regelmäßig als infantile Volldeppen outen, indem sie sich (völlig unbeeindruckt vom Wegfall der Pflicht) weiterhin den entwürdigenden Gessler-Lappen vor die Atemwege spannen. „Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 3)“ weiterlesen

Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 2)

Der 4. April 2022. Zeit, der nackten Wahrheit ins Gesicht … ähm, Moment, verdammt! … der verschleierten Tristesse in die Rest-Visage zwischen Augen und Stirn zu blicken. 708 Tage ist es jetzt her; als ich am 25. April 2020 in Contwig ein letztes Mal einen deutschen Supermarkt betreten habe. Einen missglückten Rechercheversuch in einem etwas weiter entfernt gelegenen Rewe mal ausgenommen. Aber ich bin halt zäh; ich grüße keine Gesslerhüte. Never! Es war auch nicht verkehrt, dass ich mich in den letzten Wochen in Frankreich ein wenig abhärten konnte. Wobei ich ehrlich gesagt sogar ein klein wenig überrascht war, als ich um kurz nach halb Zwölf das große Pirmasenser Kaufland in der Zweibrücker Straße betrat. Es waren auf Anhieb gar nicht mal sooo wenige Naggischgesichter, in die ich schauen durfte. „Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 2)“ weiterlesen

Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 1)

Der 3. April 2022! Der Tag der Entlappung! Nach fast zwei Jahren Gesichtsverschleierungspflicht durch das Terrorregime der Coliban ist es Spinnern wie mir tatsächlich wieder möglich, „legal“ (man könnte jetzt ein ganzes Buch über die in diesem Zusammenhang vollkommene Absurdität dieses Wörtchens schreiben) die Filialen der Sparkasse und der Sparda-Bank zu betreten, um dort ein wenig Knete umzuschichten. Wobei; am Eingang hing natürlich noch das volle Programm, von wegen Personenbegrenzung, Gessler-Lappenpflicht 2.0 (also Operateur-Outfit bzw. Filtertüte) und Abstände. In der Sparkasse war ich leider allein; obwohl dort ja eigentlich immer irgendwer seine Scheißkarre auf dem Gehweg parkt. Und dann bemaulkorbt vor der Tür in der Kälte wartet, bis er rein darf. Schade. „Coronoia: Die Entlappungsphase (Teil 1)“ weiterlesen

Der „Radverkehrsbeauftragte“

Es ist schon wieder ein halbes Jahr her, als ich mit dem sogenannten „Radverkehrsbeauftragten“ der Stadt Pirmasens am 22. September 2021 mehrere Stunden lang durch das Stadtgebiet geradelt bin. Ich auf meinem MTB, er auf einem der städtischen Pedelecs. Zuvor hatten wir uns im Sommer bei Gersbach getroffen; u. a. wegen der blauen Mittelfinger, die mir die jeglicher Fachkompetenz unverdächtige Straßenverkehrsbehörde hier fröhlich-glucksend entgegenstreckte. Ich bemühte mich wirklich, in dieser von der Stadt geschaffenen Stelle nicht nur ein hohles Propaganda-Konstrukt zu sehen und war bereit, der diese Stelle auskleidenden Person eine Chance zu geben. Spätestens mit der (verweigerten) Stellungnahme zu meinem Einbahnstraßen-Antrag war das Thema für mich dann auch endgültig erledigt. „Der „Radverkehrsbeauftragte““ weiterlesen

Coronoia: Easy going in Zweibrücken

Vor zwei Wochen war ich etwas zu früh dran; als ich mir ebenfalls auf einer Runde mit dem Rennrad ansehen wollte, wie das mit den Spaziergängen in der Nachbarstadt so funktioniert. Allerdings war mein Timing eher schlecht, denn ich traf eben eine gute halbe Stunde zu früh ein. Und die Radklamotten halten zwar gut warm, wenn man sich bewegt – aber nicht, wenn man zu lange in der nach Sonnenuntergang schnell auskühlenden Januarluft herumsteht. Heute war ich sogar etwas verspätet, die etwa 120 Menschen liefen 5 Minuten nach meiner Ankunft erst einmal los in Richtung Fußgängerzone. „Coronoia: Easy going in Zweibrücken“ weiterlesen

Coronoia: Liebes Ordnungsamt!

Ich empfinde es als meine staatsbürgerliche Pflicht, Ihnen ein möglicherweise schwerwiegendes Vergehen gegen das IfSG zu melden! Am 30. Januar 2022, gegen 12:35 Uhr, begegnete mir, allein auf dem Mountainbike unterwegs seiend, zwischen der Hexenklamm und der Eichelsbachermühle eine Gruppe von sieben(!) Personen! Diese trugen als Spaziergänger, entgegen der gültigen Allgemeinverfügung, keine Maske! Darüber hinaus liegt der Verdacht nahe, dass einzelne davon evtl. nicht geimpft sein könnten, nicht zusammen in einem Haushalt leben und somit gegen das Kontaktverbot verstoßen wurde. Die Mindestabstände wurden ebenfalls nicht eingehalten! „Coronoia: Liebes Ordnungsamt!“ weiterlesen